Nibelungen-Realschule Braunschweig und Wilhelm-Raabe-Schule Hannover bereichern den NORDPOOL

Zwei neue Schulen bereichern mit Mentoren den NORDPOOL. Willkommen an die Nibelungen-Realschule Braunschweig und die Wilhelm-Raabe-Schule Hannover. Wir freuen uns auf Empfehlungen von Schülern für die sieben Ausbildungsberufe der NORD/LB durch die Lehrerinnen, Lehrer und die Schulleitung.

Die Nibelungen-Realschule liegt im Grünen in der Nähe vom Campus Nord der TU Braunschweig und dicht beim Schul- und Bürgergarten. Seit 1997 ist sie „Umweltschule in Europa“, seit vier Jahren beteiligt sie sich am Programm der Bund-Länder-Kommission „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Die Nibelungen-Realschule war auch schon im NDR-Fernsehen mit einem Beitrag über Notebook-Klassen an der Nibelungen-Realschule vom 24.06.2009. Man sieht Schüler, die Notebooks im Unterricht nutzen, und Lehrer, die Smartboards einsetzen. Schulleiter Bernd Kammann sagt: “Schüler in einer Notebook-Klasse müssen lernen, mit der Informationsflut umzugehen.” Schülerinnen und Schüler der Nibelungen Realschule haben sich auch beteiligt an dem Projekt “Stolpersteine”. Ab Minute 4 in dem Video berichten Schüler über Familie Meyer. Und sie legen Rosen auf die neuen Stolpersteine in Braunschweig.

Das Gymnasium Wilhelm-Raabe-Schule liegt im Zentrum von Hannover in der Nähe vom Aegidientorplatz, Landesmuseum, Rathaus und Maschsee. Als modernes Traditionsgymnasium bereitet die Wilhelm-Raabe-Schule ihre Schülerinnen und Schüler durch solide Wissensvermittlung und Anwendung des Gelernten, aber auch durch Erziehung zu Leistungsbereitschaft und Rücksichtnahme, Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Offenheit und Wertebewusstsein auf die Herausforderungen in der Welt von morgen vor. Auch Sport und Engagement für andere nehmen einen wichtigen Plstz ein. Mehr als 40 Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer haben im Juni 2010 beim B2Run-Firmenlauf das Trikot der Partnerstiftung EINE CHANCE FÜR KINDER getragen. Jedes Jahr nehmen Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule an den DELF-Prüfungen teil. DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) ist ein international anerkanntes, offizielles Sprachdiplom, das Französischkenntnisse bescheinigt. Der Schülerrat ist das politische Organ von den Schülern.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit zum Nutzen aller Beteiligten.

Wünsche werden Wirklichkeit: Viel ausprobieren. Beharrliches Trial & Error. Weg der kleinen Schritte. Treffen bevor du triffst

“Viel ausprobieren und keine Angst vor Fehlern haben, diese aber schnell erkennen und daraus lernen”, empfiehlt Markus Berger-de León, Vorstandsvorsitzender der MyHammer AG und der MyHammer Holding AG, allen Gründern. Auch ein gutes, tragfähiges, skalierbares Business-Modell entsteht immer “sukzessive durch ständiges und beharrliches „Trial & Error“. Fehler machen, lernen, wachsen und…

Buch_Bischoff_S_119

“…immer wieder üben”. Foto und Zitat stammen aus dem Buch “Willenskraft” auf Seite 119: “Du weißt genau wie das geht, denn so hast Du sitzen, laufen, sprechen, lesen, schreiben… gelernt. Du hast nicht aufgegeben, bis du dein Ziel erreicht hattest.” Das Beispiel aus unserer Kindheit ist ein Klassiker in der Innovations- und Motivationsliteratur. Jeder hat es am eigenen Leib erfahren, dass es geht. Und dabei bleibt es auch, nicht mehr und nicht weniger: Wer Erfolge erreicht, hat vorher geübt, immer und immer und immer wieder und ist weder liegen noch stehen geblieben. Das erfordert Disziplin und den Fleiß, denn erst das Üben, Tun und Machen führt zu Ergebnissen und am Ende zum Erfolg. Christian Bischoff drückt das so aus: “Dein Wunsch und dein fester Glaube formen deine Erwartung – aber nur deine Erwartung PLUS entschlossenes Handeln lassen den Wunsch Wirklichkeit werden.” (S.160) Banal und doch schwierig. Aus einem Ziel wird ein Wunsch, und der Wunsch formt den eigenen Fokus. “Deine Ziele sind die einzelnen Treppenstufen.” (S.123) Aber erst wenn der Fokus beharrlich umgesetzt wird, kann daraus ein Erfolg werden: “Disziplin heißt, den Weg der kleinen Schritte zum Ziel zu lernen. Zu verstehen, dass du jeden einzelnen der vielen tausend kleinen Schritte gehen musst.” (S.158) Oder wie Alex Rubenbauer schreibt: “Zum Gipfel führt kein Lift”.

Erfolg beginnt mit Zielen, mit denen man sich so identifiziert, dass sie zum Tun führen. Bischoff im Film: “Um erfolgreich zu sein brauche ich Ziele.” Damit meint er: “Dein Leben entwickelt sich nach deinem Fokus.” Du musst treffen, bevor du triffst. Andi Brehme hatte seinen Elfmeter 1990, der zum Weltmeistertitel für Deutschland führte, in Gedanken schon im Tor versenkt, bevor er zum  Schuss antrat. “Du konzentrierst dich und machst den rein. Du musst selbst davon überzegt sein.” Das Ziel muss untermauert sein, Bischoff: “Sie brauchen die Antwort auf die Frage ‘Warum?’ In der Antwort auf die Frage WARUM steckt Ihre gesamte Willenskraft.” Was willst DU wirklich?

Frithjof Bergmann, Vordenker der “New Work” überspitzt diese Frage und spricht vom “wirklich wirklich wollen“. Frithjofs philosophischer Entwurf ist größer, New Work kombiniert mit einer New Economy und New Culture. Bischoff ist Pragmatiker und bezeichnet sich als ” Woller” (S.163), die entscheidende Frage für ihn lautet täglich: “Ist das, was du tust, wirklich das, was DU tun willst?” (S.99). Was wir wollen, können wir schaffen. Davon ist Bischoff überzeugt. “Mit deiner Motivation kommt die Willenskraft. Die ist wie ein Terrier Sie lässt nicht locker.” (S.111)

Egal ob Scherer, Bischoff, Förster & Kreuz, keiner kennt Zielerreichung und Erfolg über Nacht. Alle wissen, es kann länger dauern, denn “wenn du etwas Neues angehst, hast du keine Ahnung, wie lange es dauert.” Die erfolgreichsten Menschen haben wenig gemeinsam, aber alle weisen unter einer Masse von Versuchen sehr viele Fehlschlägen und einige wenige Erfolge auf. Sie haben sich nach jedem einzelnen Fehlschlag dazu entschieden, nicht liegen zu bleiben, sondern wieder aufzustehen. (aus: “Nur Tote bleiben liegen” von Förster & Kreuz). “Früher oder später erreichst du, was du willst.” (S.114) “Dein Ziel wirkt wie ein starker Magnet.” Ohne Ziel keinen Wollen, ohne Wollen keine Umsetzung. Ohne Umsetzung kein Üben. Ohne Übung kein Erfolg. In diesem Kontext steht auch Bischoffs Einstellung zu Problemen: “Ein Rückschlag stellt das notwendige Sprungbrett für zukünftige Erfolge dar.” (S.167) “Jeder Rückschlag auf dem Weg zum Ziel ist in Wirklichkeit nur eine Botschaft: ‘So nicht’ oder ‘Noch nicht’.” Wer sich voll mit seinem Ziel identifiziert, kann gar nicht anders als mit Geduld, Entschlossenheit, Ausdauer, Hartnäckigkeit, Nächstenliebe, Wertschätzung, Enthusiasmus und Neugierde daran zu arbeiten. Auf geht`s. Denn tun und erreichen kannst nur Du es selbst.

Rückschlag als Sprungbrett, denn Probleme sind Geschenke, um persönlich zu wachsen

Kurz vor meiner 500 km langen Fahrt nach Hagen fiel mir ein Buch ins Auge mit einem Wort als Titel: “Willenskraft”. Erst der Untertitel überzeugte mich, eine spontane Kaufhandlung zu vollziehen.

Hagen_Berlin

Der Untertitel lautet: “Warum Talent gnadenlos überschätzt wird.” Das erinnerte mich spontan an einen Vortrag in Braunschweig von Hermann Scherer. Ein Kernsatz von ihm lautet: “Talent gibt es nicht – nur Übung!“. Deutlich machte er das an Cellisten. Ausnahmslos alle Top-Cellisten eines Jahrgangs hatten über 10.000 Stunden geübt, die nächstbesten “nur” 7.500 Stunden und die letzten 5.000 Stunden. Auch Mozart, sagt er, hatte mit 7 Jahren bereits über 10.000 Stunden geübt. Jeder der sein Handwerk 10.000 Stunden geübt hat, sei der Beste seines Faches. In dasselbe Horn stoßen Anja Förster & Peter Kreuz in “Nur Tote bleiben liegen”: “üben üben üben” (S.157) und “Disziplin, Durchhaltevermögen und Fleiß” (S.176).

Nun wollte ich wissen, was Christian Bischoff, der Autor von “Willenskraft” zu Talent und Übung denkt. Der ehemals jüngste Basketball Spieler in der Bundesliga hat bereits über 200.000 Menschen mit seinen Vorträgen erreicht. Warum meint er, dass Talent überschätzt wird. Meistens schlage ich ein Sachbuch irgendwo auf und fange mittendrin an zu lesen. Meine Lektüre begann mit einem seiner Schlüsselsätze: “Probleme sind Geschenke! Du musst das Geschenk in jedem Problem finden, um persönlich wachsen zu können.” (S.174) WOW. Was für eine Botschaft in einem einzigen Satz. “Probleme sind Geschenke!” Vorgeblättert, wie kommt er dazu, das zu schreiben? Nächster Schlüsselsatz: “Das Leben verpackt Wachstumsmöglichkeiten als Probleme… Es geht im Leben nicht darum, Probleme zu lösen, sondern persönlich zu wachsen.” (S.173) Wie geht das?

“Stück für Stück wirst du an deinen Problemen wachsen” (S.174) “Dazu musst du das Geschenkpapier aufmachen und dich fragen: Was lerne ich jetzt von dir?… Nimm den Stolperstein – küsse ihn!” (S.174) “Genau damit haben die meisten Menschen ein Problem, denn sie mögen Probleme nicht.” (S.173) Aber “das Leben hat uns Probleme gegeben, damit wir an den Widerständen wachsen! Probleme sind ein Lebenszeichen. Die einzigen Menschen ohne Probleme liegen auf dem Friedhof.” (S.174) Und damit schlägt er den perfekten Bogen zu dem Buch, über das ich kürzlich mehrere Artikel geschrieben habe: “Nur Tote bleiben liegen“. Als hätten sich Christian Bischoff und das Duo Anja Förster & Peter Kreuz abgesprochen. Ich denke, das Thema liegt in der Luft. “Ein Rückschlag stellt das notwendige Sprungbrett für zukünftige Erfolge dar.” (S.167) Noch so ein WOW-Satz zum langen Nachdenken und Verdauen. Morgen geht`s weiter mit “Willenskraft”.

Niemand darf zurückgelassen werden. Der Kampf der JOBLINGE. Zahl der Geburten auf Rekordtief. Talentpool halbiert sich

Gerade fegt ein Orkan-Tief über Deutschland. Gleichzeitig kommt die Meldung über ein anderes Tief: Geburtenzahl sinkt auf Rekordtief. 2009 gab es nicht halb so viele Geburten wie 1964. 1964 kamen in Deutschland 1,4 Millionen Babys zur Welt. 2009 wurden noch 665.000 Kinder geboren; auch im Vergleich zu 2008 ist die Zahl der Geburten um 17.000 weiter gesunken. Errechnet vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden und heute veröffentlicht.

Schon im Juni 2008 schrieb die ZEIT: “Bis 2020 wird es Prognosen zufolge bis zu 170.000 Schulabgänger weniger geben – ein Drittel weniger potenzielle Auszubildende.” Statistiker verkünden dies natürlich schon seit dem Ende des letzten Jahrtausends. Seit März 2010 häufen sich die Schlagzeilen. Am 16.03.2010 titelten die BILD: “Absoluter Tiefpunkt bei den Schülerzahlen” und das Handelsblatt: “Mehr Neurentner als Berufseinsteiger“. Die “Zeitbombe demografischer Wandel” wurde anschaulicher auch durch eine Umfrage des DIHK, die aufzeigte: “Bei rund 220.000 aktiven Ausbildungsbetrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen bedeutet das, dass rund 50.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind.” Viel wird in diesem Zusammenhang auch diskutiert über die Ausbildungsreife: “Immer mehr Unternehmen organisieren inzwischen Nachhilfe. Das ergab eine Umfrage unter mehr als 15.000 Unternehmen.” Hauptgeschäftsführer des DIHK Dr. Martin Wansleben betont aber im Gespräch mit BERLINboxx: „Wir sollten unsere Jugendlichen nicht unnötig schlecht reden… Der überwiegende Teil der Jugendlichen kommt nach wie vor motiviert und mit einer guten Allgemeinbildung in die Betriebe.“

In derselben aktuellen Ausgaben der BERLINboxx mit dem Titel “Mangelware Azubi” wird Prof. Dr. Annette Schavan zitiert: „Niemand darf zurückgelassen werden“. Das BMBF will mit der Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ dazu beitragen. Ich wünsche dieser Initiative von Herzen alles Gute, dass sie besser anläuft und sinnvoller vernetzt wird als das Technikum. Warum hat das BMBF bei der Suche nach Praktikanten für das Technikum nicht auf die ebenfalls vom BMBF finanzierten Programme Girls Day, JobStarter, Komm-mach-MINT usw. zurückgegriffen und stattdessen für mehrere Millionen Euro einen Praktikanten gefunden. Jedes dieser BMBF-Programme hätte nur einen einzigen Praktikanten empfehlen müssen, um auf etwa 10.000 Bewerber zu kommen. Liegt es daran, dass jedes Programm um seine eigenen Zahlen für die Evaluation kämpft? Oder welche Erklärung habt ihr? Es wird zu wenig zielgerichtet vernetzt. Oder? So waren auch meine Briefe an Herrn Prof. Dr. Driftmann vom April und August 2010 gemeint: “Darum ging es mir mit meinem Brief. Sich gegenseitig zuhören, voneinander lernen, und wo es passt pragmatisch zusammen arbeiten.”

Gute Erfolge durch Vernetzung zeigt bereits die Initiative JOBLINGE von The Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG. Erst vor zwei Wochen war ich bei dem Berlin-Auftakt von ROCK YOUR LIFE. Vorgestern wurde nun im Berlin Capital Club die Initiative “JOBLINGE” vorgestellt, speziell die frisch gestartete JOBLINGE gAG Berlin. Hintergrund: Jeder zweite Hauptschulabgänger in Deutschland hat ein Jahr nach Verlassen der Schule noch keinen Ausbildungsplatz. Daher stellt JOBLINGE für Michael Radder aus München, der die Partner von JOBLINGE betreut, einen Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit dar. Anders als ROCK YOUR LIFE, die Hauptschüler während ihrer Schulzeit zwei Jahre ehrenamtlich betreuen, setzt JOBLINGE bei älteren Jugendlichen an, die die Schule bereits verlassen haben – mit oder ohne Schulabschluss und keine Ausbildung finden. Herr Richard Gaul, aktiver Unruheständler von BMW und ehrenamtlicher Vorstand der JOBLINGE gAG Berlin, berichtete am Mittwoch Abend von seinem Erfahrungen als ehrenamtlicher Mentor. Einer seiner Mentee hatte schon sieben “Maßnahmen” des Arbeitsamtes gemacht, aber keine Lehrstelle gefunden. Mit Hilfe der Schulungen durch die JOBLINGE gAG Berlin, den ehrenamtlichen Einsatz von Herrn Gaul und seinem weiterhin guten Draht zu Herrn Hans-Reiner Schröder bei BMW Berlin hat dieser 23-jährige Mentee nun einen Ausbildungsplatz und seine Chance bekommen, die er sofort ergriffen hat. Deutlich wird an diesem Beispiel auch die großartige Unterstützung von einem Netzwerk aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und dem sogenannten drittem Sektor, das aus Bayern kommemd seit 2007 entwickelt, umgesetzt und auf lokaler Ebene mit immer neuen Kooperationspartnern angereichert wird. Dabeit trägt JOBLINGE dazu bei, dass niemand zurück gelassen wird, wie Frau Schavan es formuliert hat.

In Berlin sind 20.000 Jugendliche arbeitslos, deutschlandweit sind rund 350.000 junge Menschen arbeitslos und zusätzlich 500.000 in staatlichen Übergangsmaßnahmen. “Das ist eine tickende Zeitbombe: Wir müssen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen”, beschreibt Stephan Schwarz die Motivation seines Unternehmens GRG Service Berlin, an der “Joblinge”-Initiative teilzunehmen. JOBLINGE fußt auf Praxisbezug + persönlicher Betreuung: 1. Praxisorientiertes Lernen, 2. Persönliche Unterstützung durch Mentoren, 3. Bündelung des lokalen Engagements und 4. Professionelle Steuerung. Lokale Jobcenter der Agentur für Arbeit schlagen JOBLINGE potenzielle Teilnehmer vor. In einem erprobten Prozess mit gemeinnütziger Arbeit, Trainings sowie einem Kultur- und Sportprogramm führt der Weg über ein Bewerbungspraktikum zu einer Ausbildung. So der Idealfall. Natürlich kommt es vor, dass JOBLINGE zu spät zum Praktikum kommen, da sie in ihrer Familie die einzige Person sind, die plötzlich morgens aufstehen muss. Oder ein JOBLING ist sich zu fein und weigert sich, nach anspruchvollen Montagearbeiten auch mal die Werkstatt zu fegen. Gerade für solche Momente sind die neutralen Mentoren wichtig, die solche Brüche durch menschliche Zuwendung und natürliche Authorität kitten können. Dass sich ein erfolgreicher Ex-BMW-Manager mit einem Ex-Hauptschüler ohne Schul- oder Berufsabschluss trifft und Interesse an diesem Menschen zeigt, hat schon eine große Wirkung, so die persönlichen Berichte im Berlin Capital Club. Seit 2007 wurden etwa 250 benachteiligte Jugendliche unterstützt durch 150 ehrenamtliche Mentoren und etwa 400 Partnerunternehmen. Die Vermittlungsrate von über 70 Prozent in Ausbildung und Beruf zeigt den Erfolg, denn alle Jugendlichen, die die Jobcenter zu JOBLINGE schicken, gelten ja bereits als unvermittelbar. Ein Großteil der Kosten wird durch öffentliche Mittel getragen, bisher über 2 Mio. Euro. Auch in Berlin wird die JOBLINGE gAG Berlin mit 80% durch den Berliner Senat finanziert. Die Aktionäre der gemeinnützigen AG sind in Berlin: AGV Nordostchemie, GRG Services, BMW, BCG, IC BCE Nordost, UVB, BSR, Siemens AG und RöverBrönner.

Hintergrund des breiten Engagements ist natürlich auch ein neues Bewußtsein um den schrumpfenden Talentpool: “Die Zahl junger Menschen zwischen 16 und 20 Jahren halbiert sich zwischen 2005 und 2050 auf gerade einmal 2,2 Millionen Menschen.” Dies ist auch der Grund für die NORD/LB, neue Wege zu gehen und über den NORDPOOL auf Empfehlungen von Mentoren zu setzen, deren Rat bei Schülern ankommt. Eine zweite Art der Empfehlung von Azubis basiert auf Empfehlung von Unternehmen: Statt Absagen werden gute Bewerber im Verband intern weiter empfohlen – beispielsweise vom Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. und vom DEHOGA Berlin zur Empfehlung guter Bewerber intern unter den Mitgliedern  – natürlich datenschutzrechtlich korrekt und NUR wenn der Schüler will! Für Verbände ist es eine einfache, wirkungsvolle Service-Aufgabe gegenüber ihren Mitgliedern, die nun mit einem Klick intern gute Bewerber an die anderen Unternehmen weiter empfehlen können. Ein Beispiel von Siemens und G-Elit.