Personalmagazin über den NORDPOOL: “Recruiting-Idee mit Pfiff”. Neue Mentoren aus Magdeburg vom Jahr der Jugend 2011

Das Personalmagazin 03/11 hat den Schwerpunkt Rekrutierung. Im Leitartikel “Rekrutierung – aber wie?” heißt es: “Viele Unternehmen wollen ihr Personal aufstocken, aber finden nicht genug neue Mitarbeiter. Es gibt mehrere Ansätze, um dieses Problem zu lösen.” In dem Kapitel “Acht Recruiting-Ideen mit Pfiff” werden acht neue Ansätze vorgestellt – darunter auf den Seiten 20/21 unser NORDPOOL, den YOUNECT im Auftrag der NORD/LB betreibt. Der Abschnitt heißt Mentoren empfehlen Bewerber“, darin wird der Bereichsleiter Personal der Norddeutschen Landesbank, Uwe Loof zitiert: “Mit der Empfehlung können sich die Schüler von anderen Bewerbern positiv abheben.” Der ganze Text kann in unserem Pressespiegel gelesen werden: Mentoren empfehlen Bewerber“.

Der NORDPOOL bezieht die Menschen in die Berufswahl ein, denen Schüler vertrauen. Der Rat eines Vertrauten zählt. Im NORDPOOL werden Schüler durch „Mentoren“ wie z.B. Lehrer, Jugendleiter, Sporttrainer und Schülervertreter für passende Berufe der NORD/LB empfohlen. Die Schüler werden eingeladen und bekommen eine persönliche Referenz für ihre Bewerbung.

Passend zu dem Artikel begrüßen wir zwei neue Mentoren im NORDPOOL. Kevin und Marcus sind die Initiatoren vom “Jahr der Jugend 2011” in Magdeburg. Was hat Magdeburg mit der NORD/LB zu tun? In Magdeburg hat die Investitionsbank Sachsen-Anhalt ihren Sitz. Die Ausbildung für die Investitionsbank Sachsen-Anhalt führt die NORD/LB in Hannover durch. Deshalb läuft auch das Bewerbungsverfahren über die NORD/LB.

Das “Jahr der Jugend 2011″ in Magdeburg folgt der Idee der Initiatoren: “2011 werden junge Menschen in den verschiedensten Bereichen in den Mittelpunkt gestellt… Das JAHR DER JUGEND sensibilisiert für die Lebenswelten junger Menschen und sorgt für einen strukturierten Dialog, bei dem Jugendliche eine entscheidende Rolle spielen.” Kevin, Marcus und ich haben uns vor zwei Monaten in Magdeburg kennen- und schätzen gelernt. Ich freue mich sehr auf die verstärkte Zusammenarbeit.

Grenzen waren dazu da, sie zu überwinden. Bitte hör’ nicht auf zu träumen. Big plans make big things happen. 22 Jahre “Ö”

“Grenzen waren nur dazu da, sie zu überwinden.”, schrieb Andrea Hacke in der BRIGITTE 01/2009 über Jessica Schwarz. Darin berichtet sie auch dies über Jessica Schwarz: “Sollte sie eine betrunkene Frau spielen, leerte sie zuvor eine Flasche Martini. Und wenn sie einen Selbstmord zeigen sollte, … ließ sie sich rückwärts vom Balkon fallen – bei starkem Wind aus dem 19. Stock, hinunter auf eine Stunt- Matratze, zwei Stockwerke tiefer.” In ihrem aktuelle Film “Das Lied in mir“, brilliert Jessica Schwarz zusammen mit Michael Gwisdek und einigen Argentinischen Schauspielern. Maria, die Jessica Schwarz spielt, kommt aus heiterem Himmel an einen für sie unbekannten Ort – in Buenos Aires und in sich selbst.

Das Überwinden von Grenzen führt Menschen an einen “Ort, wo vor dir keiner war“, singt Silbermond in “Das Ende vom Kreis“, ein extrem schöner, berührender Song zum Durchhalten. Das Durchhalten beinhaltet immer beide Möglichkeiten, gewinnen und scheitern zu können. Vorher weiß man das nie. Gestern auf twitter gelesen: “Wenn du nicht bis an den Punkt gelangst, wo du scheiterst, weißt du ja nie, wie weit du gehen kannst.”, sagte Martina Navrátilová, eine der besten Profi-Tennisspielerinnen. “Wir sind die Gewinner. Wir kennen keine Limits. Ab Heute – für immer”, singen Revolverhelden in “Spinner”. Und Xavier Naidoo bittet uns: “Bitte hör’ nicht auf zu träumen von einer besseren Welt… Bau sie auf, wie sie dir gefällt.”

“Make big plans …that’s the best way to make big things happen.”, schrieb Seth Godin vor einer Woche in seinem Blog. Im Video “Durchstarten in 2011 und im Leben” sagt Christian Bischoff über unser Leben in Deutschland: “Sie leben im Paradies der Chancen und Möglichkeiten.” Sein Buch „Willenskraft“ finde ich sehr lesenwert. Ein Schlüsselsatz darin: “Es geht im Leben nicht darum, Probleme zu lösen, sondern persönlich zu wachsen.”

Zum Wachsen gehören viele kleine Schritte, Lernen durch Erfolge und durch Misserfolge. Herbert Grönemeyers “…Alben waren kommerziell so erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH nach dem im Jahr 1983 veröffentlichten Album ‘Gemischte Gefühle’ den Vertrag kündigte.” Ein Jahr später kam mit “Bochum” der Erfolg, trotz gravierenden Mißerfolgs hatte Grönemeyer weiter Musik veröffentlicht. Wie lange geht man weiter? “Wenn es nicht klappt, dann sollte man sich das eingestehen und etwas anderes machen.”, schrieb ein deutscher Freud aus Korea wider die Hartnäckigkeit. Grönemeyers Hartnäckigkeit brachte ihm nach “Bochum” auch die Platte “Ö”, sie war 22 Jahre lang die erfolgreichste Platte mit der längsten Zeit auf Platz 1 der Album-Charts. Und er macht immer weiter, gerade mit neuem Video feat. August Diehl: “Ich will mehr Schiffsverkehr… Endlich freie Sicht.”

Es ist immer eine persönliche Entscheidung, wer wie weit gehen will. Es gibt kein Patentrezept. Man kann sich verrennen und verlieren, oder das richtige Maß an Hartnäckigkeit in sich spüren und die imaginären Grenzen überwinden. Jeder Mensch geht so weit, wie er will und kann. Ich hatte das Glück, die Berliner Mauer sehr real zu erleben und zu überwinden. Nicht von Ost nach West, sondern von West-Berlin nach Ost-Berlin. Von 1985 bis 1989 wurde die Party- und Freundes-Gruppe immer größer – aus Ost-Berlin, West-Berlin, Paris und den USA. Howard aus Ost-Berlin hatte mich gefragt: “Komm uns doch mal besuchen”, und ich hatte “Ja” gesagt. “Regelbruch als Strategie. Solange gegen die Wand laufen, bis die Wand umfällt.”, meint Strategietrainer Sven Gábor Jánszky. Und Stefan Raab sagt: “‘Es gibt nur eine Sünde: Feigheit.’ Genau das ist das Problem der meisten Leute: Sie haben Schiss in der Buchse.”

Raab: “Das ist Entertainment, nichts mehr. Schicksale in anderen Shows. Nur eine Sünde: Feigheit” Mai: “Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern”

Im Blog schreibt Jochen Mai heute: “Jetzt erst recht! – Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern.” Er erzählt über die Entstehung des Filmklassikers Citizen Kane 1941. Orson Welles konnte zunächst nur ein kleines Budet erbetteln und setzte mit viel Improvisation immerhin das erste Drittel des Films um. Mit diesen Bildern überzeugte der Regisseur neue Geldgeber, vollendete den Film und feierte einen seiner größten Erfolge. Jochen Mai zieht daraus vier Erfolgsfaktoren: 1. Er gab nicht auf, weil er 2. glaubte, dass nichts unmöglich ist. 3. Sein Ziel vor Augen ließ ihn 4. kreativ improvisieren!

Howard Victor Carpendale startete mit erfolglosen Versuchen in Südafrika als Beat-Sänger und Elvis-Imitator. Herbert Grönemeyers Musiker-Karriere startete so: “Die … Alben waren kommerziell so erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH nach dem im Jahr 1983 veröffentlichten Album ‘Gemischte Gefühle’ den Vertrag kündigte.” 1984 kam mit “Bochum” der Erfolg, und Grönemeyers “Ö” war 22 Jahre lang Spitzenreiter des erfolgreichsten deutschen Albums mit 14 Wochen auf Platz 1 der Album-Charts. Erst 2010 löste ihn die Band Unheilig mit “Grosse Freiheit” ab. Die Band und ihr Frontman der Graf machen seit 2000 zusammen Musik, das sind 10 Jahre bis zum bundesweiten Durchbruch. Auch bei Carpendale, Grönemeyer und Unheilig gelten die oben genannten vier Erfolgsfaktoren, allen voran: Sie gaben nicht auf.

Einen anderen Rekord hat Lena Meyer-Landrut in der letzten Woche aufgestellt, in Stefan Raabs Worten: “Lena ist die erste Casting-Künstlerin, die es geschafft hat, mit einem zweiten Album in Folge auf Nummer eins der Charts zu landen. Das hat es vorher noch nicht gegeben.”, so ihr Mentor in einem lesenwerten Interview in der Süddeutschen Zeitung. Ein Kommentar zu diesem Interview: “herr raab – ich finde ihre shows furchtbar, ihre moderationen schlecht, aber was sie tun und sagen ist klug, fair und ehrlich! ich bin sehr angetan – mein liebster artikel in der SZ ever!” Während die Medien flächendeckend am zweiten Anlauf von Lena rummäkeln, hat die zweite CD auf Anhieb kommerziellen Erfolg. “Petsta” schreibt auf Amazon dazu: “Deutschland, du hast ein Luxusproblem! Die meisten Künstler heutzutage wären wohl glücklich, wenn sie Songs wie… auf ihrem Album präsentieren könnten. Fazit: Sehr positiv überrascht…”

Raab weiter in der SZ: “…, bei anderen Casting-Shows meckern, dass dort eine Casting-Leiche nach der anderen produziert wird. Was wir gemacht haben: Wir haben eine Super-Künstlerin gefunden, und wir geben ihr die Chance, sich als Künstlerin zu etablieren. Wenn Sie mittlerweile so desensibilisiert sind, dass Sie jeden Tag ein menschliches Schicksal sehen wollen, dann müssen Sie die anderen Shows gucken.” Hinterher ist man immer klüger. Am 14 Mai 2011 werden es alle schon immer gewußt haben, so oder so. Denselben Kommentar schreibt “detlev Motz”: “Ist doch völlig egal wie langweilig die Show war – wenn sie gewinnt jubeln wieder alle und haben es gewusst. Wenn sie verliert haben es alle gewusst. Scheinheilige Medienwelt.”

Gewinnt “Taken by a stranger” den ESC, kann Lena den 1. Platz verteidigen? Deutschland lag 2009 auf dem vorletzten Platz, 2008 auf dem vorvorletzten Platz, 2007 den 19. Platz. Sollte man vor dem Hintergrund Raab und Lena nicht einfach eine zweite Chance gönnen und die Zeit bis zum ESC in Düsseldorf geben, den Triumph von 2010 zu wiederholen? Jochen Mais Zitat passt hier hervorragend: “Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern.” Ich finde Lena & Raab mutig. Es kann klappen oder nicht. Ich finde, Raab trifft in der SZ weitere drei Nägel auf den Kopf:

  1. “‘Es gibt nur eine Sünde: Feigheit.’ Genau das ist das Problem der meisten Leute: Sie haben Schiss in der Buchse.”
  2. Für mich bestand die Aufgabe in gewisser Weise darin, Verantwortung zu übernehmen für eine Künstlerin.”
  3. “Ich verrate Ihnen, was das alles ist: Das ist nur Unterhaltung. Das ist Entertainment und nichts mehr.”

Eric Schmidt und Peter Kreuz in Berlin. “Never bored, never alone & never lost”. “Wer Zäune baut, bekommt Schafe.” Geld kein Motivator für “alles, außer gewöhnlich”

Jeder von uns kennt “To dos”  und “To do-Listen” – mehr als uns lieb ist. Wo aber lernt man in der Schule, im Elternhaus, in der Ausbildung, im Studium, vom Arbeitgeber, von Kollegen und Freunden, dass eine “To don`t-Liste” mindestens so wichtig ist wie die “To do-Listen”? Gehört habe ich das vorgestern zum ersten Mal. Ich saß in der 7. Etage im Kulturkaufhaus Dussmann in der dritten Reihe, und hing an den Lippen des Bestseller-Autors Peter Kreuz. Am Ende seines eindrücklichen Vortrags riet er uns: “Machen Sie nicht nur eine tägliche ‘To Do Liste’, sondern auch eine ‘To Don’t-Liste’. Denn was wir entscheiden nicht zu tun, ist mindestens so wichtig wie das, was wir entscheiden zu tun.” Nachzulesen ist das in einem ausführlichen Bericht von Arne Gottschalck im manager magazin Online. Peter Kreuz stellte am Mittwoch Abend bei Dussmann die Vermutung an, vom Kulturkaufhaus eingeladen worden zu sein, weil er auch über Peter Dussmann geschrieben hatte. Im Bestseller “Alles, außer gewöhnlich” von 2007 schreibt Kreuz auf Seite 121: “Dussmann wurde als ‘König der Putzfrauen‘ verspottet.” Im Heft der 99 Zitate von Anja Förster & Peter Kreuz wird Peter Dussmann zitiert: “Ich bin Unternehmer geworden, weil ich nicht für einen anderen Armleuchter arbeiten wollte. Freiheit ist für mich das entscheidende Wort.”

Direkt vor dem Vortrag von Peter Kreuz stellte Googles CEO Eric Schmidt um die Ecke vom Kulturkaufhaus Dussmann im Audimax der Humboldt Universität zu Berlin zwei Innovationen vor: Ein Millionen-Investment in Berlin in Form eines neuen Forschungs- und ZukunftsinstitutsDer Berliner Tagesspiegel schreibt dazu: “Das interdisziplinäre Institut für Internet und Gesellschaft soll in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Themen sind: Innovationen, politische Rahmenbedingungen und rechtliche Aspekte. Google wolle eine akademische Debatte anstoßen, begleitend zur öffentlichen Diskussion, sagte Schmidt.” Google werde außerdem 1.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. In den USA wäre er dafür vermutlich gefeiert worden, in Berlin blieb es gespannt oder gelassen ruhig. Mehr Resonanz löste sein entspannter Umgang mit den Mikrofon-Pannen aus. Das erste wireless Headset-Mikro ging nicht, das zweite wireless Hand-Mikro ging auch nicht, bis er ein drittes verkabeltes Mikro bekam. Er blieb entspannt und machte einen Witz über “difference between lan vs. wireless”.

Über die zweite, weltweit angelegte Innovation berichtet der Tagesspiegel am Mittwoch Abend: “… Start einer neuen Bezahllösung für digitale Medieninhalte bekannt. Mit ‘One Pass’ können Verlage Abonnements oder einzelne Artikel über ihre Webseiten verkaufen. Erste Partner in Deutschland sind die Axel Springer AG, der Burda-Verlag (Focus Online) sowie Gruner + Jahr (stern.de).” Eric Schmidt versprach in Bezug auf mobile Internet – frei zitiert: “You`ll never be bored, you`ll never be alone and you`ll never be lost.” Ähnliches sagte er auch schon im September 2010 bei der TechCrunch Disrupt conference: “It’s a future where you don’t forget anything…In this new future you’re never lost…We will know your position down to the foot and down to the inch over time…Your car will drive itself, it’s a bug that cars were invented before computers…you’re never lonely…you’re never bored…you’re never out of ideas.”, Bianca Bosker in The Huffington Post. Dabei legte Schmidt am Mittwoch in Berlin großen Wert darauf, dass Computer uns Menschen “free you up to be more human.” Damit meint er – frei zitiert, dass “computers will be better in what computers can do and humans will be better in what humans can do. And that will be very different!” Was Menschen besser können sind für Schmidt u.a. Intuition, Kreativität, Leadership, having fun.

Bei der Kreativität setzt auch Peter Kreuz in seinem Vortrag an: Menschen und Unternehmen müssen sich entscheiden, entweder sind sie “alles, außer gewöhnlich oder billiger”. Für “billiger” brauch man Mitarbeiter mit Fleiß und Gehorsam, für “alles, außer gewöhnlich” braucht man Mitarbeiter, die ihre Initiative, Kreativität und Leidenschaft nicht nur in der Freizeit einsetzen, sondern auch im Beruf. Das Manager Magazin berichtet dazu aus einem Vortrag von Anja Förster und Peter Kreuz: “Disziplin, Fleiß und Sorgfalt seien heute immer noch notwendige Bedingungen, aber sie reichen nicht mehr aus. ‘Wir brauchen heute auch Menschen, die die Initiative ergreifen, die kreativ Probleme lösen und die nicht nur ihre Hände und ihr Hirn mit zur Arbeit bringen, sondern auch ihr Herz. Menschen, die eben das Funkeln in den Augen haben.’” Viele Untersuchungen weltweit hätten gezeigt, so Peter Kreuz in Berlin, dass Geld nicht der Motivator für “alles, außer gewöhnlich” ist. Mitarbeiter brauchen so viel Geld, dass das Thema Geld für sie vom Tisch ist. Darüber hinaus motivieren drei Elemente:

  1. Selbstbestimmung. Das heißt Freiraum am Arbeitsplatz. Raum für eigene Ideen.
  2. Können. Das heißt Herausforderungen, um täglich besser zu werden und zu wachsen wie ein Tennis-Profi, der täglich trainiert und täglich Feedback bekommt.
  3. Sinn. Das heißt das tun zu können, was einem persönlich wichtig und ein Anliegen ist.

Super Zitat: “Wer Zäune um Menschen baut, bekommt Schafe.”, so Peter Kreuz. In der täglichen Umsetzung sei immer das WAS vom WIE zu trennen. Es geht beispielsweise nicht darum, Kontrolle (WAS) komplett wegzulassen (WIE), damit alle ihre Freiräume bekommen. Beispiel Reisekosten. Braucht es zur Kontrolle der Kosten (WAS) ein aufwändiges, bürokratisches Verfahren (WIE)? Nein. Ein Marktführer in Brasilien erstattet jedem Mitarbeiter die Reisekosten in jeder Höhe ohne komplizierte Anträge und Berichte. Die Reisekosten werden im Intranet für alle Mitarbeiter dokumentiert. Dadurch gibt es eine Selbstkontrolle. Und bringt ein Kollege einen 1-Millionen-Deal mit nach Hause, gönnen ihm alle auch den Champagner zur Feier.

“Wissen führt nie zur Veränderung.” Eine weitere Erkenntnis aus dem spannenden Abend bei Dussmann. Wir denken, dass wir über eine saubere Analyse zum Handeln und zur Veränderung kommen. Peter Kreuz zeigt einem anderen Weg auf: “1. Sehen, 2. Fühlen, 3. Veränderung.” Und dann experimentieren. Veränderung = neu. Neu = unbekannt. Unbekannt = im Experiment kennen lernen. Im September und Oktober 2010 hatte ich in mehreren Blogbeiträgen den neuen Bestseller “Nur Tote bleiben liegen” vorgestellt: “Zusammenfassend ist für Förster & Kreuz klar, dass Dynamiker auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Versuch, Irrtum und Lernen vertrauen, während Statiker einem Weltbild anhängen, in dem Veränderung im Kern eine Bedrohung darstellt.” Zur Veränderung nach dem Sehen und Fühlen gehören Vertrauen in Versuche, Irrtum und Lernen. Zum Lernen gehören üben, üben und üben genauso wie das Risiko, denn der Ausgang bleibt bei Veränderungen immer offen und Scheitern gehört dazu.

Vor 8 Tagen schrieb Peer Schader in der Berliner Zeitung einen Artikel mit dem Titel: “Viele Sendungen im deutschen Fernsehen stammen aus dem Ausland, weil dort öfter mit neuen Ideen experimentiert wird.” Er schreibt darin: “Rob Clark, President of Global Entertainment beim Produktionsriesen Fremantle Media, sagt: ‘Es gibt drei Voraussetzungen: ein Umfeld für kreative Entwicklungen, in dem es auch mal erlaubt ist zu scheitern, risikobereite Sender und eine liberale Auslegung der Rechteverwertung.’ Diese Voraussetzungen sind in Großbritannien vorbildhaft erfüllt.” Das sagt alles, das Umfeld erlaubt Risiko und gewinnt kreative Entwicklungen, die dann weltweit vermarktet werden. Dies sieht man im TV nur im Abspann, denn “Am Ende erscheint dort der Hinweis: ‘Basierend auf einem Format von 19 Entertainment und Fremantle Media’. Denn ‘Superstars’ werden nicht nur in Deutschland gesucht, sondern überall auf der Welt: in Australien und Kanada genauso wie auf den Philippinen, in Frankreich, Malaysia und den USA.”, so Peer Schader.

Wer mehr Inspiration sucht, die Berliner Zeitung hat eine ganze Serie zu “Mutmachern” veröffentlich. Und HESSENMETALL bittet darum, dieses Video zum Nachwuchswettbewerb „MEine Zukunft” 2011 für Innovation weiterzugeben. Dies tun wir doppelt gerne, denn auch mit uns geht HESSENMETALL neue Wege. Im März startet HESSENMETALL mit YOUNECT für Duale Studiengänge in Hessen ein neues PERSONECT-Portal. Wir freuen uns auf den Start in etwa 10 Tagen und werden darüber berichten.