Wie viele Bewerber gehen durch Absagen einzelner Unternehmen der ganzen Branche und Region verloren?

16
Mai 2011
Neue Ideen entstehen oft aus neuen Fragen: Könnten Absagen eine große Verschwendung sein? Wer weiß, wie viele gute Bewerber durch Absagen einzelner Unternehmen in einer Stadt/ Region/ Branche verloren gehen? BITTE MELDEN! Wer kennt Statistiken zu Absagen? Mit der 151. Bewerbung den Traumjob gefunden. Ich kenne diese Person. Und 150 Absagen muss man persönlich erst mal verkraften.
Aber nicht nur für Bewerber sind Absagen schwerwiegend. Sind bei Absagen nicht viel mehr Unternehmen die Leidtragenden und Verlustreichen? Wäre es nicht erstrebenswert, GUTE Bewerber mit der ERSTEN Bewerbung in einem regionalen Untrernehmens-Netzwerk zu halten? Wäre es nicht besser, gute Bewerber gleich für alle Unternehmen in einer Branche, in einer Stadt und Region zu halten? Gerade dann, wenn ein einzelnes Unternehmen keine Kapazitäten hat und absagt! Gerade dann, wenn ein Bewerber sich bereits für eine Region und Branche entschieden und dort beworben hatte!!
“Bewerber auf Empfehlung” ist unsere Lösung. Das ist eine webbasierte, datenschutzrechlich korrekte Software zur regionalen Zusammenarbeit durch Empfehlung GUTER Bewerber. Es geht sowohl um Azubis und Praktikanten als auch um Fach- und Führungskräfte. Bisher läuft “Bewerber auf Empfehlung” in fünf Verbänden und Regionen:
* DEHOGA Berlin
* Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg
* NORDPOOL der NORD/LB in Niedersachsen
* Kampagne Duales Studium Hessen von HESSENMETALL
* media.net berlinbrandenburg Medienbranche in Berlin und Brandenburg
Wir sind gespannt auf weitere Städte, Kreise und Verbände, die auf den Zusammenhalt setzen. Und wer Statistiken zum Verlust durch Absagen kennt, her damit. Wir freuen uns auch über Kooperationen in Forschung und Praxis.
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Niedersachsen fördert „Modellprojekte betriebliche Ausbildung“ zur nachhaltigen Fachkräftesicherung. Projektvorschläge bis Ende Mai 2011

22
Apr 2011

“Ausbildung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der viele beitragen müssen.”, meinen David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachsen und Jörg Bode, Niedersächsicher Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Dazu setzen die Landesregierung, Kammern, Verbände und Arbeitsagenturen in Niedersachsen konkret auf den Niedersächsischen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs, um Jugendlichen in Niedersachsen Chancen für den Start ins Berufsleben zu bieten und Unternehmen bei ihren Ausbildungsanstrengungen zu unterstützen. Gemeinsam streben sie an, dass Niedersachsen auch künftig genügend Fachkräfte hat.

Mit dem Programm „Modellprojekte betriebliche Ausbildung“ fördert das Land Niedersachsen Projekte zur Verbesserung der Lage auf dem niedersächsischen Ausbildungsstellenmarkt, zur nachhaltigen Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen durch die betriebliche Ausbildung oder zur Steigerung der Qualität und Attraktivität der Berufsausbildung. Antragsberechtigt sind Kammern, Verbände, Kommunen oder kommunale Einrichtungen, gemeinnützige Vereine, Gewerkschaften sowie Weiterbildungsträger. Alle Zuwendungsempfänger müssen Erfahrungen im Bereich der betrieblichen Ausbildung haben.

“Ich freue mich auf die guten Ideen der regionalen Ausbildungsmarktakteure, die mit ihrem Engagement dazu beitragen werden, den Fachkräftenachwuchs in Niedersachsen zu sichern und jungen Menschen Chancen geben, auf eigenen Beinen zu stehen.”, sagte Minister Bode anlässlich des Programmstarts.Die regionalen Akteure können ihre Projektvorschläge bis zum 31. Mai 2011 bei der NBank einreichen. Rund 2 Millionen Euro stehen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Mindestens zwei von zwölf Schwerpunktsetzungen müssen von den Antragstellern abgedeckt werden.

Die NORD/LB geht in Niedersachsen bereits seit Herbst 2010 neue Wege in der Gewinnung passender Auszubildender und Dualer Studenten. Im NORDPOOL werden Empfehlungen ausgesprochen von den Menschen, die den Schülern am nähesten sind: Schülervertreter, Vertrauenslehrer, Sporttrainer und Jugendleiter. Gerade ist die Suche der NORD/LB für den Ausbildungsstart 2012 gestartet.

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„Duales Studium Hessen wird zur Säule der Fachkräftesicherung“. Personect ist dabei

22
Apr 2011

“Über 1.000 kleine und mittelständische Unternehmen in Hessen kooperieren inzwischen mit Hochschulen und Berufsakademien, um junge Menschen gemeinsam praxisnah auszubilden und zu qualifizieren. Deshalb lässt sich zur recht sagen, dass die von 2008 bis 2010 durchgeführte Kampagne „Duales Studium Hessen“ ein voller Erfolg war und deshalb fortgesetzt wird“, erklärte der Hessische Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch und fuhr fort: „Ziel ist es, den Kooperationsprozess zwischen Unternehmen, Bildungsanbietern und Abiturienten noch gezielter aktiv zu unterstützen. So kann das duale Studium zu einer wichtigen Säule der hessischen Fachkräftesicherung werden“.

Die Zahl der dual Studierenden hat sich seit 2008 um knapp 62 Prozent auf rund 3.400 erhöht. Auf dieser Basis wird die Kampagne „Duales Studium Hessen“ zusammen mit der Wirtschaft fortgesetzt. Auch Personect von YOUNECT ist ein Teil der Maßnahmen zur Stärkung der Dualen Studien in Hessen. HESSENMETALL betreibt für die Kampagne Duales Studium ein eigenes Empfehlungsportal Personect. Am 01. März ist die Zusammenarbeit gestartet.

Aktuelle Projekte haben Modellcharakter und sollen auf andere Regionen bzw. Branchen ausgeweitet werden. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Euro ESF- und Landesmittel aufgewendet. „Dieses Geld ist in meinen Augen gut angelegt und investiert in die Zukunft – die qualifizierte Ausbildung junger Menschen. Gut qualifiziertes Personal wird zukünftig gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine zentrale Rolle spielen. Innovative Ausbildungsmodelle wie das Duale Studium Hessen sichern die Nachwuchsgewinnung für die mittelständische Wirtschaft. Der enge Praxisbezug bindet die jungen Leute frühzeitig an die kleinen und mittleren Unternehmen. Das bietet Vorteile gegenüber Großunternehmen im Rennen um gute Absolventen und gilt deshalb als eine zeitgemäße und gute Möglichkeit der Personalentwicklung für den Mittelstand“, so Staatssekretät Steffen Saebisch.

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Eric Schmidt und Peter Kreuz in Berlin. “Never bored, never alone & never lost”. “Wer Zäune baut, bekommt Schafe.” Geld kein Motivator für “alles, außer gewöhnlich”

18
Feb 2011

Jeder von uns kennt “To dos”  und “To do-Listen” – mehr als uns lieb ist. Wo aber lernt man in der Schule, im Elternhaus, in der Ausbildung, im Studium, vom Arbeitgeber, von Kollegen und Freunden, dass eine “To don`t-Liste” mindestens so wichtig ist wie die “To do-Listen”? Gehört habe ich das vorgestern zum ersten Mal. Ich saß in der 7. Etage im Kulturkaufhaus Dussmann in der dritten Reihe, und hing an den Lippen des Bestseller-Autors Peter Kreuz. Am Ende seines eindrücklichen Vortrags riet er uns: “Machen Sie nicht nur eine tägliche ‘To Do Liste’, sondern auch eine ‘To Don’t-Liste’. Denn was wir entscheiden nicht zu tun, ist mindestens so wichtig wie das, was wir entscheiden zu tun.” Nachzulesen ist das in einem ausführlichen Bericht von Arne Gottschalck im manager magazin Online. Peter Kreuz stellte am Mittwoch Abend bei Dussmann die Vermutung an, vom Kulturkaufhaus eingeladen worden zu sein, weil er auch über Peter Dussmann geschrieben hatte. Im Bestseller “Alles, außer gewöhnlich” von 2007 schreibt Kreuz auf Seite 121: “Dussmann wurde als ‘König der Putzfrauen‘ verspottet.” Im Heft der 99 Zitate von Anja Förster & Peter Kreuz wird Peter Dussmann zitiert: “Ich bin Unternehmer geworden, weil ich nicht für einen anderen Armleuchter arbeiten wollte. Freiheit ist für mich das entscheidende Wort.”

Direkt vor dem Vortrag von Peter Kreuz stellte Googles CEO Eric Schmidt um die Ecke vom Kulturkaufhaus Dussmann im Audimax der Humboldt Universität zu Berlin zwei Innovationen vor: Ein Millionen-Investment in Berlin in Form eines neuen Forschungs- und ZukunftsinstitutsDer Berliner Tagesspiegel schreibt dazu: “Das interdisziplinäre Institut für Internet und Gesellschaft soll in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Themen sind: Innovationen, politische Rahmenbedingungen und rechtliche Aspekte. Google wolle eine akademische Debatte anstoßen, begleitend zur öffentlichen Diskussion, sagte Schmidt.” Google werde außerdem 1.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. In den USA wäre er dafür vermutlich gefeiert worden, in Berlin blieb es gespannt oder gelassen ruhig. Mehr Resonanz löste sein entspannter Umgang mit den Mikrofon-Pannen aus. Das erste wireless Headset-Mikro ging nicht, das zweite wireless Hand-Mikro ging auch nicht, bis er ein drittes verkabeltes Mikro bekam. Er blieb entspannt und machte einen Witz über “difference between lan vs. wireless”.

Über die zweite, weltweit angelegte Innovation berichtet der Tagesspiegel am Mittwoch Abend: “… Start einer neuen Bezahllösung für digitale Medieninhalte bekannt. Mit ‘One Pass’ können Verlage Abonnements oder einzelne Artikel über ihre Webseiten verkaufen. Erste Partner in Deutschland sind die Axel Springer AG, der Burda-Verlag (Focus Online) sowie Gruner + Jahr (stern.de).” Eric Schmidt versprach in Bezug auf mobile Internet – frei zitiert: “You`ll never be bored, you`ll never be alone and you`ll never be lost.” Ähnliches sagte er auch schon im September 2010 bei der TechCrunch Disrupt conference: “It’s a future where you don’t forget anything…In this new future you’re never lost…We will know your position down to the foot and down to the inch over time…Your car will drive itself, it’s a bug that cars were invented before computers…you’re never lonely…you’re never bored…you’re never out of ideas.”, Bianca Bosker in The Huffington Post. Dabei legte Schmidt am Mittwoch in Berlin großen Wert darauf, dass Computer uns Menschen “free you up to be more human.” Damit meint er – frei zitiert, dass “computers will be better in what computers can do and humans will be better in what humans can do. And that will be very different!” Was Menschen besser können sind für Schmidt u.a. Intuition, Kreativität, Leadership, having fun.

Bei der Kreativität setzt auch Peter Kreuz in seinem Vortrag an: Menschen und Unternehmen müssen sich entscheiden, entweder sind sie “alles, außer gewöhnlich oder billiger”. Für “billiger” brauch man Mitarbeiter mit Fleiß und Gehorsam, für “alles, außer gewöhnlich” braucht man Mitarbeiter, die ihre Initiative, Kreativität und Leidenschaft nicht nur in der Freizeit einsetzen, sondern auch im Beruf. Das Manager Magazin berichtet dazu aus einem Vortrag von Anja Förster und Peter Kreuz: “Disziplin, Fleiß und Sorgfalt seien heute immer noch notwendige Bedingungen, aber sie reichen nicht mehr aus. ‘Wir brauchen heute auch Menschen, die die Initiative ergreifen, die kreativ Probleme lösen und die nicht nur ihre Hände und ihr Hirn mit zur Arbeit bringen, sondern auch ihr Herz. Menschen, die eben das Funkeln in den Augen haben.’” Viele Untersuchungen weltweit hätten gezeigt, so Peter Kreuz in Berlin, dass Geld nicht der Motivator für “alles, außer gewöhnlich” ist. Mitarbeiter brauchen so viel Geld, dass das Thema Geld für sie vom Tisch ist. Darüber hinaus motivieren drei Elemente:

  1. Selbstbestimmung. Das heißt Freiraum am Arbeitsplatz. Raum für eigene Ideen.
  2. Können. Das heißt Herausforderungen, um täglich besser zu werden und zu wachsen wie ein Tennis-Profi, der täglich trainiert und täglich Feedback bekommt.
  3. Sinn. Das heißt das tun zu können, was einem persönlich wichtig und ein Anliegen ist.

Super Zitat: “Wer Zäune um Menschen baut, bekommt Schafe.”, so Peter Kreuz. In der täglichen Umsetzung sei immer das WAS vom WIE zu trennen. Es geht beispielsweise nicht darum, Kontrolle (WAS) komplett wegzulassen (WIE), damit alle ihre Freiräume bekommen. Beispiel Reisekosten. Braucht es zur Kontrolle der Kosten (WAS) ein aufwändiges, bürokratisches Verfahren (WIE)? Nein. Ein Marktführer in Brasilien erstattet jedem Mitarbeiter die Reisekosten in jeder Höhe ohne komplizierte Anträge und Berichte. Die Reisekosten werden im Intranet für alle Mitarbeiter dokumentiert. Dadurch gibt es eine Selbstkontrolle. Und bringt ein Kollege einen 1-Millionen-Deal mit nach Hause, gönnen ihm alle auch den Champagner zur Feier.

“Wissen führt nie zur Veränderung.” Eine weitere Erkenntnis aus dem spannenden Abend bei Dussmann. Wir denken, dass wir über eine saubere Analyse zum Handeln und zur Veränderung kommen. Peter Kreuz zeigt einem anderen Weg auf: “1. Sehen, 2. Fühlen, 3. Veränderung.” Und dann experimentieren. Veränderung = neu. Neu = unbekannt. Unbekannt = im Experiment kennen lernen. Im September und Oktober 2010 hatte ich in mehreren Blogbeiträgen den neuen Bestseller “Nur Tote bleiben liegen” vorgestellt: “Zusammenfassend ist für Förster & Kreuz klar, dass Dynamiker auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Versuch, Irrtum und Lernen vertrauen, während Statiker einem Weltbild anhängen, in dem Veränderung im Kern eine Bedrohung darstellt.” Zur Veränderung nach dem Sehen und Fühlen gehören Vertrauen in Versuche, Irrtum und Lernen. Zum Lernen gehören üben, üben und üben genauso wie das Risiko, denn der Ausgang bleibt bei Veränderungen immer offen und Scheitern gehört dazu.

Vor 8 Tagen schrieb Peer Schader in der Berliner Zeitung einen Artikel mit dem Titel: “Viele Sendungen im deutschen Fernsehen stammen aus dem Ausland, weil dort öfter mit neuen Ideen experimentiert wird.” Er schreibt darin: “Rob Clark, President of Global Entertainment beim Produktionsriesen Fremantle Media, sagt: ‘Es gibt drei Voraussetzungen: ein Umfeld für kreative Entwicklungen, in dem es auch mal erlaubt ist zu scheitern, risikobereite Sender und eine liberale Auslegung der Rechteverwertung.’ Diese Voraussetzungen sind in Großbritannien vorbildhaft erfüllt.” Das sagt alles, das Umfeld erlaubt Risiko und gewinnt kreative Entwicklungen, die dann weltweit vermarktet werden. Dies sieht man im TV nur im Abspann, denn “Am Ende erscheint dort der Hinweis: ‘Basierend auf einem Format von 19 Entertainment und Fremantle Media’. Denn ‘Superstars’ werden nicht nur in Deutschland gesucht, sondern überall auf der Welt: in Australien und Kanada genauso wie auf den Philippinen, in Frankreich, Malaysia und den USA.”, so Peer Schader.

Wer mehr Inspiration sucht, die Berliner Zeitung hat eine ganze Serie zu “Mutmachern” veröffentlich. Und HESSENMETALL bittet darum, dieses Video zum Nachwuchswettbewerb „MEine Zukunft” 2011 für Innovation weiterzugeben. Dies tun wir doppelt gerne, denn auch mit uns geht HESSENMETALL neue Wege. Im März startet HESSENMETALL mit YOUNECT für Duale Studiengänge in Hessen ein neues PERSONECT-Portal. Wir freuen uns auf den Start in etwa 10 Tagen und werden darüber berichten.

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