Heißer Herbst in Aussicht: Absoluter Tiefpunkt! Schrumpfung! Zeitbombe! Irre Schlacht!

18
Aug 2010

Zurück aus der Sommerpause, werden die Debatten und Vorschläge kontroverser, die Zahlen zweideutiger, die Headlines reißerischer. Heutige Titel in der  BILD: “Die irre Schlacht um Azubis. Unternehmen ködern Lehrlinge mit Geschenken und Prämien. Sachgeschenken wie Notebooks zum abgeschlossenen Vertrag. Einige zahlen Prämien für gute Leistungen.” und in der FAZ: “Lehrlingsmangel im Osten. Nicht nur ostdeutsche Handwerksbetriebe müssen sich einiges einfallen lassen, um überhaupt noch Lehrlinge zu finden.”

Das ist alles nicht mal neu, der Tagesspiegel titelte schon im August 2008: “Lehrstellen bleiben Leerstellen” und fand den Titel – zu recht – so originell, dass die Headline im Februar 2010 wieder aufgewärmt wurde: “Viele Lehrstellen bleiben Leerstellen.” Eine neue dramatischere Headline folgte: “Zeitbombe demografischer Wandel” und „Wir stehen vor einer gigantischen Herausforderung“ Der Tagesspiegel 31.03.2010. „Absoluter Tiefpunkt bei den Schülerzahlen“ Bild 16.03.2010. „Die demografische Entwicklung reißt eine Nachwuchslücke auf.“ Handelsblatt 16.03.2010. “Es gibt Zahlen, die können Angst machen. Es kommt etwas auf uns zu, was es so noch nie gegeben hat.” Dr. Ulrich, Statistiker beim BIBB am 27.01.2o10.

Die BILD zitiert heute den DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks so: „Allein 2010 wird es 50 000 Ausbildungsplätze geben, die die Unternehmen nicht besetzen können, weil qualifizierte Bewerber fehlen.” Die Zahl ist gar nicht mal neu, denn schon im April stellte der DIHK nach einer Umfrage unter 15.000 Unternehmen fest, dass schon 2009 Lehrstellen unbesetzt geblieben sind… auch 50.000. Zusammen macht das 100.000 unbesetzte Lehrstellen laut DIHK in 2009 und voraussichtlich 2010. …weiterlesen »

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@Schüler: “Feuer und Flamme?” @Arbeitgeber: “als Marke ‘Berufsausbildung’ positionieren.”

21
Mai 2010

die heutigen Tipps kommen von Sabine Bleumortier. Sie ist Autorin des Buchs “Ausbildungsbeauftragte gewinnen, qualifizieren und motivieren” und schreibt einen Newsletter für Ausbilder sowie aktuelle Informationen zur Ausbildung bei Twitter. Ihr Motto lautet “ERFOLGREICH AUSBILDEN”. Sie bietet Training und Beratung für die Berufsausbildung und ist *Geprüfte Trainerin und Beraterin BaTB/BDVT* sowie Gewinnerin 2. Preis MediaAward 2009 (Kategorie Kommunikationskonzept).

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Wofür seid Ihr Feuer und Flamme? Wo liegen Eure Interessen? In welchem Bereich könnt Ihr Euch vorstellen, 35, 40 oder mehr Stunden pro Woche zu arbeiten? Das sind für mich die entscheidenden Fragen. Und nicht, in welchen Bereichen gerade viele Stellen frei sind oder dort wo der Arbeitsplatz vermeintlich besonders sicher ist. Nutzt dabei alle Möglichkeiten des Hineinschnupperns in mögliche Berufsfelder – vom Schnuppertag bis zu Praktika. Wenn Ihr selbst überzeugt von Eurer Berufswahl seid, dann wird man dies sicher auch im Vorstellungsgespräch merken.”

1 Tipp an Personaler, Arbeitgeber und Verbände:

“Die ersten Auswirkungen der demografischen Entwicklung sind schon zu spüren. Viele Ausbildungsbetriebe können nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzen. Nun gilt es, die Ausbildung in Ihrem Unternehmen als Marke “Berufsausbildung” auf dem Ausbildungsmarkt zu positionieren. Warum sollten sich die Schüler bei Ihnen bewerben? Was bieten Sie, was andere Betriebe nicht bieten? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal in der Ausbildung? Stellen Sie dies in der Kommunikation mit den Schülern klar heraus. Dabei kommen Ihnen auch die neuen Medien sehr entgegen. Über Social Media kann einfach und kostengünstig Kontakt zu den Jugendlichen aufgenommen werden. Wichtig ist dabei die der authentische Dialog zwischen Auszubildenden bzw. Ausbildern und den potentiellen Bewerbern (keine Pressemitteilungen!). Zeigen Sie den Schülern durch Videos, Musik, Blogs etc, was diese in einer Ausbildung bei Ihnen erwartet.”

Vielen Dank Frau Bleumortier, auf dass viele Unternehmen ERFOLGREICH AUSBILDEN!

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Neue Serie: Experten geben je 1 Tipp für Schüler und 1 Tipp für Personalverantwortliche und Arbeitgeber

16
Mai 2010

YOUNECT fragt Experten aller Berufe und Lebenswege. Es geht immer um je 1 Tipp für Schüler und 1 Tipp für Personalverantwortliche und Arbeitgeber:

1. Wenn Sie 1 Tipp zur Berufswahl an Schüler hätten, welchen?

2. Wenn Sie 1 Tipp zur Gewinnung von Schülern/ Azubis/ Dualen Studierenden an Personaler, Arbeitgeber und Verbände hätten, welchen?

Den Anfang macht heute Susanne Hassepaß, Image- und Werbefilmproduzentin, Musikerin, Entrepreneurin aus Berlin:

Ihr Tipp für Schüler:

“Mein Tipp zur Berufswahl: Überlegt, was euch wirklich interessiert oder euch Spaß macht und überlegt erst danach, wie ihr damit Geld verdienen könnt. Niemals andersrum! Es gibt niemanden, der erfolgreich und glücklich mit etwas geworden ist, das ihm keinen Spaß macht. Denn wenn ihr interessiert an einer Sache arbeitet, werdet ihr automatisch auch die Besten auf dem Gebiet und das wiederum führt dazu, dass euch jeder haben will.”

Ihr Tipp für Arbeitgeber:

“Um motivierte junge Leute zu finden, ist es das Wichtigste, Ihnen die Möglichkeit zu geben, viel zu lernen. Denn das ist es, was sie wollen: Einbezogen werden, Verantwortung bekommen und in kurzer Zeit sehr viel lernen. Für diese Chance lässt ein Schüler/ Azubi/ Student alles stehen und liegen.

Deshalb ist es am besten, auch im Vorstellungsgespräch schon herauszufinden, was der Bewerber lernen und später können möchte, da es ein Geben und Nehmen von beiden Seiten ist.

Fakt ist: Jeder Bewerber würde eine Stelle, bei der er mehr lernt und Verantwortung hat, einer anderen Stelle vorziehen, bei der er besser verdient.”

Susanne Hassepaß

Image- und Werbefilmproduzentin, Musikerin, Entrepreneurin – siehe: Image- und Werbefilmproduktion Feinfilm, Der günstigste Avid- Schnittplatz Berlins

VIELEN DANK!!

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wie erreicht man schüler mit social media und employer branding?

19
Apr 2010

Gero Hesse schreibt in seinem Blog” saatkorn” über social media und employer branding.

Zu diesem Thema hat er mich interviewt. In dem Interview gehe ich u.a. auf die Fragen ein “Wie erreicht man junge Zielgruppen online?” und “Was raten Sie Unternehmen, die sich bereits jetzt für den drohenden Kollaps aufgrund der demografischen Entwicklung gut aufstellen möchten im Hinblick auf die Kommunikation mit sehr jungen Zielgruppen im Kontext Employer Branding und Social Media?”

„eine ernte ist nur so gut wie das saatkorn“, das ist die erklärung zum Namen des Saatkorn-Blogs, die auch sehr gut zu YOUNECT passt. Hier das ganze Interview. Ich freue mich über Feedback, Fragen und kontroverse Diskussionen.

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