07.10.2008 business-on.de Berlin “YOUNECT GmbH für den Web 2.0 Startup Award nominiert”

22
Sep 2011

Artikel von business-on.de Berlin: Berlin. Die YOUNECT GmbH, junges Dienstleistungsunternehmen für Personal- Recruiting, wurde für den Web 2.0 Startup Award nominiert. Mit dem Preis kürt die IIR Deutschland GmbH herausragende Businesskonzepte, die auf der Web 2.0-Idee basieren. Am 13. Oktober präsentieren YOUNECT und neun weitere Finalisten ihre Geschäftsideen in einem Elevator Pitch vor den Teilnehmern des Web 2.0-Kongresses in Hamburg. Nach der sechsminütigen Kurzpräsentation der Nominierten bestimmen die Kongressbesucher per Ted-Abstimmung den Sieger.

Die Web 2.0-Plattform www.younect.de führt Arbeitgeber und Berufseinsteiger mithilfe des innovativen e-Matching-Verfahrens passend zusammen. Die Geschäftsidee von YOUNECT basiert auf dem Wandel des deutschen Arbeitsmarktes. In diesem Ausbildungsjahr gibt es zum ersten Mal mehr Lehrstellen als Bewerber. Bis 2020 wird die Zahl der Schulabgänger um weitere 170.000 zurückgehen. Damit werden Nachwuchskräfte ein noch kostbareres Gut als bisher und der Markt um die besten Auszubildenden so umkämpft wie seit Jahren nicht mehr. Weiter

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Bündeln Sie Fachkräfte schon oder verschwenden Sie noch? Talentpool gegen ineffiziente Bewerbungs-Logistik

5
Sep 2011

Mit meiner Frage “Könnten Absagen eine GROSSE Verschwendung sein aus Sicht einer ganzen Branche und Region?” überrasche ich meine Gesprächspartner immer wieder. Warum verschwenden Unternehmen, Regionen und Branchen die GUTEN 2.-, 3.- und 4.-platzierten Bewerber? Überlicherweise bekommen sie Absagen. Damit nehmen Unternehmen in Kauf, dass sie in andere Branchen und Regionen gehen. Gerade Städte und Metropolregionen sind und bleiben Magnete. Wenn also ein Bewerber sich bereits in Ihrer Region und Branche beworben hat und gut ist, lassen Sie ihn nicht gehen. Sorgen Sie im regionalen Unternehmensnetzwerk dafür, dass dieser Bewerber ganz sicher in Ihrer Region und Branche bleibt. Von einer starken Region profitiert auch Ihr Unternehmen.

Abwanderung und Bevölkerungsrückgang kann die ganze Region schwächen. Weniger Fachkräfte führen in manchen Regionen schon dazu, dass Aufträge nicht angenommen werden können. Das führt zu weniger Einnahmen. Weniger Umsätze der Unternehmen reduzieren auch die Steuern in der Region, der Haushalt stagniert oder schrumpft. Weniger Geld kann zukünftig in Bildung, Infrastruktur und Cluster investiert werden. Und damit kann die Region in einen Teufelskreislauf geraten. Schließlich steht jede Region im Wettbewerb mit anderen Regionen. Viele Menschen gehen nach Frankfurt/Main, weil sie sich sicher sind, in der Rhein-Main-Metropolregion einen Job zu finden. Dabei gibt es in der Region, aus der sie kommen, oft Mittelständler, die Top-Jobs anbieten, aber der Bewerber wußte das nicht. Woher auch… An der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften hängt also für Unternehmen, Regionen und Bürger mehr als einfach nur der eine individuelle Arbeitsplatz.

Liebe Bürger, Städte und Regionen: Bündeln Sie Fachkräfte schon oder verschwenden Sie noch?

Jahrzehntelang wurde in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine ineffiziente Bewerbungs-Logistik in Kauf genommen. Unternehmen bekamen teilweise säckeweise Bewerbungen. Manche Unternehmen schauten nur jede vierte Bewerbung überhaupt an und warfen den Rest weg. Bewerber verschickten 20, 30 oder 50 Bewerbungen. Manchmal kam der Traumjob auch erst mit der 150. Bewerbung. Das war teuer. Alles 150 mal: die Bewerbungsunterlagen, eine Mappe, ein Foto und das Porto… Und bei den Unternehmen kosten Bewerbungen auch viel Geld. Vom Posteingang, Sichtung, Sortierung bis zu den Vorstellungsgesprächen und ACs. Die Zeit und das Geld, das von Bewerbern und Unternehmen in die Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche investiert wurde, wird durch Absagen an ALLE, die nicht auf dem ersten Platz landen, in hohem Maße verschwendet. Es wäre so einfach, die 2.-, 3.-, 4.-Platzierten in Ihrer Region zu bündeln und der Region zu sichern. Gerne unterstützt YOUNECT Sie dabei.

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Personalauswahl ist alles! Zukunft wird auf den Personalmärkten entschieden. Generation Gold in der Talentförderung.

31
Okt 2010

“In einer Kultur, in der Fehlervermeidung über die Chancenverwertung herrscht, gibt es keine Innovation.” (S.47) schreibt Reinhard K. Sprenger und zitiert in “Gut aufgestellt” den Aufsichtsratsvorsitzenden Giuseppe Vita: “Der größte Fehler ist die Angst vor einem Fehler.” Ganz ähnlich denken Jim Landau: “If you want to be a leader in innovation, you have to be prepared to have things go wrong.” und Förster & Kreuz: “Dynamiker vertrauen auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Versuch, Irrtum und Lernen.” und zitieren Philip Knight: “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.” Reinhard Sprenger, Giuseppe Vita, Philip Knight, Jim Landau und Anja Förster & Peter Kreuz sind sich also darin einig: Ohne Fehler nichts Neues. Klingt banal, aber wer ist dazu wirklich bereit? Bereit mit aller Konsequenz und Freude an Fehlern?

Schüler auf der Suche nach Lehrstellen scheinbar nicht.Wenn es um den Einstieg ins Berufsleben geht, steht bei Jugendlichen das Thema Sicherheit an erster Stelle. Deutsche Lehrstellensuchende bewerben sich mehrheitlich in traditionellen Berufsfeldern und orientieren sich weniger an aktuellen Trends oder einem coolen Image.stellte eine Umfrage unter 2.500Nutzern des Lehrstellenmarkts von meinestadt.de fest. Mehrere Vertreter von IHKs und Unternehmen erzählten mir kürzlich, dass Unternehmen mit Markennamen in diesem Jahr noch mehr Bewerbungen bekommen haben trotz sinkender Gesamtzahlen. Eine Marke strahlt Sicherheit aus. Gleichzeitig haben über 141.000 Azubis ihre Lehre 2009 abgebrochen, mehr denn je zuvor: 22,6 Prozent laut Staatssekretär Helge Braun (CDU). Beides eröffnet Fragen an die Erwartungshaltungen von Schülern und Unternehmen wie auch an den Wert von Fehlern und Unsicherheit in der Schulbildung und im Unternehmensalltag. Sprenger schreibt in “Gut aufgestellt”: “Dass wir alles tun müssen, um möglichst fehlerfrei zu arbeiten, ist eine Platitude. Wenn man es aber übertreibt, dann wird es kontraproduktiv. Ein schlechter Manager macht immer dieselben Fehler, ein guter immer neue.” (S.46) Wie lernt man, immer neue Fehler zu machen?

Ein Mitarbeiter setzt sein erstes Projekt und 1 Mio. $ in den Sand. Sein Vorgesetzter ist nicht sauer, sondern sagt: “Ich habe gerade eine Million Dollar in Ihre Ausbildung gesteckt.”, und der Mitarbeiter arbeitet bewusst in diesem Unternehmen weiter. Sprenger schreibt: “Personalauswahl ist die wichtigste Managemententscheidung überhaupt; keine Entscheidung hat so langfristig einen so hohen Wirkungsgrad.” (S.136) Sein Fazit lautet: “Der Wettbewerb der Zukunft wird auf den Personalmärkten entschieden.” (S.143) Sprenger nimmt Fußballmannschaften unter die Lupe und sucht Übertragungen für Unternehmen: “Erfolgreiche Spieler waren immer unter bestimmten Umständen erfolgreich… Wichtiger ist … ein anderes Kriterium geworden – die Passung. Heute fragt man: Passt ein Spieler in die Mannschaft, insbesondere zu seinen engsten Mitspielern? Passt er auch zur Führungskraft?” Diese Frage der Passung stellt sich bereits am Anfang der Karriere in der Berufsausbildung. Schulabgänger wie auch Unternehmen investieren 3 Jahre Zeit und Energie in die Berufsausbildung. Wie viel Zeit wird vorher in die Feststellung der Passung zum Beruf und zum Team gesteckt?

Die WAZ veröffentlichte im August eine spannende Spurensuche zur neuen “Generation Gold beim DFB. Namen wie Sami Khedira, Thomas Müller oder Mesut Özil stehen seit der WM in Südafrika für deutschen Fußball, der wieder Spaß macht. Doch woher kommen eigentlich die Talente des DFB-Teams?” Die Spuren gehen 10 Jahre zurück: “Horst Hrubesch weinte. In jener Nacht, als der deutsche Fußball am Boden lag… und bei der Europameisterschaft 2000 bereits in der Vorrunde ausschied.” Die Talentförderung in Deutschland wurde daraufhin komplett umgekrempelt. Heute gibt es 366 Stützpunkten, in denen fast 1000 hauptamtliche Trainer über 14.000 junge Talente betreuen. Außerdem wurde den Profi-Vereinen die Auflage erteilt, ihre Jugendarbeit in einem Leistungszentrum zu führen. Andernfalls gibt es keine Lizenz. In die Zentren ist bislang fast eine halbe Milliarde Euro geflossen, im vergangenen Jahr allein 83 Millionen. “Die DFB-Junioren-Teams schafften, was noch keiner Nation gelang: Im vergangenen Jahr wurden sie Europameister in allen Altersklassen, von der U17 über die U19 bis zur U21. Trainer der älteren beiden Jahrgänge war übrigens Horst Hrubesch.”, schreiben Janis Brinkmann und Christoph Winkel in der WAZ.

Christiane Schönefeld, Chefin der nordrhein-westfälischen Arbeitsagentur, weist darauf hin, dass die Firmen weiter verstärkt ausbilden müssten, um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 15 Prozent der Menschen, die heute zwischen 20 und 29 Jahren sind, verfügen über gar keinen Berufsabschluß. Hier stellt sich die Frage, ob hier nicht endlich – wie 2000 im Fußball – wirksame Maßnahmen gestartet werden müßten. Michael Bürsch sagte am Donnerstag, dass der “Kampf um jedes Talent beginnen muss”, da es schon bald zu wenig Auszubildende gibt. Sprenger: “Wer Zusammenarbeit will, der muss Strukturen verändern. Der muss Systeme auf den gemeinsamen Erfolg umstellen.” (S.177) Im Ausbildungsmarkt – der Talentschmiede Deutschlands – kocht weiterhin jeder sein Süppchen. Wer bietet Überblick und Relevanz? Es muss doch eine bessere Systematik und wirkungsvollere Strukturen geben als dass jede Stadt, jede IHK, jede HWK, jeder Verband eine eigene Initiative mit Website macht. Wer kennt wirkungsvolle neue Strukturen, die Generation Gold für jährlich 600.000 Neueinsteiger im Ausbildungsmarkt ermöglicht?

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Heißer Herbst in Aussicht: Absoluter Tiefpunkt! Schrumpfung! Zeitbombe! Irre Schlacht!

18
Aug 2010

Zurück aus der Sommerpause, werden die Debatten und Vorschläge kontroverser, die Zahlen zweideutiger, die Headlines reißerischer. Heutige Titel in der  BILD: “Die irre Schlacht um Azubis. Unternehmen ködern Lehrlinge mit Geschenken und Prämien. Sachgeschenken wie Notebooks zum abgeschlossenen Vertrag. Einige zahlen Prämien für gute Leistungen.” und in der FAZ: “Lehrlingsmangel im Osten. Nicht nur ostdeutsche Handwerksbetriebe müssen sich einiges einfallen lassen, um überhaupt noch Lehrlinge zu finden.”

Das ist alles nicht mal neu, der Tagesspiegel titelte schon im August 2008: “Lehrstellen bleiben Leerstellen” und fand den Titel – zu recht – so originell, dass die Headline im Februar 2010 wieder aufgewärmt wurde: “Viele Lehrstellen bleiben Leerstellen.” Eine neue dramatischere Headline folgte: “Zeitbombe demografischer Wandel” und „Wir stehen vor einer gigantischen Herausforderung“ Der Tagesspiegel 31.03.2010. „Absoluter Tiefpunkt bei den Schülerzahlen“ Bild 16.03.2010. „Die demografische Entwicklung reißt eine Nachwuchslücke auf.“ Handelsblatt 16.03.2010. “Es gibt Zahlen, die können Angst machen. Es kommt etwas auf uns zu, was es so noch nie gegeben hat.” Dr. Ulrich, Statistiker beim BIBB am 27.01.2o10.

Die BILD zitiert heute den DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks so: „Allein 2010 wird es 50 000 Ausbildungsplätze geben, die die Unternehmen nicht besetzen können, weil qualifizierte Bewerber fehlen.” Die Zahl ist gar nicht mal neu, denn schon im April stellte der DIHK nach einer Umfrage unter 15.000 Unternehmen fest, dass schon 2009 Lehrstellen unbesetzt geblieben sind… auch 50.000. Zusammen macht das 100.000 unbesetzte Lehrstellen laut DIHK in 2009 und voraussichtlich 2010. …weiterlesen »

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