Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter problematisch – das Handwerk reagiert

4
Jan 2010

Die jüngsten Schätzungen aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie verheißen nichts Gutes für die Entwicklungen am Ausbildungsmarkt: Im Artikel “Ausbildungsplätze brechen weg” berichtet N-TV auf seiner Internetseite, dass in diesem Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze um mindestens 10% sinken wird.

Die Industriegewerkschaft IG Metall macht die Wirtschaftskrise und den Nachwuchsmangel für die sinkende Zahl der Ausbildungsplätze verantwortlich. Bundesregierung, Arbeitgeber und Bundesagentur für Arbeit hätten es versäumt gegenzusteuern. Bereits im Ausbildungsjahr 2009 war die Zahl der Ausbildungsverträge drastisch gesunken.

Die Industriegewerkschaft fordert nun, dass die Ausbildungen anders finanziert werden, beispielsweise über Branchenfonds, um die Abhängigkeit von der Wirtschaftslage abzufedern.

Doch auch wenn die wirtschaftliche Krisenstimmung schon bald zurück gehen wird, sind die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt nicht gerade rosig. Viele Unternehmen beklagen sich nicht nur über den Rückgang an Bewerbern, sondern auch über mangelnde Qualifikation der Jugendlichen. Viele können auf Grund mangelnder Kompetenzen den Anforderungen eines Ausbildungsplatzes nicht gerecht werden. Nach Angaben der Handwerkskammer blieben auch im Jahr 2009 rund 10.000 Ausbildungsstellen im deutschen Handwerk unbesetzt.

Arbeitgeber müssten sich immer stärker um Nachwuchskräfte bemühen, heißt es in einem entsprechenden Artikel der FR-online. Angesichts rapide sinkender Bewerberzahlen sollte die Wirtschaft “eigentlich komplett umdenken und sich jetzt Nachwuchskräfte sichern”, meint die IG Metall. Das aber habe sie 2009 versäumt. Die Hinweise von Betriebsräten, auf einen drohenden Nachwuchsmangel “wurden nicht beachtet”.

Also positives Beispiel geht jedoch die Handwerkskammer nun voran und finanziert eine millionenschwere Imagekampagne. Die Frankenpost berichtet, dass über einen Zeitraum von 5 Jahren zahlreiche TV-Spots, Radio- und Anzeigenkampagnen sowie umfangreiche Internetpräsenzen helfen sollen, das Handwerk bei den Jugendlichen wieder ins rechte Licht zurücken. Ziel der Kampagne ist nicht nur, das Handwerk als bedeutenden Wirtschaftszweig zu präsentieren, sondern auch den Nachwuchs für die Zukunft zu sichern. So soll auch das oft nicht mehr zeitgemäße Bild vom Handwerk an die Realität des modernen Wirtschaftszweigs angepasst werden.

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Schon in der Schule den Fachkräfte-Nachwuchs suchen

10
Dez 2009

In einem Artikel vom 10. Dezember 2009 berichtete der Südkurier, dass die Zahl der in eine Ausbildung vermittelten Jugendlichen ebenso wie die Zahl der Ausbildungsbetriebe gestiegen seien. Allerdings zeigte der schon seit langem prognostizierte demografische Wandel erste Auswirkungen: Die zurückgehenden Schulabgängerzahlen zeigten sich nun auch in deutlich weniger Bewerbern auf dem Ausbildungsmarkt. Der „Kampf um Auszubildende“ hat also begonnen, so der Südkurier. …weiterlesen »

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Die Bewerberzahlen nehmen weiter ab

14
Okt 2009

Younect bezieht Stellung zur Lehrstellenbilanz 2008/2009 der Bundesagentur für Arbeit.

Berlin, den 13.10.2009.Im vergangenen Arbeitsjahr verzeichnete der deutsche Arbeitsmarkt zum zweiten Mal in Folge mehr offene Lehrstellen als Bewerber. Dies ergab der Bericht der Bundesagentur für Arbeit zur Lehrstellenbilanz im Ausbildungsjahr 2008/2009, der heute veröffentlicht wurde. Trotz Wirtschaftskrise und des dadurch bedingten Rückganges an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Die Zahl der Bewerber hat demografiebedingt weiter abgenommen, insgesamt um 14 %.
Von einer Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt kann aber kaum die Rede sein. „Aus Schülersicht ist die aktuelle Entwicklung …weiterlesen »

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“Ordnung ist das halbe Leben”- Sabine Bätzing, Mitglied der SPD

24
Sep 2009

Nachdem die engagierte Sabine Bätzing wohl gerade von einem ihrer zahlreichen Hausbesuche heimgekehrt ist, hatten wir sie nun im Interview, in dem sie uns einige Fragen zu ihrem politischen Handeln beantwortet hat.
YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wie heißen Sie? Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Welche Position besetzen Sie genau?

Sabine Bätzing: Ich heiße Sabine Bätzing bin 34 Jahre alt, komme aus Altenkirchen. Ich bin Bundestagsabgeordnete und habe eine Ausbildung als Diplom Verwaltungswirtin (FH). Ich bin Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Sabine Bätzing: Ich bin Mitglied der SPD, diese steht für Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität. Daher wollen wir
- Gute Löhne für Gute Arbeit (dafür brauchen wir einen Mindestlohn),
- Gebührenfreie Bildung,
- Gesundheit für alle (Alle sollen in eine gemeinsame Versicherung einbezahlen, auch die mit viel Einkommen),
- Förderung Erneuerbare Energien
- Ausstieg aus der Atomkraft,
- Gerechte Steuern (Wer mehr verdient muss auch mehr zu Steuern herangezogen werden),
- Soziale Marktwirtschaft (z.B.: Nicht alles ist auf dem Finanzmarkt erlaubt.) …weiterlesen »

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