Wissen führt nie zur Veränderung. Von Madonna mehr über Innovation lernen

19
Nov 2011

Anja Förster meint, dass wir von Madonna mehr über Innovation lernen können als von Management-Gurus. “Madonna erfindet sich auf dem Höhepunkt wieder neu.” Allen Innovatoren sagt sie: “Nutze den Wandel, um ihn aktiv in deine Richtung voran zu treiben. Widerstände sind als Erneuerer Teil des Geschäfts. Sie werden immer da sein.” Das passt zu Christian Bischoffs Satz: “Nimm den Stolperstein und küss ihn”. Ich freue mich auf mein Treffen am Montag mit Anja Förster in München auf der 13. Jahrestagung “innovation 2011″, der Leitveranstaltung für Innovationsmanagement. Vor einer Woche hatte ich von der Glücksfee Anja Förster eine Freikarte gewonnen.

Anja Försters Partner Peter Kreuz hatte ich im Februar persönlich in Berlin kennen gelernt. Da sagte er im Kulturkaufhaus Dussmann: “Wissen führt nie zur Veränderung.” Wir denken, dass wir über eine saubere Analyse zum Handeln und zur Veränderung kommen. Peter Kreuz zeigte einen anderen Weg auf: “1. Sehen, 2. Fühlen, 3. Veränderung.” Anja Förster & Peter Kreuz sind begnadete Geschichtenerzähler. Wenn sie reden, klingt Veränderung so einfach: Ohne Fehler nichts Neues. “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren”, zitieren sie Philip Knight. Wer Veränderung als Bedrohung sieht, wird nicht genug Fehler machen. Aber nicht alle Fehler führen automatisch zum Erfolg. Risiko heißt, der Ausgang bleibt offen und Scheitern gehört dazu. Zum Glück, meinte Florian Langenscheidt im Labor für Entrepreneurship “ist man ein lernendes Wesen.” Er ist überzeugt, “Risiko wird belohnt. Von irgendwo kommt immer Rückenwind.”

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Bis die Wand umfällt. Gute Bewerber in Region und Branchenverband abgeben. Den Ort erreichen, an dem vor Dir keiner war!

2
Feb 2011

Da schlug mein Herz höher, als ich am Montag diesen Artikel las: “Regelbruch als Strategie. Solange gegen die Wand laufen, bis die Wand umfällt, sei das wichtigste Erfolgskriterium von innovativen Regelbrechern, meint Strategietrainer Sven Gábor Jánszky im Interview: Viele Regeln, denen wir uns tagtäglich unterwerfen, sind Regeln die wir uns selber auferlegen oder von denen wir annehmen, dass sie in der Gesellschaft als allgemein gültig gelten. Es sind häufig eingefahrene Regeln des Establishments, gegen die Rulebreaker als erstes aufbegehren. Etwas, das fast alle Regelbrecher als wichtigstes Erfolgskriterium benannt haben, ist es, so lange gegen diese Wand zu laufen, bis die Wand umfällt.” Der Vorstandsvorsitzende der MyHammer AG und der MyHammer Holding Markus Berger-de León empfiehlt Gründern: “Viel ausprobieren und keine Angst vor Fehlern haben, diese aber schnell erkennen und daraus lernen”. Auch ein gutes, tragfähiges, skalierbares Business-Modell entsteht immer “sukzessive durch ständiges und beharrliches „Trial & Error“. “Fehler machen, lernen, wachsen und immer wieder üben.”

Eine eingefahrene Regel im Nachwuchs- und Fachkräfte-Recruiting lautet: Mehr mehr mehr Bewerber. Diese Regel, die mir immer wieder begegnet, ist eindeutig überholt, denn es werden nicht mehr Bewerber. Auf Basis der alten Einstellung “mehr mehr mehr Bewerber” hat sich ein Systen der Bewerbung etabliert, das ich Einbahnstraßen-Bewerbungssystem nenne. Jede Bewerbung geht 1:1 vom Bewerber zum Unternehmen. Das führte dazu, dass Bewerber 50, 100 oder auch 150 Bewerbungen schreiben mussten, um 49, 99 oder 149 Absagen zu bekommen. In der neue Zeit mit “weniger weniger weniger Bewerbern” funktioniert das Einbahnstraßen-Bewerbungssystem nicht mehr. Was wäre, wenn stattdessen ein Bewerber mit einer Bewerbung 50 Unternehmen oder 100 Unternehmen erreicht? Dieses neue Bewerbungssystem ergibt eine Verbreitung von 1:50 oder 1:100, das heißt: Mit einer guten Bewerbung erreicht der Bewerber 50 oder 100 Unternehmen, selbst wenn das erste Unternehmen durch fehlende Kapazität oder fehlende Passung eine Absage verschicken muss. So bleiben alle potenziellen Bewerber mit der ersten Bewerbung erhalten. Liegt eine geeignete Bewerbung vor, bleibt der Bewerber den Unternehmen einer Region und Branche erhalten.

Wir setzen mit YOUNECT darauf, dass es zukünftig mehr Unternehmen geben wird, die bereit sind, gute Bewerber im regionalen Verbund und Branchenverband weiter zu geben, weil sie wissen, dass sie langfristig davon profitieren. Andere Unternehmen werden Einzelkämpfer bleiben. Wir setzen auf die, die sich im Verband und in Netzwerken zusammen tun. Das braucht Zeit und Beharrlichkeit. Sven Gábor Jánszky sagt in seinem Interview zu innovativen Regelbrechern: “die Lust am Durchsetzen einer Veränderung gehört zu den hervorstechendsten Eigenschaften des Rulebreakers.” Uns bewegt große Lust, Herzblut und Leidenschaft, Berufswahl und Nachwuchsgewinnung zusammen mit Schülern, Lehrern, Personalverantwortlichen, Branchen-Clustern und Unternehmensverbänden neu aufzustellen und fit für die Zukunft zu gestalten.

In diesem Prozess, der viel mehr Zeit braucht, als wir dachten, und uns jeden Funken Beharrlichkeit und gegen die Wand laufen abverlangt, hilft mir ein sehr schöner, berührender Song von Silbermond zum Fallen, Kämpfen, Schaffen: Das Ende vom Kreis LIVE in Oberhausen, in dem Silbermond auch das Ankommen beschreibt, das Erreichen des Ortes, an dem vor Dir keiner war! Einer dieser Ort, an dem keiner vor mir war, waren Partys in Ost-Berlin vor dem Mauerfall. Ich lief im wahrsten Sinne des Wortes oft gegen die Wand, um meine Freunde auf der anderen Seite der Berliner Mauer zu sehen: “Ich wagte den undenkbaren Gedanken” – ein paar Highlights mit Grenzbeamten und der Stasi 1988 und 1989 geschrieben zum 21. Jubiläum am 09.11.2010.

Ich freue mich schon auf die nächsten Unternehmens-Netzwerke PERSONECT, die in den nächsten Wochen starten werden. Ich bin sehr gespannt, ob am Ende unser Anlaufen für “Bewerber durch MEHR Zusammenhalt” oder die “MEHR Bewerber”-Mauern stärker sind.

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@Schüler: “Mut. Ausprobieren. Erfahrungen sammeln.”

28
Mai 2010

Ein mutiger Tipp von Jenny Miosga, Personal Assistant to Christian Hupertz, Chief Executive Officer Grey Worldwide GmbH.

Mein Tipp: Mut

Der Mensch fühlt sich glücklich, wenn er tut, was er will und was ihm gefällt. Unser Beruf bestimmt unseren Lebensweg. Wenn uns unser tägliches Tun erfüllt, wir im Job Erfolgserlebnisse verzeichnen und der Chef es gut mit uns meint, wachsen wir mit unseren Aufgaben, treten bestärkt an neue Herausforderungen heran und fühlen die Zufriedenheit und Ausgeglichenheit in uns. Jeder kann etwas anderes besonders gut. Es gibt nicht „den“ Traumjob – es gibt mehrere. Gerade heutzutage gibt es ein großes Spektrum an Möglichkeiten, seinen Fuß in die Berufswelt zu setzen. Unternehmen suchen Supertalente: Junge, engagierte Menschen, die ihre Fähigkeiten und ganz persönlichen Stärken einsetzen möchten. Immer mehr Unternehmen investieren gezielt in Aus- und Weiterbildung, weil die wichtigste Ressource der Mensch ist. Doch wie findet man den richtigen Arbeitgeber? Wie findet man den passenden Berufseinstieg bei der Vielfalt an Ausbildungsangeboten und der Fülle an Informationen?

Jenny Miosga Eins ist klar: Die Berufswahl steht im Zusammenhang mit sehr wichtigen Entscheidungen. Bei der Entscheidungsfindung hat mir am meisten eins geholfen: Mut.
Mut, neue Erfahrungen zu sammeln.
Mut, neue Wege zu gehen.
Mut, „Ja“ zu verantwortungsvollen Aufgaben und Angeboten zu sagen.
Mut, zu zeigen, was man kann und zu sagen, was man will.
Mut, sich selbst und andere von seinem Können zu überzeugen.

Mut, aus sich herauszugehen, über sich hinauszuwachsen und auch an nicht so guten Tagen nicht den Mut zu verlieren. …weiterlesen »

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@Schüler: “Scheuklappen absetzen.” @Arbeitgeber: “in Netzwerken Ausbildungsstellen vermarkten.”

19
Mai 2010

Mike Altmann bietet euch und Ihnen seine Erfahrung aus Görlitz an. Er ist dort Geschäftsführer von passgenau – Die Personalagentur im MultiMediaPark und Projektleiter der Ausbildungsagentur passgenau.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

Scheuklappen absetzen und ausprobieren. Es gibt über 380 Ausbildungsberufe. Sich frühzeitig auf einen oder zwei Berufe festzulegen bringt nicht viel. Am besten ab der 8. Klasse in mehreren Berufsbildern und Branchen Praktika absolvieren und sich dann den Betrieb heraussuchen, wo das Gesamtpaket stimmt. Neben den Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung ist auch die berühmte “Chemie” wichtig. Schließlich verbringt man einen Großteil seiner Zeit im Unternehmen – da sollte es auch mit den Kollegen und Vorgesetzten auf der menschlichen Ebene passen.

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern, Azubis, Dualen Studierenden an Personaler:

“Die Schülerzahlen gehen zurück. Deshalb muss das Rekruting frühzeitig ansetzen und regelmäßig durchgezogen werden. Das betrifft insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Schulen in der “Nachbarschaft”. Vor allem über Praktika können Unternehmen Talente sichten und dann an sich binden. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollten sich zusammenschließen und in Netzwerken ihre Ausbildungsstellen gemeinsam vermarkten. Sonst besteht die Gefahr, dass die einzelnen Angebote untergehen.”

Vielen Dank an Mike Altmann und viel Erfolg beim Knüpfen von Netzwerken!

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