ein Glas Blaubeermarmelade geht auf verregnetem heißem Asphalt zu Bruch

29
Sep 2010

Zum Start in den Tag eine wunderschöne Geschichte aus dem Buch “Nur Tote bleiben liegen” von Anja Förster & Peter Kreuz. Stellt euch vor, ihr seht Lebewesen auf Holz kauen und Gras essen. An Steinen lecken und Dreck auf die Zunge schmieren … wonach klingt das?

Ein Tierfilm? Kleinkinder in der Buddelkiste? Ausflug in den Zoo? Oder ein Trailer aus dem Film “Männer, die auf Ziegen starren“?

Nein, das alles gehört zum Trainingsprogramm von Gary Vaynerchuk. Er ist Video-Blogger, über 80.000 Nutzer sehen täglich auf seine Website “Wine Library TV“. Aber was haben Holz und Dreck mit Wein zu tun? Mit ungewöhnlichen Geschmackssorten wie Holz, Gras, Dreck und Steinen trainiert Gary seine Geschmacksknospen. Der Mensch hat über 10.000 Geschmacksknospen auf der Zunge. WOW. Um Wein anders zu erleben als der Mainstream, geht Gary andere Wege.

Sein Ziel: Wein einer breiten Masse von Menschen zu beschreiben. Anders. Verständlich. Gary spricht und schreibt über Wein. Einen Wein beschreibt er so: “Stellt euch eine heiße Asphaltstraße vor, auf der es gerade geregnet hat und auf der ein Glas Blaubeermarmelade zu Bruch gegangen ist.” Er bespricht Wein, um Weine zu verkaufen. Gary veröffentlicht regelmäßig Videos auf YouTube, er redet über Wein, Sekt (der Korken landet über die Decke im Glas, sehr witzig) und “the secrret of his success“. Der Umsatz seines Familiengeschäfts stieg von 4 Millionen auf 60 Millionen Dollar.

Davor stand der Wille, etwas Besonderes zu schaffen, die Vision, andere Wege zu gehen, und die Ausdauer, die Geschmackknospen zu trainieren. Und dann lebt das Geschäft natürlich vom Drive und der eigenen Begeisterung, dass Garys Funke tagtäglich auf Menschen überspringt und sie seinen Wein kaufen.

So kann euer Beruf auch aussehen. Das liegt an euch.

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@Schüler: “Seine Zukunft im Beruf genau vorstellen. Will ich das wirklich machen?” @Arbeitgeber: “Beziehungen.”

31
Mai 2010

Danny Pannicke ist Dipl.-Wirtschaftsinformatiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technische Universität Berlin. Er sucht Forschungskooperationen im Bereich eBusiness und Virtuelle Welten. Und er meint:

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Ich finde es wichtig, sich seine Zukunft im Beruf genau vorzustellen. Coaching-Klienten lade ich gern zu einer Zeitreise ein, in der die Tätigkeit selbst, die Atmosphäre am Arbeitsplatz, das Gefühl dabei imaginiert wird. Das ist aus meiner Sicht die beste Hilfe zur Beantwortung der Frage, will ich das wirklich machen. Gelingt diese Imagination nicht, ist das ein Zeichen dafür, dass noch zu wenig Informationen über den Wunsch-Beruf vorhanden sind.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Der beste Weg ist aus meiner Sicht, Situationen zu schaffen, wo erste Beziehungen entstehen und die Schüler herausfinden können, ob sie sich für bestimmte Tätigkeitsaspekte tiefer interessieren.”

Vielen Dank, Danny, und wir sehen uns am Mittwoch!

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@Schüler:”Mit dem Beruf identifizieren.” @Arbeitgeber: “Offen und ehrlich sein.”

27
Mai 2010

Heiko Steffen von A.N.T.S. Dienstleistungen und Personalservice ist ein Profi in der Perrsonalvermittlung. Er vermittelt aus einem Pool von 21.200 Fachkräften u.a. Schweißer,  Hochdruckschweißer, Fallnahtschweißer, Spiegelschweißer, Schlosser, Industrie-Isolierer, Eisenflechter, Einschaler, Betonierer, Maler & Lackierer, u.v.a.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Da wo sie die meisten Interessen zeigen. Was ihnen auch Spaß macht. Sich in nichts drängen lassen, denn nur wer sich mit dem Beruf identifizieren kann und Spaß an dem Beruf hat, kann seine volle Leistung einbringen.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Immer wieder habe ich durch meine Arbeitsvermittlung gemerkt, das mich Firmen regelrecht reinlegen wollen Sie geben mir die Konditionen für die zu besetzende Stelle. Diese sind bis 12 Euro je nach Qualifikation, Auslöse bis 63 Euro je nach Qualifikation + Unterkunftszuschuss und Fahrtkostenzuschuss.

Wenn ich diesen Firmen, dann Bewerber vermittle, dann kommen die richtigen Konditionen. Ich hatte einen hervorragenden Schweißer mit über 15 Jahren Berufserfahrung und immer gearbeitet bis zu Finanzkrise.
Der Kunde hat ihm angeboten 8,50 Euro und 35 Euro Auslöse. Von dem Unterkunft- und Fahrtkostenzuschuss war plötzlich keine Rede mehr.

Die Firmen sollen offen und ehrlich sein, Sie sollen den Leuten das zahlen, was sie auch wert sind. Wir verlieren immer mehr gute Fachkräfte ins Ausland und der Staat unterstützt dies auch noch. …weiterlesen »

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Neue Serie: Experten geben je 1 Tipp für Schüler und 1 Tipp für Personalverantwortliche und Arbeitgeber

16
Mai 2010

YOUNECT fragt Experten aller Berufe und Lebenswege. Es geht immer um je 1 Tipp für Schüler und 1 Tipp für Personalverantwortliche und Arbeitgeber:

1. Wenn Sie 1 Tipp zur Berufswahl an Schüler hätten, welchen?

2. Wenn Sie 1 Tipp zur Gewinnung von Schülern/ Azubis/ Dualen Studierenden an Personaler, Arbeitgeber und Verbände hätten, welchen?

Den Anfang macht heute Susanne Hassepaß, Image- und Werbefilmproduzentin, Musikerin, Entrepreneurin aus Berlin:

Ihr Tipp für Schüler:

“Mein Tipp zur Berufswahl: Überlegt, was euch wirklich interessiert oder euch Spaß macht und überlegt erst danach, wie ihr damit Geld verdienen könnt. Niemals andersrum! Es gibt niemanden, der erfolgreich und glücklich mit etwas geworden ist, das ihm keinen Spaß macht. Denn wenn ihr interessiert an einer Sache arbeitet, werdet ihr automatisch auch die Besten auf dem Gebiet und das wiederum führt dazu, dass euch jeder haben will.”

Ihr Tipp für Arbeitgeber:

“Um motivierte junge Leute zu finden, ist es das Wichtigste, Ihnen die Möglichkeit zu geben, viel zu lernen. Denn das ist es, was sie wollen: Einbezogen werden, Verantwortung bekommen und in kurzer Zeit sehr viel lernen. Für diese Chance lässt ein Schüler/ Azubi/ Student alles stehen und liegen.

Deshalb ist es am besten, auch im Vorstellungsgespräch schon herauszufinden, was der Bewerber lernen und später können möchte, da es ein Geben und Nehmen von beiden Seiten ist.

Fakt ist: Jeder Bewerber würde eine Stelle, bei der er mehr lernt und Verantwortung hat, einer anderen Stelle vorziehen, bei der er besser verdient.”

Susanne Hassepaß

Image- und Werbefilmproduzentin, Musikerin, Entrepreneurin – siehe: Image- und Werbefilmproduktion Feinfilm, Der günstigste Avid- Schnittplatz Berlins

VIELEN DANK!!

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