01.02.2009 Berliner Morgenpost “Schnupperpraktika verschaffen Einblicke in die Unternehmen”

22
Sep 2011

aus Berliner Morgenpost: “Praxisnahe Projekte sollen bereits zu Schulzeiten Einblicke in die Berufswelt gewähren. Die Arbeitsagenturen bieten zudem individuelle Berufsorientierung an. Experten raten, selbst öfter die Initiative zu ergreifen und Unternehmen etwa zwecks Schnupperpraktikum zu kontaktieren. Außerdem sollten Jugendliche sich möglichst über viele der insgesamt 350 Ausbildungsberufe informieren, damit sie mehr Ausweichmöglichkeiten haben. Informationen über sämtliche Berufsbilder sowie jeweils eine Ausbildungsplatzbörse finden angehende Bewerber unter: www.ihk-berlin.de und www.hwk-berlin.de . Weitere Quellen sind www.berufenet.de sowie die Handwerksplattformen www.teamhandwerk.de und www.bibb.de . Die Ausbildungsvermittlungsbörse “Younect” vermittelt Bewerber passgenau an Unternehmen.”

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11.07.2008 business-on.de Berlin “Warum ist Berufsorientierung zentral für die deutsche Wirtschaft?”

22
Sep 2011

Berlin. Die Berufswahl ist eine wichtige Entscheidung im Leben eines jungen Menschen. Aber auch von Bedeutung für die Unternehmen – schließlich wünscht man sich als Arbeitgeber Nachwuchsmitarbeiter, die wissen, was sie wollen und mit ihren Stärken und Interessen zu dem Beruf passen, den sie ausüben. Dieser Artikel gibt Ihnen einen kurzen Einblick, wie es um die Berufsorientierung bei Jugendlichen steht und welche Auswirkungen dies für die deutsche Wirtschaft hat.

Jugendliche nehmen nur 20 von über 300 Ausbildungsberufen wahr

Studien verschiedener Statistikämter Deutschlands zufolge, fokussieren sich zukünftige Auszubildende auf nur wenige der möglichen Berufe. So wurden in Hamburg im Jahr 2006 nach Informationen des Statistikamts Nord (Presseinformation Nr. 131/2007 vom 04.12.2007) beispielsweise 309 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, aber „53 Prozent aller männlichen und sogar 72 Prozent aller weiblichen Auszubildenden verteilten sich auf jeweils nur 20 Ausbildungsberufe“. Ganz vorne lagen bei den männlichen Auszubildenden der Kfz-Mechatroniker (5,7%), gefolgt vom Einzelhandelskaufmann (5%) und dem Kaufmann im Groß- und Außenhandel (4,8%). Die weiblichen Auszubildenden konzentrierten sich auf den Beruf der Kauffrau für Bürokommunikation (7,2%), gefolgt von der Kauffrau im Einzelhandel (6,5%) und der Kauffrau im Groß- und Außenhandel (5,4%). In Schleswig-Holstein liegt eine fast identische Situation mit einer nur etwas veränderten Rangliste der am häufigsten gewählten Berufe vor. Im Land Brandenburg verteilten sich nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg (Pressemitteilung Nr. 90 vom 23.04.2007) sogar ein Drittel aller männlichen und 50 Prozent aller weiblichen Auszubildenden auf jeweils nur zehn von über 300 möglichen Ausbildungsberufen.

500 Mio. € Ausbildungskosten für Ausbildungsabbrecher

Sind diese Berufe so beliebt, weil sie trotz unterschiedlicher Interessen, Stärken und Lebenseinstellungen zu vielen Menschen passen? Die Quote der Ausbildungsabbrüche bestätigt diese These nicht: Etwa jeder fünfte Auszubildende bricht seine Ausbildung vorzeitig ab (Angabe aus: Berufsbildungsbericht 2008: Vorversion, Hrsg.: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2008)). Das hat zur Folge, dass Unternehmen schon seit Jahren – und das Jahr für Jahr – über 500 Mio. € Gesamtkosten für Ausbildungs-Abbrecher investieren und leerstehende Lehrstellen monatelang blockiert werden*. Jede/r Dritte der jungen Leute, die den Ausbildungsvertrag vorzeitig lösten, gab nach einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (Pressemitteilung 07/2003 vom 26.02.2003) einen Grund im Zusammenhang mit mangelnder Berufsorientierung an. Hierbei sind mehr Hilfestellungen gefordert.

Ein Lösungsansatz

Eine webbasierte Plattform im Primärmedium der jungen Menschen bietet Orientierung im Dschungel der quasi unendlichen Möglichkeiten der Berufswahl sowie Gelegenheit zum Austausch untereinander. Schüler, Studenten und Azubis haben daneben die Möglichkeit, ein Bewerberprofil online zu stellen sowie eine Entscheidungshilfe zu nutzen. Unternehmen können hier gezielt nach Bewerbern suchen. Wenn alle Kriterien im Bewerberprofil zur Suche der Unternehmen passen, schlägt YOUNECT den Unternehmen die passenden Bewerber vor. Ein Vorteil für die Unternehmen: Diese jungen Leute haben über ihre Interessen und Stärken nachgedacht und sich ausgetauscht, sie wissen, was sie erwartet und was sie wirklich wollen. Das soll beiden Seiten dabei helfen, die Abbrecherquote zu senken. Ein weiterer Pluspunkt: Auch KMUs, die unter den jungen Leuten unbekannt sind und oft nur aus diesem Grund nicht von den passenden Bewerbern als Arbeitgeber wahrgenommen werden, finden ihre Nachwuchsmitarbeiter und können diese gezielt ansprechen. Unternehmen können zudem YOUNECT.de als Aktions-Plattform nutzen, um Berufe und Ausbildungen bekannter zu machen dadurch auch als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Passende Nachwuchsmitarbeiter sind eine Grundvoraus­setzung zum wirtschaftlichen Überleben in Zeiten von Arbeitskräfte­mangel und sinkenden Bewerberzahlen. Bis 2020 wird es in Deutschland etwa 170.000 Schulabgänger weniger geben – das heißt gleichzeitig auch etwa ein Drittel weniger potenzielle Auszubildende. Sichern Sie sich diejenigen, die wissen, was sie wollen und was sie erwartet – auf younect.de !

* “Die Bruttokosten der betrieblichen Berufsausbildung betrugen 2001 nach einer Vollkostenrechnung im Gesamtdurchschnitt 16.435 € pro Auszubildenden und Jahr. Die Hälfte davon machen die Personalkosten der Auszubildenden aus.” (Angabe des Bundesministerium für Bildung und Forschung). Die monatlichen Ausbildungskosten belaufen sich damit auf 1369,58 €.

20% von 625.000 Auszubildenden brechen ab x 1369,50 € monatl. Ausbildungskosten x durchschn. 3 Monate Ausbildungszeitraum bis zum Abbruch = 513.592.500 € Gesamtkosten für Ausbildungsabbrecher.

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Neuer Mentor: Seit 33 Jahren ist Beruftsorientierung ein wichtiges Standbein in der Oberschule Delligsen

2
Sep 2011

Die Oberschule Delligsen ist neu unter den Metoren im NORDPOOL. Erst vor vier Wochen wurde aus der Realschule Delligsen und der Hauptschule Duingen am 01. August 2011 die Oberschule Delligsen. Berufsorientierung ist schon seit 33 Jahren ein wichtiges Standbein an dieser Schule. Herr Wilczek leitet das schuleigene Berufsinformationszentrum. Beim NORDPOOL-Mentoren-Treffen am 24.08.2011 in der NORD/LB vertrat Herr Siegfried Kraft die Oberschule Delligsen. Herr Kraft hat der NORD/LB schon einige gute Kandidaten vermittelt. Somit ist es nur folgerichtig, dass er nun der erste NORDPOOL-Mentor der Oberschule Delligsen ist.

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Herr Kraft (l.) und ich haben uns angeregt ausgetauscht. Wir stehen in der 15. Etage des NORD/LB auf einer Höhe mit der Spitze des Neuen Rathauses.

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Heiner Kamp fordert Verbesserung und lobt Bildungsketten. Forscher kritisieren nicht effektive Förderprogramme für Jugendliche

13
Feb 2011

Heiner Kamp, der Berichterstatter für Fragen der beruflichen Qualifizierung der FDP-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag, forderte in einer Pressemitteilung vom 03. Februar 2011: “Der Übergang von Schule zu Beruf muss verbessert werden.” Schon zum Wahlkampf im September 2009 schrieb sein Parteifreund Dr. Geisen im YOUNECT-Blog: “Damit es aufgrund der Heterogenität der Angebote nicht zu einer Überforderung der Jugendlichen kommt, wäre es sinnvoll, die Angebotspalette nach Zielsetzung zu systematisieren und für junge Menschen handhabbar aufzubereiten.” Acht Monate später am 20. Mai 2010 in der 43. Sitzung des Deutschen Bundestags sagte Heiner Kamp dazu: “Hier setzen wir als Koalition mit den Bildungsketten neue Maßstäbe. Dazu gehören unter anderem eine Potenzialanalyse ab Klasse 7 und eine verbesserte Berufsorientierung ab Klasse 8. Junge Menschen sollen sich frühzeitig über ihre Begabungen klar werden; denn nur wer einen Beruf ergreift, für den er begabt ist, wird gut durch die Ausbildung kommen und den Beruf mit Freude und Begeisterung ein Leben lang ausüben können.”

Anfang 2011 haben Forscher in unterschiedlichen Studien die mangelhafte Wirksamkeit von Förderprogramme für Jugendliche kritisiert. Eine Studie zeigt auf, dass NRW 2009 rund 440 Millionen Euro an Fördermitteln ausgegeben hat. Laut Institut für Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen haben von den 150.000 jugendlichen Teilnehmern in 120 Programmen und Maßnahmen ein Drittel weiterhin keinen Ausbildungsplatz. D.h. 50.000 Jugendliche blieben “hängen, aber keiner weiß, warum“, kritisierten die Forscher. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Dorothea Schäfer sagte, Warteschleifen seien für alle Beteiligten keine Lösung des Problems.

Der Berliner Tagesspiegel zitiert heute eine Studie des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) und der Bertelsmann Stiftung. Bundesweit wurden 500 Bildungsexperten befragt. Ergebnis: Viele Angebote zur Berufsbildung von Jugendlichen sind nicht effektiv und daher reformbedürftig. Fast 90 Prozent der befragten Fachleute beklagten, dass der Einsatz von Geld und Personal oft uneffektiv sei, und mehr als drei Viertel kritisierten, dass die zahlreichen Maßnahmen und Bildungsgänge kaum noch zu überblicken seien. Das oben zitierte Szenario von Dr. Geisen “damit es aufgrund der Heterogenität der Angebote nicht zu einer Überforderung der Jugendlichen kommt”, ist also bereits eingetroffen. Im August 2010 hatte ich einen Artikel geschrieben, der großenteils aus einer sinnentleerten Liste mit fast 600 Links zu Angeboten der Berufsorientierung bestand. Und natürlich gibt es Tausende weitere Links von Websites zur Berufswahl.

Das Parlament Ausgabe 44/2010 schreibt dazu: “…Wertschöpfungsverluste der deutschen Wirtschaft aufgrund fehlender Fachkräfte. Für 2009 beziffert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln diese Verluste auf 14,4 Milliarden Euro. Und zitiert Heiner Kamp: ‘Mangel an Auszubildenden. Darum müsse man die Berufsorientierung der Jugendlichen stärken und an ihrer Ausbildungsreife arbeiten.’” Heiner Kamp fordert in seiner Pressemmitteilung am 03.02.2011: “65.000 Jugendliche, die derzeit ohne Abschluss die Schule verlassen, sind 65.000 zu viel. Weder Wirtschaft noch Gesellschaft können es sich leisten, diese Potenziale brach liegen zu lassen. Was wir brauchen, ist eine deutliche Stärkung der Berufsorientierung in den Schulen. Dazu gehört eine engere Vernetzung der Schulen mit ihrem jeweiligen Umfeld.” Interessant finde ich seine Forderung, auch Lehrer sollten verstärkt die Möglichkeit zu Hospitationen in den Betrieben erhalten, um die betriebliche Realität besser kennen zu lernen.

Entscheidend finde ich seine Forderung nach einer engeren Vernetzung der Schulen mit ihrem jeweiligen Umfeld. Mentorenprogramme mit Schülern boomen… und das ist gut so. Die Komplizen, Ausbildungspaten Hannover, Schülercoach, Schüler im Chefsessel, Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler und Studenten e.V., Übergangscoaches, Big Brothers Big Sisters Deutschland, Schülerpatenschaften, JOBLINGE und viele andere regionale Programme arbeiten eng mit Schulen und Betrieben zusammen. Auch der NORDPOOL von der NORD/LB und YOUNECT bindet regional Vereine und Schulen ein. Hier stehen wir noch ganz am Anfang. Deshalb schätze ich auch für die Berufswahl und die Zukunft der Bildungsketten und Förderprogramme Thomas Keups Frage als wegweisend ein: “Wer bringt uns die Kollaboration im Web?”

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