Über 50 Prozent sehen Kakerlaken-Promis. 33 Prozent vertrauen der Regierung. Internet wie Wasser und Strom

26
Jan 2011

Gestern hat mich ein Satz von Eric Schmidt beeindruckt: “Kinder haben heutzutage nur noch zwei Zustände: Entweder sie schlafen oder sie sind online.” Im WAZ-Kommentar heute: “Familie, Freunde und Schule sind für Jugendliche wichtiger als das Internet. Für Kinder und Jugendliche ist der Umgang mit dem Internet so selbstverständlich geworden wie für die ältere Generation das Telefon.” Internet ist einfach da, so selbstverständlich wie Wasser und Strom. Laut Bitkom kaufen schon 4,5 Millionen Deutsche Lebensmittel online. Das sind neun Prozent aller Internetnutzer in Deutschland. Ob diese neun Prozent alle mymuesli- und Chocri-Fans sowie Pizza-Junkies sind? Oder auch schon Obst und Gemüse? Immerhin gibt es auch schon Bio Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau online, die nach Hause oder an den Arbeitsplatz geliefert werden. Vielleicht gibt es demnächst RTL-Food für eingefleischte RTL-Dschungelfans zu bestellen.

Die Dschungelshow auf RTL hatte gestern ab 22:15 Uhr einen unfassbaren Marktanteil von 50,3 Prozent – jeder Zweite Fernsehzuschauer hat die Zickerei gesehen. Auf der “I like”-RTL-Dschungel-Seite auf Facebook stehen 23.915 zu ihrem Interesse an diesem Kakerlaken-Entertainment. Vor ungefähr 10 Jahren bei der ersten Big Brother Staffel war das noch anders: Keiner hatte es gesehen, aber alle sprachen darüber. Patrick T. Neumann schrieb zum Start der Dschungelshow 2011: “Vielleicht waren die Fans des sogenannten Trash-TV nach einem Jahr Dschungelshow-Pause einfach ausgehungert, vielleicht hatte RTL die Kandidatenkür in diesem Jahr besonders geschickt inszeniert.” Und Gregor Tholl schreibt dazu heute: “Die RTL- Reihe wühlt offensichtlich vieles auf. Sie zeigt auf verschiedenen Ebenen den Zustand von Fernsehen und Gesellschaft.” Sollte RTL beim nächsten Mal die Bundesregierung ins Dschungelshow-Camp schicken? Könnte das die Vertrauenswerte wieder aufbauen?

10 Prozent Vertrauensverlust der Bundesregierung seit einem Jahr klingt dramatisch. Edelman Trust Barometer stellt fest: Deutsche vertrauen der Wirtschaft mehr als der Bundesregierung: “Mit 52 Prozent (2010: 40 Prozent) erreicht die Wirtschaft damit den höchsten Wert seit Beginn der Studie. Zudem übersteigt Deutschland damit die USA: Dort ist das Vertrauen in die Wirtschaft um acht Prozent auf 46 Prozent gesunken. Verlierer hingegen ist die Regierung. Angela Merkel & Co vertrauen nur noch 33 Prozent der Befragten – zehn Prozent weniger als noch im Vorjahr.” Nur noch jeder dritte Bürger vertraut der Regierung. Das entspricht ziemlich genau der Summe der Wählerinnen und Wähler, die die Bundesregierung 2009 gewählt haben. 72,2 Prozent der wahlberechtigten Deutschen gingen 2009 zur Wahlurne. Von diesen 72,2 Prozent haben 48,4 Prozent schwarz-gelb die Stimme gegeben. Also hat 2009 das Vertrauen von “nur” 35 Prozent der Wahlberechtigten der Regierung ins Amt verholfen. Das relativiert den Vertrauensverlust etwas, das Vertrauen war bei der Wahl kaum größer.

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Was die Krise uns gekostet hat

16
Sep 2009

Als erster Youser, ist Tom unserer Aufforderung gefolgt und hat seinen Blog-Artikel eingesendet. Wenn ihr ebenfalls Artikel in unserem Blog veröffentlichen und so an der Verlosung der Amazon-Gutscheine teilnehmen wollt, schickt uns eure Blog-Artikel an blog@younect.de! Toms Artikel zum Thema “Wirtschaftskrise” seht ihr hier:

Etwa 3000 €uro hat es für jeden Bundesbürger gekostet. Nun nach einem Jahr zieht der Staat etc. eine Bilanz. Ein paar Milliarden €uro Verlust und 1000 Jobs auf Schräglage.

Jetzt sprchen die Fakten für sich: Wohlstandverlust nennen das die Experten, für die 3000 €uro misse für jeden Bundesbürger. 474 Milliarden €uro zahlte die Bundesregierung – krisengebunden. Bislang hat die Krise “Weltweit” 50 Billionen Doller vernichtet, das heißt dieses Geld ist weg und kommt auch nicht wieder.

Aber dramatischer jetzt sind die Zahlen, die sich um die reine Existenz dreht.

1,4 Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland in “Kurzarbeit” eingeteilt. Allein im “Maschinenbau” stehen 60 000 Jobs auf der Kippe. Wenn jetzt das Anfangsprogramm “Kurzarbeit” ausläuft, wird die Zahl der Arbeitslosen steigen, wie nie zuvor. Da sind sich die Experten und andere sicher.

Fast schon lächerlich mutet da die Misere der Millionäre an. Zwei Millionäre mussten schon ihren Hut nehmen und mussten aus der Statistik der Millionäre verschwinden. Ein Beispiel: …weiterlesen »

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