Am 27.03.2012 veröffentlicht iTV Coburg ein Video unter der Überschrift: “Mehr Chancen für Azubis ‘Regionaler Talentpool’ geht online”. René Leibold wird interviewt zum Ausbildungs-Talentpool in Coburg. Wie wahr: “Der Einstieg in jeden Beruf ist eine gute Ausbildung.” Zum Video
Schlagwort-Archive: Chancen
27.03.2012 meinestadt.de aktuell “Mehr Chancen für Azubis – ‘Regionaler Talentpool’ geht online”
meinestadt.de aktuell schreibt im “Stadtgeschehen Coburg“: “Mehr Chancen für Azubis. ‘Regionaler Talentpool’ geht online. Der Einstieg in jeden Beruf ist eine gute Ausbildung. Doch eine solche, dazu noch beim Wunsch-Unternehmen, ergibt sich nur für die Wenigsten. Damit aber auch Bewerber, die es nicht geschafft haben, weiter eine gute Chance auf dem Ausbildungsmarkt haben, gibt es jetzt eine neue Internetplattform.” Video auf iTV ansehen
Chancenintelligenz jenseits vom Mittelmaß – wer zu wenig Fehler macht, hat zu wenig ausprobiert
Gestern waren wir in Braunschweig bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Azubiauswahl und Berufsbildung der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK), die zur NORD/LB gehört. Über den NORDPOOL suchen wir auch Azubis für die Ausbildung in der BLSK. Am Abend sind wir zusammen zu einem Vortrag von Hermann Scherer gegangen. Titel “Chancenintelligenz”. Rund um den “CQ” entfesselte Herr Scherer ein Feuerwerk an Ideen, Beispielen, Umfragen und Anekdoten mit einem Ziel: Dass alle Anwesenden ihre Träume leben und nicht jeden Tag um einen Tag sterben und am Ende bedauern, was sie alles nicht gemacht haben.
Eine der Kernsätze von dem Profi-Redner ist “Talent gibt es nicht – nur Übung!“. Deutlich macht er das an Cellisten. Ausnahmslos haben alle Top-Cellisten eines Jahrgangs über 10.000 Stunden geübt, die nächstbesten “nur” 7.500 Stunden und die letzten 5.000 Stunden. Auch Mozart, sagt er, hatte mit 7 Jahren bereits über 10.000 Stunden geübt. Jeder der sein Handwerk 10.000 Stunden geübt hat, sei der Beste seines Faches. In dasselbe Horn stoßen Anja Förster & Peter Kreuz in “Nur Tote bleiben liegen”: “üben üben üben” (S.157) und “Disziplin, Durchhaltevermögen und Fleiß” (S.176).
Hermann Scherer hat viele Bücher veröffentlicht, “Jenseits vom Mittelmaß” demonstriert dies Jenseits eindrucksvoll in DIN A4-Format und Gewicht – gefühlte 3kg. Wie geht er vor, um ein Buch zu schreiben: “Ich erwarte schlechte Qualität in 20 Minuten… um sie zu verbessern.” Menschen sind mit wenig Erschaffenskompetenz aber umso mehr Verbesserungskompetenz ausgestattet. Daher emphielt er: Schnell starten, dann Schritt für Schritt verbessern. Förster & Kreuz empfehlen dazu schnelles Prototyping nach dem Vorbild von IDEO. “Man schraubt fünf oder sechs Prototypen zusammen, lässt diese auf die Menschheit los und sieht, welche Reaktionen auf die einzelnen Konzepte kommen. (S.188) Außerdem empfehlen sie uns das häufige Fehlermachen (S.190). Ohne Fehler nichts Neues. “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.” Philip Knight in “Nur Tote bleiben liegen” (S.191)
Auf geht’s: In den nächsten 20 Minuten ANFANGEN und die schlechte Qualität laufend verbessern. Viele Fehler machen. Prototypen bauen und testen. Üben, üben, üben. Und unterwegs Chanchen sehen, erkennen und ergreifen. Viel Spaß!
@Schüler: “IMMER das machen, was man machen möchte.” @Arbeitgeber: “Offener sein.”
Christina Krüger liebt das Lesen, Schreiben, Musik und Filme. Sie ist Schülerin und Träumerin, Reisende und Cineastin. Außerdem ist sie sehr aktiv in Köln mit der Youth Bank und den Julis. Ihr Lieblingszitat: “It’s hard to stay mad when there is so much beauty in the world.” [American Beauty]
Ihr Tipp zur Berufswahl an Schüler:
“Egal, was andere sagen, also ob das Lehrer, Freunde, Bekannte, Verwandte, oder wer auch immer ist, immer, IMMER das machen, was man machen möchte. Nicht von doofen NCs und zu hohen Anforderungen verunsichern lassen. Und ganz wichtig: schon vorher Seminare in die Richtung besuchen d.h. sich weiterbilden- das erhöht die Chancen enorm, wie ich gemerkt habe.”
Ihr Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:
“Offener sein. Ich finde, ganz viele Betriebe komme sehr “verstockt” rüber- das ist abschreckend. Und nicht so sehr auf bestimmte Leistungen bestehen- das machen in der Kölner Umgebung unheimlich viele. Begeistert war ich, als ich einen Bericht von einem Betrieb gelesen habe, der von seinen Azubis eine 3 in Mathe erwartet hätte, einen Jungen mit einer 5 in Mathe aber trotzdem genommen, und ihm dann die Nachhilfe finanziert hat. Der Druck in den Schulen nimmt Ausmaße an, die sich keiner mehr vorstellen kann. Das muss in der Ausbildung nicht fortgesetzt werden.”
Vielen Dank, Tina, auf ein baldiges Wiedersehen.

