@Schüler: “Über Umwege zum gewollten Ziel.” @Arbeitgeber: “Gute Strategie.”

18
Mai 2010

Sybille van Haaren habe ich in der Civil Academy kennen gelernt, sie arbeitet beim Jugendwerk Köln gGmbH. Sie hat ihren Bachalor im Fach “Soziale Arbeit” gemacht und lernt nun berufsbegleitend weiter für den Master in “Human Resources” an der FOM Köln.

Sybilles Tipp zur Berufswahl:

“Nimm dir Zeit und habe nicht den Anspruch direkt den perfekten Weg einzuschlagen. Berufswahl führt oft über Umwege zum gewollten Ziel.”

Sybilles Tipp zur Nachwuchsgewinnung:

“Verkauft eine gute Strategie, bei der Interessen von jungen Menschen berücksichtigt werden. Also Freizeitgestaltung, Weiterentwicklungsmöglichkeiten usw.”

Sybille van Haaren

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Die Bürgerakademie. Eine Hilfe für junge Menschen ihre Ideen zu verwirklichen..

25
Sep 2009

Ehrenamtliches Engagement ist heutzutage von größerer Bedeutung  als je zuvor und es ist wunderschön wenn du eine Idee hast und dich mit dieser intensiv auseinandersetzen möchtest.

Du benötigst allerdings  Hilfe bei der Umsetzung? Dann empfehlen wir dir an einem Seminar der Civil Academy (www.civil-academy.de) teilzunehmen. Mit einem Alter zwischen 18 und 27 kannst du dort mit einer guten Projektidee für  gesellschaftliches Engagement an 3 Wochenendseminaren teilnehmen, in denen du gestützt auf dein Projekt  zum Beispiel lernst dieses zu managen, die Finanzen zu planen oder Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Die Idee für dein Projekt kann aus ganz verschiedenen Bereichen stammen…Sport, Umwelt oder auch aus dem sozialen Bereich. Da das Seminar aus 24 Teilnehmern besteht, hast du auch die Chance Einblick in ein anderes Projekt zu bekommen. Bewerben musst du dich drei Monate vorher mit einem Lebenslauf, einer Kurzbeschreibung deines Projektes und einem Empfehlungsschreiben. Dafür erhältst du am Ende des Seminars aber auch ein Zertifikat. Kommst du dazu noch aus Berlin oder Nordrhein-Westfalen, umso besser, denn dort befinden sich die Tagungsräume der Civil Academy.  Wenn dem nicht so ist, halb so wild… Das ganze Seminar inklusive Anreise, Unterbringung und Verpflegung kostet euch keinen Pfennig!

Also her mit euren Ideen..Gesellschaftliches Engagement lohnt sich eben doch und wenn ihr noch keine genaue Vorstellung von einem Projekt habt oder einige Erfahrungsberichte lesen wollt, findet ihr garantiert genug Stoff unter dem Menüpunkt „TeilnehmerInnen“  links auf der civil-academy-Seite und auch ein aufschlussreiches Video unter „Das Projekt“.

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WaBriMiDa und wie man noch auf Interessen eingehen kann

10
Aug 2009

Kürzlich wurde ich gefragt, wie man auf die Interessen von unterschiedlichen Interessensgruppen eingehen kann. Du willst etwas auf dem Bürgeramt erreichen. Du willst am Telefon eine Auskunft erhalten. Du willst vom Vermieter das Ja zu deiner Traumwohnung. Oder du triffst den Personalchef von einem Unternehmen, das die perfekte Traumstelle zu besetzen hat. Du kannst grundsätzlich davon ausgehen, dass jeder Mensch – bewusst oder unbewusst – eigene Interessen hat. Du hast deine Interessen, andere haben ihre Interessen. Das ist ganz natürlich. Andere haben nicht deine Interessen. Wenn du etwas von anderen Menschen möchtest, greifst du in deren Interessen ein. Mit diesen Tipps, kommst du weiter:

1. “WaBriMiDa?” Alle haben letztlich nur eine Frage: Was bringt mir das?

Keiner wird es dir so direkt sagen, meistens sind Menschen irgendwie diplomatisch-freundlich. Aber im Hintergrund steht immer die Frage: “Was bringt mir das?” Diplomatisch-freundlich bekommst du nur die offizielle Version. Du willst ja hinter die Kulissen schauen. D.h. frag dich, was haben deine Gesprächspartner davon, mit dir zu sprechen? Was haben sie davon, statt diplomatisch-freundlich im besten Fall ehrlich-vertraulich zu Dir zu antworten? Was bringt ihnen das Risiko, dir im besten Fall statt Pressemitteilung die Wahrheit zu sagen? WaBriMiDa? ist das Zauberwort, meiner Meinung nach. Und die Antwort wird bei jedem einzelnen Gesprächspartner anders ausfallen.

2. Nimm dir ein sehr konkretes, messbares Ziel vor jedem Gespräch vor: Was willst du herausfinden?

Was willst du erreichen? Nicht allgemein, ganz konkret und auch bei jedem anders auf ihn zugespitzt. Wenn du das vor dem Termin weißt, bist Du im Gespräch fokussierter. Heute steht im Tagesspiegel im Sonntagsinterview, dass Ariane Friedrich im Training nie springt, obwohl sie Hochspringerin ist. Sie übt nur noch den Anlauf. Im Wettkampf ist sie dann richtig heiß aufs Springen. Wenn Du vorher strategisch geplant hast, worauf du im Gespräch zielst, kannst du das Gespräch im richtigen Moment für dein Ziel drehen, ohne dass es der andere merkt. Gestern sagte Steffen Simon in der Sportschau zum Siegtor der Hertha, das sei Systemfußball á la Favre. Alle sind fokussiert, und ein Moment reicht im Spiel, das entscheidende Tor zu erzielen.

3. Beschäftige dich im Vorfeld intensiv mit der Biografie deiner Gesprächspartner. Finde persönliche Anknüpfungspunkte.

Eine Stipendiatin der Civil Academy, wo ich regelmäßig Dozent bin, organisierte in Münster eine UN-Studenten-Simulation. Ich riet ihr, Herrn Töpfer als Schirmherrn anzusprechen, weil er bei der UNO tätig war. Sie fand heraus, dass er Alumni der Uni Münster war. Perfekt. Sie fragte ihn, und er freute sich, an SEINE Uni zurück zu kommen. – Ich riet einem Freund, der in der Schweiz eine internationale Hilfsorganisation aufbaut, Peter Eigen anzusprechen. Aiducation International hilft Schülern in Kenia mit Stipendien. Nun expandieren sie von der Schweiz in andere Länder. Warum Peter Eigen? Er hat mit Transparency International eine internationale Hilfsorganisation aufgebaut und war vorher für die Weltbank – ACHTUNG – in Kenia tätig. Je mehr du über eine Person weiß, desto mehr kannst du im Gespräch einfließen lassen und mit Glück werden die Gesprächspartner dann persönlicher. Letztlich erzählt jeder gerne über gute Zeiten und Highlights im Leben.

4. Versuch im Vorfeld möglichst viele persönliche Kontakte zu knüpfen.

In Deutschland würde ich immer alle Kontakte auf XING recherchieren, ob ich über Freunde und Bekannte dichter an die Person rankomme. Wenn im Vorfeld eines Treffens schon mal ein Austausch stattfand, kann man im Gespräch direkt daran anknüpfen. Wenn man weiß, wer mit wem bekannt ist, kann man Beziehungen herstellen. Und stell dich gut mit allen Miarbeitern im Hintergrund. Im Berliner Wahlkampf 1995 hatte ich eine Zusage von der SPD-Spitzenkandidatin Ingrid Stahmer, zu einer Veranstaltung mit 120 Schülern zu kommen. Ich telefonierte über Monate 1x pro Woche mit ihrer Wahlkampfleiterin. Als an dem Abend der Veranstaltung Frau Stahmer noch 3 andere spontane Einladungen bekam, und Frau Stahmer bei uns absagen wollte, sorgte diese Wahlkampfleiterin dafür, dass sie zu uns kam,… und in ihrem Schlepptau kam das ZDF Heute Jounal zu uns, die ihr Interview nach der Veranstaltung bei uns machten.

Ich hoffe, das hilft dir weiter!

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