@Schüler: “Was unterscheidet mich von anderen?” @Arbeitgeber: “Nach versteckten Potentialen der Bewerber suchen!”

30
Mai 2010

Heute gibt uns seine Tipps Felix Berghöfer. Er ist Geschäftsführer der Berghöfer Consulting. Einer Unternehmensberatung für Personal- und Organisationsentwicklung. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Personalmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Man sollte nichts beschönigen. Die Berufswahl direkt nach der Schule ist eine knifflige Angelegenheit. Auf der einen Seite wird einem ständig erzählt, dass man in der heutigen Zeit alles werden kann, was man will. Auf der anderen Seite weiß man ja oft noch gar nicht so genau, was man werden will oder was man überhaupt werden kann. Daher rate ich allen Schülern, dich sich zurzeit mit diesen Fragen auseinandersetzen, jede Möglichkeit zu nutzen, die Möglichkeiten da draußen kennen zu lernen. Plattformen wie Younect haben eine Fülle von Informationen zu den verschiedensten Ausbildungsberufen zusammengetragen. Interessant darin ist vor allem, dass dort viele Berufe bzw. Ausbildungen vorgestellt werden, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben. Die aber oft sehr spannend sind. Der Pluspunkt dabei ist dann nämlich auch, dass wenn bestimmte Ausbildungen nicht so bekannt sind, es auch nicht so viele Bewerber gibt. Das erhöht die Chance des Einzelnen.

Darüber hinaus empfehle ich, dass man sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt. Was kann ich gut, was vielleicht nicht so gut? In welchen Bereichen möchte ich Zukunft noch besser werden? Was unterscheidet mich von anderen? Wer diese Fragen beantworten kann, kann im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall punkten.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern, Azubis, Dualen Studierenden an Personaler:

“Ich höre von vielen Unternehmen oft die Beschwerde, dass die Qualität der Bewerber um Ausbildungsplätze in den letzten Jahren verstärkt abgenommen hat. Das kann durchaus auch sein. Aber ich kann nur dazu aufrufen sich die Bewerber auch unter dem Gesichtspunkt anzugucken, dass diese jungen Menschen der Link zur Gesellschaft und damit direkt oder indirekt zu den eigenen Kunden sind. Auch wenn Bewerber z.B. mit Migrationshintergrund  nicht so gut Deutsch sprechen und schreiben können, können sie Ihrem Unternehmen aber Einblicke in das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund geben. Vielleicht lassen daraus ja ganz innovative neue Produkte kreieren. Suchen Sie also nach den versteckten Potentialen der Bewerber!”

Vielen Dank Felix. Auf die nächsten unternehmerischen Erfolge!

Teile diesen Artikel
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MySpace
  • Identi.ca
  • MisterWong
  • Netvibes
  • Ping.fm
  • Tumblr
  • Wikio
  • Yigg
  • email
  • Print
  • PDF
  • Twitter

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Ausbildungsbetriebe, seid ihr reif zur Azubi-Gewinnung und zum Employer Branding?

18
Apr 2010

Im aktuellen “HR kompakt” von meinestadt.de erscheint folgender Artikel “Ausbildungsbetriebe, seid ihr reif zur Azubi-Gewinnung und zum Employer Branding?” von mir. Sie können sich online das  Heft “HR kompakt” bestellen, auch mehrfach bis zu 3 Stück für Kollegen und Freunde.

Alt, satt und behäbig?

Es war einmal: In der Schule lernten Jungen und Mädchen Lesen, Schreiben und Rechnen. Das ist keine Märchenstunde. So war es wirklich!“ So beginnt der Kommentar von Ernst Elitz in der BILD am 04.03.2010. Wie kann ein Unternehmen oder Verband reagieren, wenn jeder zweite Schulabgänger in Deutschland als “nicht ausbildungsreif” bezeichnet wird? (03.03.2010 bild.de, heute.de, n-tv.de)

Die Brüsseler Denkfabrik CEPS ermahnt uns alle, Deutschland sei „alt, satt und behäbig“, es gäbe zu viele Schulabbrecher und zu wenige Uni-Absolventen. CEPS meint, die nächste Generation drohe deshalb “zum Land der Hilfsarbeiter” zu werden. Auch die Bundesregierung fordert mehr Schüler zum Studium auf, damit mehr Deutsche die Unis als Absolventen verlassen.

Bleiben Schüler für Sie übrig?

Die Schülerzahlen sinken um 18 Prozent. 47,3 Prozent werden als nicht ausbildungsreif bezeichnet. 21,7 Prozent der Ausbildungsverträge werden vorzeitig aufgelöst. Immer mehr Schüler bevorzugen ein (Duales) Studium. Rechnerisch bleiben keine Schüler mehr für Ihre Ausbildung übrig. Rechnerisch steht der Sinkflug der Anzahl der Schulabgänger seit 15 Jahren fest. War das zu knapp?

Oder was haben Sie getan? Oder Ihre Volksvertreter, Ihre IHK und Handwerkskammer? Haben Sie auch Angst oder schon resigniert? „Es gibt Zahlen, die können Angst machen. Es kommt etwas auf uns zu, was es so noch nie gegeben hat. Wir werden einen starken Wettkampf zwischen Studium und Ausbildung erleben. Azubis werden ein knappes Gut und knappe Güter sind teuer.“ (27.01.2010 AZ-Web.de Aachener Zeitung)

Krötenwanderung

Halten Sie Ihre Kröten beisammen, um die letzten der Spezies ausbildungsreife Azubis teuer zu bezahlen? …weiterlesen »

Teile diesen Artikel
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MySpace
  • Identi.ca
  • MisterWong
  • Netvibes
  • Ping.fm
  • Tumblr
  • Wikio
  • Yigg
  • email
  • Print
  • PDF
  • Twitter

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

© 2009 YOUNECT Blog. All Rights Reserved.

This Blog is powerd by Wordpress with a Theme Styled by Sichtachsen, based on Magatheme