Noch eine Energiewende? Übergang Schule-Beruf vor Ort als regionales Bildungsnetzwerk aller Beteiligten

31
Mai 2011

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bäcker und Professor, ist neuer Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Zuvor leitete der Rheinländer sieben Jahre lang die Abteilung “Berufliche Bildung” beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin und war vor dem ZDH 13 Jahre lang beim Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln tätig.

Herr Esser steht seit 20 Jahre mitten im Thema der Berufsbildung. Und es hat ihn scheinbar nicht betriebsblind gemacht. Das zeigt mir seine Äußerung anläßlich der Fachtagung von BIBB und Robert Bosch Stiftung zum Übergang Schule – Beruf. Dort sagte er: “Ein nachhaltiges Übergangsmanagement kann sich nur dann vor Ort etablieren, wenn vor allem Eltern, Schulen, Wirtschaft und Arbeitsagenturen als regionales Bildungsnetzwerk zusammenarbeiten.”

Heiner Kamp, Berichterstatter für Fragen der beruflichen Qualifizierung der FDP-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag, forderte in einer Pressemitteilung vom 03. Februar 2011: “Der Übergang von Schule zu Beruf muss verbessert werden.” Schon zum Wahlkampf im September 2009 schrieb sein Parteifreund Dr. Geisen im YOUNECT-Blog: “Damit es aufgrund der Heterogenität der Angebote nicht zu einer Überforderung der Jugendlichen kommt, wäre es sinnvoll, die Angebotspalette nach Zielsetzung zu systematisieren und für junge Menschen handhabbar aufzubereiten.”

Hoffen wir, dass den vielen Worten noch mehr gemeinsame Taten folgen.

YOUNECT bindet in Hannover, Hildesheim, Braunschweig und Magdeburg bereits Jugendleiter, Schülervertreter und Lehrer in den Übergang Schule-Beruf ein. Schüler können für die sieben Ausbildungsberufe der NORD/LB persönlich empfohlen werden. Mit dem NORDPOOL ist die NORD/LB Vorreiter. Zukünftig könnte jede Stadt, jeder Landkreis, Branchenverband und Innovationscluster regional die Menschen einbinden, die die Schüler am besten kennen und von persönlichen Empfehlungen profitieren. Warum verschenken wir diese wertvolle Ressource, ein Knowhow und Vertrauensverhältnis, das oft über Jahre gewachsen ist. Wie wäre eine Energiewende im Bewerbungsverfahren? YOUNECT steht für weniger Energie-Verschwendung im Übergang Schule-Beruf und im Bewerbungsverfahren insgesamt! Mit der ersten guten Bewerbung kann jeder Bewerber in regionale Bewerberpools eingeladen und empfholen werden.

Könnten Absagen eine große Verschwendung sein? Mit nur drei Empfehlungen pro Jahr pro Mitglied kann ein Netzwerk mit 170 Mitgliedern bis 2030 über 10.000 Fachkräfte in der Branche/Region halten. Rapides Minus von 3,6 Millionen Menschen in den nächsten 15 Jahren. Eine Revolution, die auf leisen Sohlen kommt und Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern wird. Ich hoffe auch zum Guten, dass alle Beteiligten vor Ort besser zusammen arbeiten. Als Energiewende wird die Realisierung einer nachhaltigen Energieerzeugung bezeichnet. Packen wir die Energiewende vor Ort als regionales Bildungsnetzwerk aller Beteiligten an.

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Azubis auf Empfehlung der besten Ratgeber. Wenn`s klappt, ist auch der Mentor glücklich

28
Okt 2010

Das Prinzip kennen Sie: Der Rat eines Vertrauten zählt.

Wem vertrauen Schüler?

  • Freunden
  • Mitschülern
  • Schülervertretern
  • Eltern
  • Vertrauenslehrern
  • Jugendleitern
  • Sporttrainern
  • Schulcoaches
  • Lernpaten
  • Ausbildungspaten

Wer fällt Ihnen ein?

Diese Ratgeber fassen wir als “MENTOREN” zusammen. Und beziehen Mentoren in die Gewinnung von Azubis ein. Der NORDPOOL ist der erste webbasierte lokale Bewerberpool, um Schüler an die sieben Ausbildungsberufe der NORD/LB heranzuführen. Weitere Pools sind in Planung… BACKPOOL… HAIRPOOL… BUCHPOOL usw.

Der NORDPOOL wird gefüllt mit Empfehlungen von konkreten Mentoren, also Jugendleitern, Sporttrainern, Schülervertretern aus den Schulen und Jugendorganisationen. Diese Menschen erleben die Schüler regelmäßig und direkt und können sie am meisten beeinflussen. Diesen Menschen vertrauen die Schüler und hören ihnen zu. Der Rat eines Mentors zählt.

So werden die Schüler über persönliche Empfehlung auf Ausbildungen aufmerksam. Im NORDPOOL auf die Ausbildungsberufe der NORD/LB. Die Mentoren geben den Schülern zusätzlich eine persönliche Referenz mit auf den Weg. Dadurch erhöht sich die Chance auf einen PASSEND besetzten Ausbildungsplatz. Und das hilft Bewerbern und Unternehmen, und wenn`s klappt, ist auch der Mentor glücklich.

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strukturelle Herausforderung: 900.000 Schulabgänger in wenigen Monaten PASSEND vermitteln

13
Okt 2010

YOUNECT ist gerade auf der Messe ZUKUNFT PERSONAL. Dort wurde ich von Manuel Koelman von Talential.com interviewt. Ein paar Kernthesen aus dem gefilmten Interview, das demnächst online erscheint. Der Markt der Azubigewinnung, des Azubimarketings und Azubirecruitings unterscheidet komplett sich vom Markt der Young Professionals, Professionals, Fach- und Führungskräften. Einige Beispiele und Spezifika:

  1. Die Region und regionale Netzwerke haben für Schüler und Unternehmen sehr hohe Bedeutung. Selbst Bertelsmann sucht zu 85% Azubis aus Gütersloh.
  2. Welcher Rat kommt an? Die Vertrauten der Schüler und Schulabsolventen sind die Peers, Freunde, Schülervertreter. Auch bei der Nutzung der Social Media wird hauptsächlich mit Freunden kommuniziert. Laut einer Umfrage der Hochschul-Informations-System GmbH unter 29 000 befragten Schülern wurde 42 Prozent der Schüler in der Berufswahl durch Unterhaltungen mit Freunden geholfen. Es gibt neben den Freunden andere Menschen, mit denen die Schüler gerne reden und ihren Ratschlägen vertrauen: Jugendleiter, Vertrauenslehrer, Mentoren, Paten, Sporttrainer. Diese werden in die Berufswahl noch viel zu wenig einbezogen.
  3. Jedes Jahr aufs Neue extreme Leistung in wenig Zeit. Im Ausbildungsmarkt geht es um die Herausforderung, innerhalb von 12 Monaten eine komplette Abschlussklasse, d.h. ca. 600.000 Schulabgänger in Ausbildung/ Duales Studium und 300.000 Schulabgänger an Hochschulen PASSEND zu vermitteln. Das ist vor allen auch eine strukturelle Herausforderung. Ob dabei die 10.000 Programme und Plattformen wirklich helfen, die großteils parallele Strukturen aufbauen, bezweifle ich. Warum hat beispielsweise das BMBF bei der Suche nach Praktikanten für das Technikum nicht auf die auch vom BMBF finanzierten Programme Girls Day, JobStarter, Komm-mach-MINT usw. zurückgegriffen und stattdessen für mehrere Millionen Euro einen Praktikanten gefunden…
  4. Verfallsdatum von Bewerbungen. Das Horten von guten Bewerbungen von potenziellen Azubis lohnt sich für Unternehmen nicht, da spätestens zum August/September eines Jahres der Wert einer Bewerbung verfällt. D.h. die Empfehlung und Weitergabe guter Bewerber und der Aufbau entsprechender Hilfsmittel macht bei Azubis sehr viel Sinn – deutlich mehr als bei Professionals, Fach- und Führungskräften.

YOUNECT geht daher mit “Azubis auf Empfehlung” neue Wege: Diese beiden Bewerberpools NORDPOOL und PERSONECT nutzen Empfehlungen: Wir setzen auf die Vertrauten der Schüler und die Vertrauten der Personalverantwortlichen. Wir sind fest davon überzeugt, dass
A. in JEDER Branche die Bewerbungen ungleich verteilt sind, was zu vielen Absagen führt, statt interessierte Bewerber in derselben Branche besser zu verteilen. Und
B. jeder Schüler Mentoren um sich herum hat, die stärker in den Prozess der Berufswahl involviert werden können.

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Wust an Websites. Wer steigt durch? Wie geht das besser? Wer schafft relevanten Überblick?

23
Aug 2010

Dieser Artiekl besteht großenteils aus einer sinnentleerten Liste mit fast 600 Links. Eigentlich habe ich nur eine Frage: Wer steigt da durch? Welche Seite davon hilft wirklich? Wer bietet Überblick und Relevanz? Es muss doch eine bessere Systematik geben als dass jede Initiative, jede IHK, jede HWK, jeder Verband eine eigene Seite macht. Neben den Klassikern http://www.planet-beruf.de und http://www.was-soll-ich-werden.de gibt es auch die Newcomer http://www.mixopolis.de und www.beroobi.de. Aber darüber hinaus gibt es Hunderte, ja Tausende Seiten mit Jobbörsen, Ausbildungsplatzbörsen, Bewerbungstipps, lokale Initiative, bundesweite Initiativen von Verbänden wie www.werd-busfahrer.de, www.starke-typen.info und www.back-dir-deine-zukunft.de. Es geht im „Web 2.0“ und in den „Social Media“ aber nicht mehr um einzelne Websites, sondern um Kommunikation.

Schüler stehen eh schon Massen von Angeboten gegenüber, die sie größtenteils gar nicht kennen können: Von 350 staatlich anerkannten Ausbildungsberufe und 4.000 Studiengänge kennen Schüler, Eltern und Lehrer durchschnittlich 10-20 Berufe. Persönlich helfen Mitarbeiter der 206 Kompetenzagenturen, 269 JOBSTARTER-Projekte, 352 MINT-Initiativen, Girls-Day, usw. Ich bin ein absoluter Fan von Vielfalt. Aber um Schüler, Schülervertreter, Mentoren, Ausbildungspaten, Jugendleiter, Lehrer, Eltern u.v.a. Helferinnen und Helfer besser durch den Wust an Berufswahlmöglichkeiten zu leiten hilft sicher kein Wust an Websites. WIE GEHT DAS BESSER? WER HAT VORSCHLÄGE? …weiterlesen »

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