Oliver Samwer zur Erfolgs-Mischung: die Backmischung ist nicht nur das Mehl, nicht nur die Eier, nicht nur die Butter

25
Okt 2011

VentureTV befragt Oliver Samwer. Eine Frage zielt auf die richtige Mischung für Erfolg. Oliver Samwer antwortet zunächst “vernetzt” und “gepaart mit Top-Leuten”. Schließlich folgt ein ungewöhnliches Bild: “Zu einer guten Mischung gehört einfach wahnsinnig viel zu, auch die Backmischung ist nicht nur das Mehl, nicht nur die Eier, nicht nur die Margarine, nicht nur die Butter, etc. Ist die Mischung, und ich glaube, das macht`s.”

Weitere Tipps: “Zu einer guten Backmischung gehört auch die Idee”, “Gefühl für Trends zu haben” und “besser und schneller als alle anderen”.

Am besten finde ich den Satz: “Backmischung ist nicht nur das Mehl, nicht nur die Eier, nicht nur die Margarine, nicht nur die Butter”. Dazu passt auch das Bild von Matthias Klopp: Ideen sind wie Pizza. Man nimmt, was da ist. Und backt, kocht. Dabei hängt JEDES Essen von den ZUTATEN ab, wie es schmeckt! Salz + Wasser machen noch keine leckere Suppe. Das gilt auch für Erfolg. Außergewöhnlicher Erfolg braucht ungewöhnliche Zutaten.

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Innovationen nehmen mit der Menge an Leuten, die zusammenleben, überproportional zu

29
Mai 2011

Steven B. Johnson: “Wir denken oft, wir brauchen Ruhe und Konzentration, um auf richtig gute Ideen zu kommen. Dabei sind Städte, die uns mit all ihrem Lärm und ihrer Hektik ablenken und wahnsinnig machen können, nachgewiesenermaßen der ideale Nährboden für Ideen. Die Innovationen nehmen mit der Menge an Leuten, die zusammenleben, überproportional zu. Ideen entstehen nicht auf Knopfdruck oder auf Konferenzen”, sagt Blogger und Schriftsteller Steven B. Johnson im Gespräch mit dem Tagesspiegel: “Ideen entstehen, wenn die ‘langsame Ahnung’ einer Person auf die einer anderen trifft – doch das funktioniert weder in einem einstündigen Abteilungstreffen jeden Donnerstagmorgen noch bei den jährlichen Kreativworkshops, für die manche Firmen in die Berge fahren.”

Ideen entstehen durch Kollaboration, durch Austausch, durch Diskussion. Und durch 50.000 Puzzleteile, die sich über Jahre zusammenfügen.

Spannender Bericht über den Online-Games Millionär Heiko Hubertz: “Als Heiko Hubertz erstes Spiel so erfolgreich war, dass ein stärkerer Server her musste, wollte Hubertz von seinen Freunden aber keine Abogebühr für das teure Gerät kassieren. Er führte stattdessen Extras ein, die die Spieler für wenig Geld kaufen konnten – bessere Fußballschuhe oder Torwarthandschuhe zum Beispiel. Erst nach langer Zeit erkannte Hubertz, dass er auf ein Geschäftsmodell gestoßen war. Bis heute funktionieren die inzwischen 60 Bigpoint-Spiele nach diesem System: Spielen ist kostenlos, Zusatzfunktionen wie Waffen für Spielpiraten oder Futter für Farmtiere kosten zusätzlich, sie bringen mehr Spaß und Erfolg.”

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Grenzen waren dazu da, sie zu überwinden. Bitte hör’ nicht auf zu träumen. Big plans make big things happen. 22 Jahre “Ö”

22
Feb 2011

“Grenzen waren nur dazu da, sie zu überwinden.”, schrieb Andrea Hacke in der BRIGITTE 01/2009 über Jessica Schwarz. Darin berichtet sie auch dies über Jessica Schwarz: “Sollte sie eine betrunkene Frau spielen, leerte sie zuvor eine Flasche Martini. Und wenn sie einen Selbstmord zeigen sollte, … ließ sie sich rückwärts vom Balkon fallen – bei starkem Wind aus dem 19. Stock, hinunter auf eine Stunt- Matratze, zwei Stockwerke tiefer.” In ihrem aktuelle Film “Das Lied in mir“, brilliert Jessica Schwarz zusammen mit Michael Gwisdek und einigen Argentinischen Schauspielern. Maria, die Jessica Schwarz spielt, kommt aus heiterem Himmel an einen für sie unbekannten Ort – in Buenos Aires und in sich selbst.

Das Überwinden von Grenzen führt Menschen an einen “Ort, wo vor dir keiner war“, singt Silbermond in “Das Ende vom Kreis“, ein extrem schöner, berührender Song zum Durchhalten. Das Durchhalten beinhaltet immer beide Möglichkeiten, gewinnen und scheitern zu können. Vorher weiß man das nie. Gestern auf twitter gelesen: “Wenn du nicht bis an den Punkt gelangst, wo du scheiterst, weißt du ja nie, wie weit du gehen kannst.”, sagte Martina Navrátilová, eine der besten Profi-Tennisspielerinnen. “Wir sind die Gewinner. Wir kennen keine Limits. Ab Heute – für immer”, singen Revolverhelden in “Spinner”. Und Xavier Naidoo bittet uns: “Bitte hör’ nicht auf zu träumen von einer besseren Welt… Bau sie auf, wie sie dir gefällt.”

“Make big plans …that’s the best way to make big things happen.”, schrieb Seth Godin vor einer Woche in seinem Blog. Im Video “Durchstarten in 2011 und im Leben” sagt Christian Bischoff über unser Leben in Deutschland: “Sie leben im Paradies der Chancen und Möglichkeiten.” Sein Buch „Willenskraft“ finde ich sehr lesenwert. Ein Schlüsselsatz darin: “Es geht im Leben nicht darum, Probleme zu lösen, sondern persönlich zu wachsen.”

Zum Wachsen gehören viele kleine Schritte, Lernen durch Erfolge und durch Misserfolge. Herbert Grönemeyers “…Alben waren kommerziell so erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH nach dem im Jahr 1983 veröffentlichten Album ‘Gemischte Gefühle’ den Vertrag kündigte.” Ein Jahr später kam mit “Bochum” der Erfolg, trotz gravierenden Mißerfolgs hatte Grönemeyer weiter Musik veröffentlicht. Wie lange geht man weiter? “Wenn es nicht klappt, dann sollte man sich das eingestehen und etwas anderes machen.”, schrieb ein deutscher Freud aus Korea wider die Hartnäckigkeit. Grönemeyers Hartnäckigkeit brachte ihm nach “Bochum” auch die Platte “Ö”, sie war 22 Jahre lang die erfolgreichste Platte mit der längsten Zeit auf Platz 1 der Album-Charts. Und er macht immer weiter, gerade mit neuem Video feat. August Diehl: “Ich will mehr Schiffsverkehr… Endlich freie Sicht.”

Es ist immer eine persönliche Entscheidung, wer wie weit gehen will. Es gibt kein Patentrezept. Man kann sich verrennen und verlieren, oder das richtige Maß an Hartnäckigkeit in sich spüren und die imaginären Grenzen überwinden. Jeder Mensch geht so weit, wie er will und kann. Ich hatte das Glück, die Berliner Mauer sehr real zu erleben und zu überwinden. Nicht von Ost nach West, sondern von West-Berlin nach Ost-Berlin. Von 1985 bis 1989 wurde die Party- und Freundes-Gruppe immer größer – aus Ost-Berlin, West-Berlin, Paris und den USA. Howard aus Ost-Berlin hatte mich gefragt: “Komm uns doch mal besuchen”, und ich hatte “Ja” gesagt. “Regelbruch als Strategie. Solange gegen die Wand laufen, bis die Wand umfällt.”, meint Strategietrainer Sven Gábor Jánszky. Und Stefan Raab sagt: “‘Es gibt nur eine Sünde: Feigheit.’ Genau das ist das Problem der meisten Leute: Sie haben Schiss in der Buchse.”

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Raab: “Das ist Entertainment, nichts mehr. Schicksale in anderen Shows. Nur eine Sünde: Feigheit” Mai: “Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern”

20
Feb 2011

Im Blog schreibt Jochen Mai heute: “Jetzt erst recht! – Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern.” Er erzählt über die Entstehung des Filmklassikers Citizen Kane 1941. Orson Welles konnte zunächst nur ein kleines Budet erbetteln und setzte mit viel Improvisation immerhin das erste Drittel des Films um. Mit diesen Bildern überzeugte der Regisseur neue Geldgeber, vollendete den Film und feierte einen seiner größten Erfolge. Jochen Mai zieht daraus vier Erfolgsfaktoren: 1. Er gab nicht auf, weil er 2. glaubte, dass nichts unmöglich ist. 3. Sein Ziel vor Augen ließ ihn 4. kreativ improvisieren!

Howard Victor Carpendale startete mit erfolglosen Versuchen in Südafrika als Beat-Sänger und Elvis-Imitator. Herbert Grönemeyers Musiker-Karriere startete so: “Die … Alben waren kommerziell so erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH nach dem im Jahr 1983 veröffentlichten Album ‘Gemischte Gefühle’ den Vertrag kündigte.” 1984 kam mit “Bochum” der Erfolg, und Grönemeyers “Ö” war 22 Jahre lang Spitzenreiter des erfolgreichsten deutschen Albums mit 14 Wochen auf Platz 1 der Album-Charts. Erst 2010 löste ihn die Band Unheilig mit “Grosse Freiheit” ab. Die Band und ihr Frontman der Graf machen seit 2000 zusammen Musik, das sind 10 Jahre bis zum bundesweiten Durchbruch. Auch bei Carpendale, Grönemeyer und Unheilig gelten die oben genannten vier Erfolgsfaktoren, allen voran: Sie gaben nicht auf.

Einen anderen Rekord hat Lena Meyer-Landrut in der letzten Woche aufgestellt, in Stefan Raabs Worten: “Lena ist die erste Casting-Künstlerin, die es geschafft hat, mit einem zweiten Album in Folge auf Nummer eins der Charts zu landen. Das hat es vorher noch nicht gegeben.”, so ihr Mentor in einem lesenwerten Interview in der Süddeutschen Zeitung. Ein Kommentar zu diesem Interview: “herr raab – ich finde ihre shows furchtbar, ihre moderationen schlecht, aber was sie tun und sagen ist klug, fair und ehrlich! ich bin sehr angetan – mein liebster artikel in der SZ ever!” Während die Medien flächendeckend am zweiten Anlauf von Lena rummäkeln, hat die zweite CD auf Anhieb kommerziellen Erfolg. “Petsta” schreibt auf Amazon dazu: “Deutschland, du hast ein Luxusproblem! Die meisten Künstler heutzutage wären wohl glücklich, wenn sie Songs wie… auf ihrem Album präsentieren könnten. Fazit: Sehr positiv überrascht…”

Raab weiter in der SZ: “…, bei anderen Casting-Shows meckern, dass dort eine Casting-Leiche nach der anderen produziert wird. Was wir gemacht haben: Wir haben eine Super-Künstlerin gefunden, und wir geben ihr die Chance, sich als Künstlerin zu etablieren. Wenn Sie mittlerweile so desensibilisiert sind, dass Sie jeden Tag ein menschliches Schicksal sehen wollen, dann müssen Sie die anderen Shows gucken.” Hinterher ist man immer klüger. Am 14 Mai 2011 werden es alle schon immer gewußt haben, so oder so. Denselben Kommentar schreibt “detlev Motz”: “Ist doch völlig egal wie langweilig die Show war – wenn sie gewinnt jubeln wieder alle und haben es gewusst. Wenn sie verliert haben es alle gewusst. Scheinheilige Medienwelt.”

Gewinnt “Taken by a stranger” den ESC, kann Lena den 1. Platz verteidigen? Deutschland lag 2009 auf dem vorletzten Platz, 2008 auf dem vorvorletzten Platz, 2007 den 19. Platz. Sollte man vor dem Hintergrund Raab und Lena nicht einfach eine zweite Chance gönnen und die Zeit bis zum ESC in Düsseldorf geben, den Triumph von 2010 zu wiederholen? Jochen Mais Zitat passt hier hervorragend: “Vor jedem Erfolg steht der Mut zu scheitern.” Ich finde Lena & Raab mutig. Es kann klappen oder nicht. Ich finde, Raab trifft in der SZ weitere drei Nägel auf den Kopf:

  1. “‘Es gibt nur eine Sünde: Feigheit.’ Genau das ist das Problem der meisten Leute: Sie haben Schiss in der Buchse.”
  2. Für mich bestand die Aufgabe in gewisser Weise darin, Verantwortung zu übernehmen für eine Künstlerin.”
  3. “Ich verrate Ihnen, was das alles ist: Das ist nur Unterhaltung. Das ist Entertainment und nichts mehr.”
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