“Hört auf zu arbeiten” ist das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz. Peter Kreuz war vor einem Jahr Top-Redner bei der YOUNECT-Fachtagung. Im letzten Buch “Nur Tote bleiben liegen” haben die beiden Inspiratoren über Kreativität, Durchhaltevermögen, Fleiß, Misserfolge und Fehlschläge geschrieben. Das neue Buch unterscheidet sich von den anderen Förster & Kreuz-Bestsellern. Es geht um die Leitfrage, warum wir arbeiten, wie wir arbeiten. In „Hört auf…“ geht es um die historische und persönliche Einordnung, welche Arbeit wir selbst wollen. Jede Form der Arbeit hat eine gesellschaftliche und persönliche Herkunft. Alle Arten zu arbeiten und zu leben, werden von den Autoren gewürdigt. Das Buch ist kein Ratgeber “so geht’s”. Aus persönlichen Entscheidungen der Leser halten sich die Autoren heraus. Weiterlesen
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Mit weniger Bewerbungen zum Traumjob. Mit mehr Zusammenarbeit mehr Qualität in der Branche und Region
Letzte Woche bei einem Verband in Schwerin und heute am Telefon mit einer Landtagsabgeordneten aus Stuttgart wurde mir gesagt, dass unser Service “Bewerber auf Empfehlung” für sie nicht interessant sei, weil sie ja MEHR Bewerber bräuchten. Das verstehe ich natürlich. Mit MEHR Bewerbern wäre alles deutlich einfacher. Aber MEHR Bewerber gibt es kurzfristig nicht. Und langfristig wahrscheinlich auch nicht. Die Statistiker kennen die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung. Das Statische Bundesamt bietet Einblick in die Bevölkerungsentwicklung von 2008 bis 2060 aller Bundesländer. Deutschland wird im Jahr 2030 den höchsten Rentneranteil in der Europäischen Union haben. Der Erhebung zufolge ist Chemnitz in 20 Jahren die älteste Stadt des Kontinents. Und nicht nur das, 2010 gab es in Deutschland erstmals seit 25 Jahren mehr Abwanderung als Zuzug.
Peer Steinbrück antwortete auf das Thema “Nachwuchskräftemangel” sehr schlagfertig. In einer Lesung aus seinem neuen Buch “Unterm Strich” im Dezember in Berlin sagte er sinngemäß: “Ich habe meinen Teil dazu beigetragen und drei Kinder in die Welt gesetzt.” Ich schließe mich dem an. Da sich unserem Beispiel die Mehrheit der Deutschen nicht anschließt, werden wir wohl andere Lösungen entwickeln müssen, als laut nach MEHR Bewerbern zu schreien. Die Aussagen des Verbands-Geschäftsführers und der Landtagsabgeordneten “Wir wollen MEHR Bewerber” finde ich daher etwas weltfremd. Das ist die alte Denke: Mehr Mehr Mehr.
Innovationen beginnen häufig mit Fragen. Zwei meiner Fragen lauten: „Wie kommen Unternehmen mit MEHR Zusammenhalt zu MEHR Qualitätserhalt?“ Und „Wie kommen Bewerber mit weniger Bewerbungen zum Traumjob in ihrer Region/Traumbranche?“ Hintergrund dieser Fragen ist unser altes Bewerbungssystem, das einer Zeit entstammt, als Bewerber 50, 100 oder auch 150 Bewerbungen schreiben mussten, um 49, 99 oder 149 Absagen zu bekommen. Ein imenser Zeit- und Geld-Aufwand für Bewerber und Unternehmen. Wie wäre eine wirksame Verzahnung in den Branchen und Regionen, so dass jeder gute Bewerber in der Branche, in der er sich bewirbt, schon mit der ersten Bewerbung einen Job angeboten bekommt! Das hilft Bewerbern und Unternehmen gleichermaßen.
Sicherlich können sich die Unternehmen nicht (mehr) erlauben, auch nur einen einzigen potenziellen Bewerber zu verlieren. Liegt eine geeignete Bewerbung vor, sollte diese erhalten bleiben. Aber was passiert mit einem guten Bewerber, der durch fehlende Kapazität oder fehlende Passung in einem einzelnen Betrieb eine Absage bekommt? Bisher im alten Einbahnstraßen-Bewerbungssystem kann dieser Bewerber aufgrund der Absage allen Unternehmen verloren gehen. Oder wie stellen Sie sicher, dass alle Talente für die Unternehmen in Ihrer Branche und Region erhalten bleiben?
Mit „Bewerber auf Empfehlung“ bietet YOUNECT eine wirksame webbasierte Möglichkeit der Zusammenarbeit, so dass jeder gute Bewerber der Branche schon mit der ersten Bewerbung erhalten bleibt, selbst wenn ein einzelnes Unternehmen absagen muss! YOUNECT stärkt die Zusammenarbeit webbasiert, beginnend bei Auszubildenden bis hin zu Fachkräften. Regionen und Verbände können selbst definieren, ob sie sich untereinander Auszubildende, Duale Studenten, Absolventen Fachkräfte, High Potentials oder alle empfehlen.
Da es kein MEHR an Bewerbern geben wird, heißt die Zukunft: Zusammenarbeit. Thomas Keup hat zum Jahreswechsel die wegweisende Frage gestellt: “Wer bringt uns die Kollaboration im Web? Wenn Google die Informationen der Welt organisiert und Facebook die Kommunikation zusammenführt, wer bringt uns die Kollaboration im Web?” Im NORDPOOL wird das Wissen in der Region genutzt von den Menschen, denen Schüler vertrauen. Der Rat eines Vertrauten zählt beim Schüler, deshalb werden Schüler durch „Mentoren“ wie z.B. Lehrer, Jugendleiter, Sporttrainer und Schülervertreter für passende Berufe der NORD/LB empfohlen. Die Schüler werden eingeladen und bekommen bei Interesse eine kurze, persönliche Referenz für ihre Bewerbung. Neben Schülervertretern (Schüler Union Niedersachsen, Jusos Hildesheim), Jugendleitern (Kolpingjugend Hildesheim) und Lehrern (Gaußschule Braunschweig, Nibelungen-Realschule Braunschweig und die Wilhelm-Raabe-Schule Hannover) unterstützen auch Sporttrainer des Turn-Klubbs Hannover die Idee des NORDPOOLs.
Im PERSONECT vom DEHOGA Berlin und vom Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg sehe ich die Zukunft in der Nachwuchsgewinnung und der Sicherung von Fachkräften: In der Zusammenarbeit. Anders geht es nicht, denn MEHR Schüler werden es auf lange Sicht nicht. Fangen wir gemeinsam an, NEUE Fragen zu stellen wie zum Beispiel „Wie kommen Unternehmen mit MEHR Zusammenhalt zu MEHR Qualitätserhalt?“ Und „Wie kommen Bewerber mit weniger Bewerbungen zum Traumjob in ihrer Region/Traumbranche?“
YOUNECT beschreitet neue Wege in der Kommunikation
Ab sofort betriebt YOUNECT einen eigenen Skype-Account der Ihnen und dir helfen soll, schnell mit uns Kontakt auf zu nehmen.
Arbeitgeber:
Wenn Sie Gesprächswünsche haben oder einfach etwas erfahren wollen, nutzen Sie Skype. Wenn Sie uns Ihren Namen und Ihre Telefonnummer hinterlassen, werden wir Sie so schnell es geht zurückrufen.
YOUSER:
Wenn du Fragen oder Anregungen hast oder mal schnell mit uns Kontakt aufnehmen willst, nutze Skype. Wir können dir schnell und einfach weiter helfen.
Sie erreichen unseren Skype-Account durch einen klick auf unseren Skype-Account oder Sie/ du fügen/ fügst uns als Kontakt hinzu. Unser Account heißt YOUNECT-Team.
Skype ist ein kostenloses Kommunikationsprogramm. Mehr Infos und einen Download gibt es auf www.skype.com
Berufseinsteiger binden – Azubis als Botschafter Ihres Unternehmens
Dieser Artikel wurde auf hrm.de veröffentlicht.
Von den rund 32 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland verspüren 87 Prozent keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit. Fast 70 Prozent machen lediglich Dienst nach Vorschrift, und jeder Fünfte hat bereits seine Kündigung schon einmal in Gedankenvollzogen. Die geringe emotionale Bindung der Mitarbeiter an ihren Beruf und Arbeitgeber erreicht damit ein erschreckend hohes Niveau. Um in der heutigen Zeit mit den immer stärker werdenden Wettbewerbern mithalten zu können, müssen ausgeklügelte Strategien entwickelt werden, um die Mitarbeiter an den Arbeitgeber zu binden. Das allgemeine Sprichwort „Nur ein zufriedener Kunde bleibt auch als Kunde bestehen“ gilt sinngemäß auch im „War for Talents“. Gerade bei jungen Mitarbeitern ist die Wechselbereitschaft zu einem anderen Arbeitgeber höher als bei älteren Arbeitnehmern. Eine schlechte Führungs- und Betreuungsqualität sowie die fehlende Identifikation mit Produkten und Dienstleistungen sind nach den Ergebnissen einer Kienbaum-Studie die am häufigsten genannten Ursachen für eine erhöhte Wechselbereitschaft. Wollen Unternehmen ihr Know-how und damit verbunden ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten bzw. ausbauen, muss ein Arbeitgeber folglich den Erhalt der Humanressourcen stärken.
Die Mitarbeiterzufriedenheit als notwendige Voraussetzung für jede Personalbindung geht mit der Mitarbeitermotivation einher. Motivationsfördernd sind vor allem ideelle Maßnahmen, die das Gemeinschaftsgefühl, das so genannte Wir-Gefühl der Belegschaft stärken. In diesem Zusammenhang kann der Ansatz des Employee Branding, der Teilbestand des Employer Branding ist, Anwendung finden. Beim Employee Branding geht es um die Vermarktung des Arbeitgebers als solcher. Dabei steht der Arbeitnehmer eines Unternehmens im Vordergrund, der das Image bzw. das Markenversprechen seines Arbeitgebers nach außen oder innen transportiert. Hintergrund dafür ist die Bedeutung des Mitarbeiters als Garant für die Einhaltung des Markenversprechens, das für den Aufbau von Markenwert ursächlich ist. Während offiziellen Kommunikationsmaßnahmen häufig Vorbehalte entgegengebracht werden, sind die eigenen Mitarbeiter als Botschafter eines Unternehmens besonders glaubwürdig und authentisch. So rücken diese immer mehr in den Vordergrund der Employer Branding Aktivitäten. Das Ziel dabei ist eindeutig: potentiellen Bewerbern soll ein möglichst reales Bild von der Arbeit im jeweiligen Unternehmen vermittelt werden. Die glaubwürdigste Art und Weise ist dabei, Menschen zu Wort kommen zu lassen, mit denen man sich als Bewerber identifizieren kann, wie zum Beispiel Lehrlinge für die Ansprache von potentiellen Auszubildenden. So bekommt das Employee Branding eine zunehmende Bedeutung des Brand Commitments, das in zweierlei Hinsicht wirkt: Zum einen werden die Mitarbeiter eines Unternehmens zu Markenbotschaftern der Arbeitgebermarke, was auf Seiten des Mitarbeiters die Identifikation mit dem Unternehmen und die Wertschätzung des Arbeitgebers stärkt. Zum anderen prüfen neue Mitarbeiter ihr Brand Commitment gegenüber ihrem potentiellen Arbeitgeber.
Bei YOUNECT haben Arbeitgeber die Möglichkeit, Ihr Unternehmen und Ihre Ausbildungsmöglichkeiten auf einem Online-Messestand zu präsentieren. Neben der allgemeinen Darstellung des Arbeitgebers und den Inhalten der Ausbildung können beispielsweise Videos oder Fotos aus dem Berufsalltag des jeweiligen Unternehmens integriert werden. Darüber hinaus können Arbeitgebern dort einen direkten Ansprechpartner, den so genannten JobAngel anbieten. Da YOUNECT vorwiegend Berufseinsteiger im Alter zwischen 13 und 21 Jahren anspricht, ist es empfehlenswert, Auszubildende aus dem jeweiligen Beruf als Botschafter des Unternehmens einzusetzen. Der entscheidende Vorteil daran ist die Kommunikation auf Augenhöhe. So kann sich der JobAngel besser in die Situation der Schüler hineinversetzen, weil er oder sie sich vor nicht allzu langer Zeit noch selbst mit der Thematik der Berufsorientierung beschäftigt hat und demnach auch eher weiß, was Jugendliche interessiert, als ein langjähriger Mitarbeiter. Gleichzeitig schafft der Kontakt auf Augenhöhe auch die nötige Vertrauensbasis bei den Jugendlichen, auch Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen. Denn der Azubi vermittelt nicht das Gefühl, Entscheider bei der Rekrutierung zu sein, sondern nimmt eher die Position des Freundes ein, der den Berufseinsteigern die nötigen Insiderinformationen mit all den Sonnen- und Schattenseiten des Arbeitsalltags authentisch vermittelt. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass sich junge Berufseinsteiger häufig nur mäßig mit ihren Arbeitgebern identifizieren, ist der JobAngel ein sehr geeignetes Mittel, um dem Auszubildenden eine höhere Wertschätzung zukommen zu lassen und folglich an das Unternehmen zu binden.

