@Schüler: “das Wichtigste: persönliches Interesse.” @Arbeitgeber: “Früh, früher, noch früher beginnen.”

7
Jun 2010

Markus Pohl war sechs Jahr Director Research bei trendence und ist nun selbständiger Unternehmer mit research2guidance.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Das Thema Berufswahl ist sehr schwierig: Die meisten zukünftigen Azubis haben nicht nur ein, sondern mehrere oder viele Interessensgebiete. Bei der Berufswahl muss man sich jedoch auf einen einzigen Beruf beschränken.

Dann sind diese verschiedenen Berufsmöglichkeiten auch noch unterschiedlich gefragt: während Unternehmen für bestimmte Berufe händeringend Leute suchen, gibt es bei anderen Berufen gibt es ein Überangebot an fertig ausgebildeten Lehrlingen. Schließlich mischen sich noch andere Personen (Eltern/Verwandte/ Bekannte) in die Berufswahl ein und können mit verschiedensten Ratschlägen und Tipps genauso oft helfen wie verwirren.

Wie trifft man also die richtige Wahl? Soll man den Beruf wählen, der Spaß macht oder einen Beruf wählen “der vernüftig” ist (den die Eltern einem nahelegen).

Hier ein paar Tipps zu Hilfe:

- Entscheide Dich nicht ausschließlich danach, was auf dem Arbeitsmarkt gerade in diesem Jahr nachgefragt wird.

- Informiere Dich möglichst gut und umfassend. Nicht nur über einen Beruf, sondern über mehrere.

- Schau auch mal “über den Tellerrand” hinaus! Was gibt es alles in der Welt? Wo entwickelt sich die Gesellschaft (Alterung), Technik (moderne Elektronik) und Wirtschaft (Vernetzung der Banken) hin. Mach Dir Deine eigenen Gedanken.

- Hole Dir Ratschläge von Fachleuten (Lehrer, Agentur für Arbeit, Berufsbildungszentrum, …).

- Mit Abstand das Wichtigste ist jedoch das persönliche Interesse.

Leute, die das verfolgen, was ihnen Spaß macht, machen mit Sicherheit einen besseren Job. Eine zwei- oder dreijährige Ausbildung gegen seinen Willen durchzuhalten ist nicht so einfach. Der Karriereweg geht auch nach der Ausbildung weiter. Ein anschließendes Studium, Selbständigkeit, … ist immer möglich.

Grundsätzlich ist der Satz schon richtig, den eventuell schon der/die ein oder andere vom Onkel oder Großvater gehört haben: Gute Leute werden immer gesucht.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Früh, früher, … noch früher beginnen.

Die Ansatzpunkte des Employer Branding Strategien – zumindest der großen Marken – in der Berufsbiografie der Beworbenen sich immer weiter nach vorne verschieben. Diese Strategie macht vor allem in Branchen mit starkem Wettbewerb Sinn – trotz der “Streuverluste”, die sich über solch lange Zeiträume ergeben.”

Vielen Dank Markus und weiterhin gutes Durchstarten mit dem Startup.

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@Schüler: “gerne unter die kalte Dusche?” @Arbeitgeber: “etwas bieten, selbst wenn es viel kostet.”

4
Jun 2010

Felix Helmke kenne ich seit 10 Jahren… und schon im Jahr 2000 wollte er – damals noch Schüler – Pilot werden. Er jobbte im Tower bei Air Berlin, um den Fliegern und dem Himmel möglichst dicht zu sein… und heute ist er Kapitän und Ausbilder bei Air Berlin.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Stell Dir vor, Du mußt die nächsten 45 Jahre jeden Morgen -gefühlt- viel zu früh aufstehen (einer der schlimmsten Momente für mich). Bei welchem Job freust Du Dich trotz dieser Qualen jeden Tag aufs neue auf die Arbeit und springst dafür gerne unter die kalte Dusche? Suche solange, bist Du die richtige Antwort für Dich findest!”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Die Rahmenbedingungen müssen stimmen: Wer spitzenqualifizierte Menschen engagieren will, muß ihnen auch etwas bieten, selbst wenn es viel kostet. Ich reise z.B. beruflich viel (und das schlaucht), und wenn ich einen Auftrag angeboten bekomme, dann nehme ich ihn nur noch an, wenn man mir ein Business Class-Flugticket stellt.”

Weiterhin guten Flug, Felix.

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@Schüler: “Findet es heraus!” @Arbeitgeber: “Machen Sie Lust!”

19
Mai 2010

Christian Eisert ist TV-Autor (z.B. „Harald Schmidt“, „Sesamstraße“), Buchautor („TACHO-MAN“) & Comedy-Coach (u.a. Animateurtraining TUI), mehr von Christian Eisert findest Du auf seiner Website.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler?

“Beschäftigt euch so früh wie möglich mit der Arbeitswelt. Auch wenn sie im Moment ganz fern scheint. Die meiste Zeit eures Lebens werdet ihr in einem Job verbringen! Deshalb sollte der Job zu euch passen. Nutzt die Kontakte, die Ihr jetzt schon habt durch Verwandte, Bekannte, Eltern von Freunden etc. und „schnuppert“ in verschiedene Berufsfelder hinein.

Dabei geht es nicht allein um den konkreten Job, sondern um Arbeitsabläufe, die sich in scheinbar unterschiedlichen Berufen ähneln.

So hat eine Arzthelferin ähnlich viel Kontakt mit Menschen, wie ein Autoverkäufer. Ganz im Gegensatz zur Arbeit in der Buchhaltung oder der Maschinenproduktion. Was liegt euch mehr: Der Umgang mit Menschen (z.B. Kunden, Patienten), die Arbeit im Büro oder das „Unterwegssein“ (z.B. als Installateur oder Außendienstmitarbeiter). Macht euch Schreibtischarbeit Spaß oder mehr Handwerkliches, Eigenverantwortung oder Teamarbeit? Findet es jetzt heraus!”

1 Tipp zur Schüler-Gewinnung an Arbeitgeber:

“Zeigen Sie, wie Sie Ihre Unternehmenskultur fördern. Wie belohnen Sie Vorschläge und Ideen Ihrer Mitarbeiter zur Verbesserung von Arbeitsabläufen, Kundengewinnung u.ä.? Warum sind Ihre Mitarbeiter daran interessiert, ihre Aufgaben so gut wie möglich zu machen? Welche Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung eröffnen sich für Mitarbeiter Ihres Unternehmens? Zeigen Sie, dass das Verhältnis zwischen Unternehmen und Mitarbeitern nicht nur eine Gehaltszahler-Gehaltsempfänger-Beziehung ist, sondern eine Win-Win-Situation! Machen Sie Lust auf die Arbeit in Ihrem Unternehmen!”

Danke an Christian Eisert

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