MEHR Fachkräfte werden es nicht. Demografische Weichen gestellt. Städte und Regionen vorsorgen?

29
Okt 2011

Die Zahl der Fachkräfte sinkt ab jetzt dauerhaft in Deutschland. Auch wenn die Höhe des Bewerber- und Bevölkerungsrückgangs offen ist,

Bevölkerungsrückgang

steht fest: MEHR Fachkräfte werden es nicht. „Wir können der Entwicklung nicht ausweichen, aber wir sollten richtige Weichen stellen“, sagte Frank Gläßner, Demografiebeauftragter Dorsten im Juni. Ein Großteil der demografischen Weichen wurde längst in den vergangenen 20 Jahren gestellt.

Kennen Sie Josefs Traumdeutung der fetten und der mageren Kühe. In der Bibel 1. Mose 41,1-57 wird beschrieben, wie Josef dafür sorgt, dass der ägyptische Pharao vorsorgt: “7 Jahre Hungersnot, da würde es dem Land Ägypten nicht gut gehen. Aber Gott zeigte dem Pharao das alles, damit er sich gut darauf vorbereiten konnte.” Wie können sich Städte und Regionen jetzt auf die mageren Jahre mit Fachkräftemangel vorbereiten und vorsorgen? YOUNECT schlägt regionale Talentpools vor, die von Unternehmen, Schulen, Hochschule und anderen regionalen Partnern GEMEINSAM gefüllt werden.

Regionale Talentpools bieten Azubis, Fach- und Führungskräfte, Absolventen und Praktikanten auf Empfehlung. Unser webbasierter Service integriert Empfehlungen von Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, HWKs und IHKs in EINEM regionalen Bewerberpool. Zusätzlich können sich Unternehmen untereinander datenschutzrechtlich korrekt die 2.-, 3.- und 4.-platzierten Bewerber empfehlen, denn diese Bewerber sind auch GUT, bekommen aber Absagen. Jede Absage trägt völlig unnötig zu einer potenziellen Abwanderung bei, denn die Bewerber hatten sich bereits für die Stadt, Region oder Branche entschieden und dort beworben. Gute Bewerber können mit der ERSTEN Bewerbung gebunden werden. „Wenn 170 Unternehmen pro Jahr je drei Empfehlungen abgeben, dann haben wir in 20 Jahren schon 10 000 Bewerber in der Region gehalten“, zitierte mich die Thüringer Tageszeitung “Freies Wort”.

Ja, es geht dabei um einen Paradigmenwechsel. Teilen GUTER Bewerber zum Wohl der gemeinsamen Region. Talentpools von YOUNECT verfolgen ein Ziel, zusammen die GUTEN Bewerber in der Stadt/ Region/ Branche zu halten.

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Paradigmenwechsel: Teilen guter Bewerber. Man muss die Konkurrenz nicht Scheiße finden

23
Sep 2011

Ein altes somalisches Sprichwort sagt: “Ich und Somalia gegen die Welt; ich und mein Clan gegen Somalia; ich und meine Familie gegen den Clan; ich und mein Bruder gegen die Familie; ich gegen meinen Bruder.” Ich werde in den Präsentationen zu den Talentpools “Bewerber auf Empfehlung” manchmal gefragt, warum denn konkurrierende Unternehmen in Oldenburg, Gießen oder Heidenheim sich untereinander gute Bewerber empfehlen sollten. Diese Frage ist völlig berechtigt. Es ist DIE Kernfrage, die gestellt werden MUSS!

Ich meine, dass in Zeiten des Fachkräftemangels (nur) ein Paradigmenwechsel helfen kann: Teilen und das Weiterempfehlen guter Bewerber, um sie für die gemeinsame Region und Branche zu retten. Abgesagte GUTE Bewerber können einfach weggehen. In andere Regionen in Deutschland, in die Metropol-Magneten München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin und auch ins Ausland. Was passiert denn mit den 2.-, 3.- und 4.-platzierten Bewerbern? Es wäre so einfach, die 2.-, 3.-, 4.-Platzierten in Ihrer Region zu bündeln und der Region zu sichern. Zur Zeit verlassen mehr Menschen Deutschland als einwandern. “Einwanderungssaldo: negativ“.

Man kann sich immer nur zwischen Alternativen entscheiden: Wenn ich dem Bewerber absagen muss, obwohl er gut ist (Kapazität, Zeitpunkt, Schwerpunkt,…), geht er zur Konkurrenz. Das ist schon mal klar. Bleibt die Frage der Alternativen: Ist es dann besser, wenn er

  • A) zur Konkurrenz in der Region,
  • B) zur Konkurrenz in einer anderen Region in Deutschland oder
  • C) zur Konkurrenz im Ausland geht?

Wenn Sie diese Frage für sich selbst beantwortet haben, wissen Sie, ob es für Sie Sinn macht, GUTE Bewerber zu TEILEN… gerade WEIL diese Bewerber sich bereits für Ihre Region entschieden und dort beworben haben.

Völlig unterschätzt wird, dass mit jeder Absage Zeit und Geld, die in Stellenausschreibungen, Jobportale und Bewerbungsgespräche der Unternehmen, in regionale Marketing-Kampagnen und in die Schulen, Berufsberatung, Hochschulen, Career Services in dieser Region geflossen sind, verloren gehen durch einzelne Absagen einzelner Unternehmen. Verloren für die ganze Region. Und wie viele Absagen akzeptieren GUTE Bewerber heute, bevor sie weggehen? Was halten Sie also vom Vorsorgen, Bündeln und Festhalten aller Fachkräfte in EINEM regionalen Talentpool zusammen mit den Schulen, Hochschulen und Ihren Unternehmen? Was halten Sie von “Bewerber auf Empfehlung” mit zwölf regionalen Quellen der Empfehlung?

Dieter Pfaff sagt in der NDR-Talkshow (ab Minnute 1:20): “Man muss die Konkurrenz nicht Scheiße finden.” Es ist Ihre Entscheidung. Es bleibt Ihnen überlassen, welche Konstellation im somalischen Sprichwort Sie wählen: “Ich gegen meinen Bruder. Ich und mein Bruder gegen die Familie. Ich und meine Familie gegen den Clan. Ich und mein Clan gegen Somalia. Ich und Somalia gegen die Welt.”

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Niedersachsen fördert „Modellprojekte betriebliche Ausbildung“ zur nachhaltigen Fachkräftesicherung. Projektvorschläge bis Ende Mai 2011

22
Apr 2011

“Ausbildung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der viele beitragen müssen.”, meinen David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachsen und Jörg Bode, Niedersächsicher Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Dazu setzen die Landesregierung, Kammern, Verbände und Arbeitsagenturen in Niedersachsen konkret auf den Niedersächsischen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs, um Jugendlichen in Niedersachsen Chancen für den Start ins Berufsleben zu bieten und Unternehmen bei ihren Ausbildungsanstrengungen zu unterstützen. Gemeinsam streben sie an, dass Niedersachsen auch künftig genügend Fachkräfte hat.

Mit dem Programm „Modellprojekte betriebliche Ausbildung“ fördert das Land Niedersachsen Projekte zur Verbesserung der Lage auf dem niedersächsischen Ausbildungsstellenmarkt, zur nachhaltigen Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen durch die betriebliche Ausbildung oder zur Steigerung der Qualität und Attraktivität der Berufsausbildung. Antragsberechtigt sind Kammern, Verbände, Kommunen oder kommunale Einrichtungen, gemeinnützige Vereine, Gewerkschaften sowie Weiterbildungsträger. Alle Zuwendungsempfänger müssen Erfahrungen im Bereich der betrieblichen Ausbildung haben.

“Ich freue mich auf die guten Ideen der regionalen Ausbildungsmarktakteure, die mit ihrem Engagement dazu beitragen werden, den Fachkräftenachwuchs in Niedersachsen zu sichern und jungen Menschen Chancen geben, auf eigenen Beinen zu stehen.”, sagte Minister Bode anlässlich des Programmstarts.Die regionalen Akteure können ihre Projektvorschläge bis zum 31. Mai 2011 bei der NBank einreichen. Rund 2 Millionen Euro stehen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Mindestens zwei von zwölf Schwerpunktsetzungen müssen von den Antragstellern abgedeckt werden.

Die NORD/LB geht in Niedersachsen bereits seit Herbst 2010 neue Wege in der Gewinnung passender Auszubildender und Dualer Studenten. Im NORDPOOL werden Empfehlungen ausgesprochen von den Menschen, die den Schülern am nähesten sind: Schülervertreter, Vertrauenslehrer, Sporttrainer und Jugendleiter. Gerade ist die Suche der NORD/LB für den Ausbildungsstart 2012 gestartet.

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Bewerber und Unternehmen investieren viel Zeit und Geld. Hohe Verluste durch Absagen. Branchen und Regionen: Stoppt den Irrsinn!

15
Feb 2011

Bisher geht jede Bewerbung 1:1 vom Bewerber zum Unternehmen und als Zusage oder Absage zurück zum Bewerber. Ich finde, diese Ineffizienz muss nicht sein, es geht anders. Stoppt den Irrsinn. Bewerber und Unternehmen investieren viel Zeit und Geld. Absagen führen zu hohen individuellen Verlusten. Branchen und Regionen sollten umdenken!

jeder_allein

Manchmal antworten mir Verbandsvertreter und Politiker: “Wir brauchen mehr Bewerber.” Wie realistisch ist diese Forderung? Platt auf den Punkt gebracht: “In 40 bis 50 Jahren kommen in Deutschland auf eine Geburt zwei Sterbefälle.” Oder in Worten des Statistischen Bundesamtes: “Im Jahr 2050 doppelt so viele 60-Jährige wie Neugeborene.”

Was bisher gar nicht beachtet wird: Unternehmen investieren viel Zeit und Geld, um Bewerber bis zur Bewerbung zu bringen: Stellenanzeigen, Marketing-Aktionen, Messen, Videos, Websites.  Sind Bewerber überzeugt, dann investieren die Bewerber ihre Zeit und ihr Geld in die Bewerbung. Unternehmen und Bewerber haben Zeit und Geld investiert, dennoch kann selbst eine gute Bewerbung zur Absage führen. Gründe für Absagen:

  • Kapazität
  • Zeitpunkt
  • Fachliche Passung
  • Menschliche Passung

Auch in Zeiten von Fachkräftemangel wird es weiterhin Absagen geben. Also gilt es, diese großen Investments zu retten und die Motivation des Bewerbers aufzufangen. Der Bewerber wurde bereits für ein Unternehmen und eine Branche gewonnen. Bewerber und Unternehmen haben Zeit und Geld investiert. Und dann gehen Bewerber nach Absagen einzelner Unternehmen verloren. Verloren für die Branche und die Region. Muss das so sein? Ok, das war eine rhetorische Frage.

Besser wär`s doch, Fachkräfte und Auszubildende werden mit der ersten Bewerbung allen interessierten Unternehmen präsentiert. D.h. jede gute Bewerbung kommt mit Empfehlung in den Bewerberpool eines Verbandes oder einer Stadt/Region.

gemeinsam

Wie stellen Sie sicher, dass alle Talente für Ihre Stadt, Ihren Landkreis und Ihre Branche erhalten bleiben?

YOUNECT stärkt die Zusammenarbeit webbasiert mit verbandsinternen Bewerberpools. Mit „Bewerber auf Empfehlung“ bieten wir eine wirksame webbasierte Verzahnung, so dass jeder gute Bewerber schon mit der ersten Bewerbung der Stadt, der Region und der Branche erhalten bleibt! Mit einem Klick werden gute Bewerber allen anderen beteiligten Betrieben empfohlen – natürlich NUR wenn der Bewerber zustimmt und damit datenschutzrechtlich korrekt. Im aktuellen Verbändereport wird dieser interne Pool vorgestellt.

Was halten Sie davon? Ich bin gespannt auf Ihr Feedback, Ihre Erfahrungen, Fragen und Ideen.

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