Bis die Wand umfällt. Gute Bewerber in Region und Branchenverband abgeben. Den Ort erreichen, an dem vor Dir keiner war!

2
Feb 2011

Da schlug mein Herz höher, als ich am Montag diesen Artikel las: “Regelbruch als Strategie. Solange gegen die Wand laufen, bis die Wand umfällt, sei das wichtigste Erfolgskriterium von innovativen Regelbrechern, meint Strategietrainer Sven Gábor Jánszky im Interview: Viele Regeln, denen wir uns tagtäglich unterwerfen, sind Regeln die wir uns selber auferlegen oder von denen wir annehmen, dass sie in der Gesellschaft als allgemein gültig gelten. Es sind häufig eingefahrene Regeln des Establishments, gegen die Rulebreaker als erstes aufbegehren. Etwas, das fast alle Regelbrecher als wichtigstes Erfolgskriterium benannt haben, ist es, so lange gegen diese Wand zu laufen, bis die Wand umfällt.” Der Vorstandsvorsitzende der MyHammer AG und der MyHammer Holding Markus Berger-de León empfiehlt Gründern: “Viel ausprobieren und keine Angst vor Fehlern haben, diese aber schnell erkennen und daraus lernen”. Auch ein gutes, tragfähiges, skalierbares Business-Modell entsteht immer “sukzessive durch ständiges und beharrliches „Trial & Error“. “Fehler machen, lernen, wachsen und immer wieder üben.”

Eine eingefahrene Regel im Nachwuchs- und Fachkräfte-Recruiting lautet: Mehr mehr mehr Bewerber. Diese Regel, die mir immer wieder begegnet, ist eindeutig überholt, denn es werden nicht mehr Bewerber. Auf Basis der alten Einstellung “mehr mehr mehr Bewerber” hat sich ein Systen der Bewerbung etabliert, das ich Einbahnstraßen-Bewerbungssystem nenne. Jede Bewerbung geht 1:1 vom Bewerber zum Unternehmen. Das führte dazu, dass Bewerber 50, 100 oder auch 150 Bewerbungen schreiben mussten, um 49, 99 oder 149 Absagen zu bekommen. In der neue Zeit mit “weniger weniger weniger Bewerbern” funktioniert das Einbahnstraßen-Bewerbungssystem nicht mehr. Was wäre, wenn stattdessen ein Bewerber mit einer Bewerbung 50 Unternehmen oder 100 Unternehmen erreicht? Dieses neue Bewerbungssystem ergibt eine Verbreitung von 1:50 oder 1:100, das heißt: Mit einer guten Bewerbung erreicht der Bewerber 50 oder 100 Unternehmen, selbst wenn das erste Unternehmen durch fehlende Kapazität oder fehlende Passung eine Absage verschicken muss. So bleiben alle potenziellen Bewerber mit der ersten Bewerbung erhalten. Liegt eine geeignete Bewerbung vor, bleibt der Bewerber den Unternehmen einer Region und Branche erhalten.

Wir setzen mit YOUNECT darauf, dass es zukünftig mehr Unternehmen geben wird, die bereit sind, gute Bewerber im regionalen Verbund und Branchenverband weiter zu geben, weil sie wissen, dass sie langfristig davon profitieren. Andere Unternehmen werden Einzelkämpfer bleiben. Wir setzen auf die, die sich im Verband und in Netzwerken zusammen tun. Das braucht Zeit und Beharrlichkeit. Sven Gábor Jánszky sagt in seinem Interview zu innovativen Regelbrechern: “die Lust am Durchsetzen einer Veränderung gehört zu den hervorstechendsten Eigenschaften des Rulebreakers.” Uns bewegt große Lust, Herzblut und Leidenschaft, Berufswahl und Nachwuchsgewinnung zusammen mit Schülern, Lehrern, Personalverantwortlichen, Branchen-Clustern und Unternehmensverbänden neu aufzustellen und fit für die Zukunft zu gestalten.

In diesem Prozess, der viel mehr Zeit braucht, als wir dachten, und uns jeden Funken Beharrlichkeit und gegen die Wand laufen abverlangt, hilft mir ein sehr schöner, berührender Song von Silbermond zum Fallen, Kämpfen, Schaffen: Das Ende vom Kreis LIVE in Oberhausen, in dem Silbermond auch das Ankommen beschreibt, das Erreichen des Ortes, an dem vor Dir keiner war! Einer dieser Ort, an dem keiner vor mir war, waren Partys in Ost-Berlin vor dem Mauerfall. Ich lief im wahrsten Sinne des Wortes oft gegen die Wand, um meine Freunde auf der anderen Seite der Berliner Mauer zu sehen: “Ich wagte den undenkbaren Gedanken” – ein paar Highlights mit Grenzbeamten und der Stasi 1988 und 1989 geschrieben zum 21. Jubiläum am 09.11.2010.

Ich freue mich schon auf die nächsten Unternehmens-Netzwerke PERSONECT, die in den nächsten Wochen starten werden. Ich bin sehr gespannt, ob am Ende unser Anlaufen für “Bewerber durch MEHR Zusammenhalt” oder die “MEHR Bewerber”-Mauern stärker sind.

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Mobile Couponing ist akzeptiert: Krasse 67 Prozent der Konsumenten sind an Coupons über Handy interessiert

27
Jan 2011

Gerade erst schrieb ich vorhin über den Start von Mobile-Couponing für die Nutzer der VZ-Netzwerke und über das jährliche Wachstum um 45 Prozent bis 2015 bei E-Commerce-Umsätze, die aus Apps heraus getätigt werden. Da lese ich im Tweet von Roland Farnbacher: “#Studie: #Mobile #Couponing – Innovativ und branchenübergreifend.” Hintergrund ist ein Artikel auf interworld.de, der beschreibt: “Mobile Couponing ist akzeptiert: 67 Prozent der Konsumenten sind an Couponaktionen über Handy interessiert. Und es gibt weiteres Potenzial – auch Kunden, die bisher keine Gutscheine genutzt haben, stehen dem Angebot positiv gegenüber.”

Das ist das Ergebnis einer Onlineumfrage unter 1.000 Handynutzern. An erster Stelle der Vorteile von mobile Coupons wurde die ständige Aktualität der Gutscheine genannt, 63 Prozent sehen diesen Hauptnutzen. Und einen interessanten Rückschluss auf Unternehmen, die mobile Coupons und Rabatte einsetzen, stellt die Umfrage heraus: “Unternehmen, die mobile Coupons einsetzen, werden von Konsumenten als innovativ (63 Prozent) und kundenorientiert (43 Prozent) wahrgenommen.”

Auf geht`s. Was hält euch noch? Mobile Coupons anbieten!

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@Schüler: “Was unterscheidet mich von anderen?” @Arbeitgeber: “Nach versteckten Potentialen der Bewerber suchen!”

30
Mai 2010

Heute gibt uns seine Tipps Felix Berghöfer. Er ist Geschäftsführer der Berghöfer Consulting. Einer Unternehmensberatung für Personal- und Organisationsentwicklung. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Personalmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Man sollte nichts beschönigen. Die Berufswahl direkt nach der Schule ist eine knifflige Angelegenheit. Auf der einen Seite wird einem ständig erzählt, dass man in der heutigen Zeit alles werden kann, was man will. Auf der anderen Seite weiß man ja oft noch gar nicht so genau, was man werden will oder was man überhaupt werden kann. Daher rate ich allen Schülern, dich sich zurzeit mit diesen Fragen auseinandersetzen, jede Möglichkeit zu nutzen, die Möglichkeiten da draußen kennen zu lernen. Plattformen wie Younect haben eine Fülle von Informationen zu den verschiedensten Ausbildungsberufen zusammengetragen. Interessant darin ist vor allem, dass dort viele Berufe bzw. Ausbildungen vorgestellt werden, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben. Die aber oft sehr spannend sind. Der Pluspunkt dabei ist dann nämlich auch, dass wenn bestimmte Ausbildungen nicht so bekannt sind, es auch nicht so viele Bewerber gibt. Das erhöht die Chance des Einzelnen.

Darüber hinaus empfehle ich, dass man sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt. Was kann ich gut, was vielleicht nicht so gut? In welchen Bereichen möchte ich Zukunft noch besser werden? Was unterscheidet mich von anderen? Wer diese Fragen beantworten kann, kann im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall punkten.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern, Azubis, Dualen Studierenden an Personaler:

“Ich höre von vielen Unternehmen oft die Beschwerde, dass die Qualität der Bewerber um Ausbildungsplätze in den letzten Jahren verstärkt abgenommen hat. Das kann durchaus auch sein. Aber ich kann nur dazu aufrufen sich die Bewerber auch unter dem Gesichtspunkt anzugucken, dass diese jungen Menschen der Link zur Gesellschaft und damit direkt oder indirekt zu den eigenen Kunden sind. Auch wenn Bewerber z.B. mit Migrationshintergrund  nicht so gut Deutsch sprechen und schreiben können, können sie Ihrem Unternehmen aber Einblicke in das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund geben. Vielleicht lassen daraus ja ganz innovative neue Produkte kreieren. Suchen Sie also nach den versteckten Potentialen der Bewerber!”

Vielen Dank Felix. Auf die nächsten unternehmerischen Erfolge!

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