Diana Golze (DIE LINKE) im Gespräch mit YOUNECT

9
Sep 2009

In unserer Reihe “Aus der Politik” möchte ich Ihnen nun unser Interview mit Frau Golze präsentieren:

YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wie heißen Sie? Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Welche Position besetzen Sie genau?

Diana Golze: Mein Name ist Diana Golze. Ich bin Diplom-Sozialpädagogin und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der Fraktion DIE LINKE bin ich Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik. Außerdem vertrete ich meine Fraktion in der Kinderkommission des Bundestages.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Diana Golze: Ich bin nicht nur Mitglied der Bundestagsfraktion DIE LINKE, sondern auch Mitglied dieser Partei. Das ist für mich die Partei, die die sozialen Interessen der Menschen in den Mittelpunkt stellt, sich als Friedenspartei etabliert und für gleichwertige Lebensverhältnisse in den Regionen kämpft – egal ob in Ost- oder in Westdeutschland. In dieser Partei kann ich meine eigenen politischen Ziele umsetzen – die Bekämpfung der Kinderarmut und die Stärkung der Rechte von Kindern. Das geht nur, weil auch diese Themen zentrale Ziele DER LINKEN sind.

YOUNECT: Als Sie Kind waren, hatten Sie sicher einen Berufswunsch/ Traumberuf. Welcher war das und was machte für Sie den Reiz an diesem Beruf aus?

Diana Golze: Als kleines Mädchen wollte ich Fotografin werden. Ich fand es einfach faszinierend, vor einen hellen Vorhang gestellt zu werden, dann blitzte es und einige Tage später hatte man dann ein Bild auf Papier. Später wollte ich dann – wie wohl fast jedes Mädchen – Ärztin werden. …weiterlesen »

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Prominente Studienabbrecher – Mangelnde Berufsorientierung oder glückliche Zufälle?

8
Sep 2009

Selbst unter Deutschlands bekanntesten Persönlichkeiten gibt es einige, die ihr Studium oder ihre Ausbildung abbrachen und den Berufsweg anders als geplant fortsetzten. Das mag bei Vielen daran gelegen haben, dass glückliche Umstände und Zufälle Chancen boten, denen man nur schwer widerstehen konnte. Bei anderen widerum scheint der geplante Berufsweg auch aus Mangel an Vorwissen und falschen Erwartungen gescheitert zu sein. Wer kann denn auch ahnen, dass ein BWL mit Zahlen zu tun hat??? ;)

Die im Folgenden aufgeführten Beispiele sollen zwar zum Einen zeigen, dass ein Abbruch des Studiums auch eine nur vorrübergehende Niederlage sein kann und kein Grund zum Aufgeben sein muss. Zum anderen möchte ich aber auch verdeutlichen, dass man mit ein wenig mehr Vorwissen über den angestrebten Beruf viel Zeit und Nerven sparen kann.

Kai Pflaume

Kai Pflaume (Flirt-Experte):

Soldat, Informatiker, Laufstegmodel, Aktienhändler – Bevor Pflaume auf abenteuerlichen Wegen TV-Allzweckmoderator wurde, schmiss er Studium, Lehre, Beruf. YOUNECT warnt: Das hätte auch schief gehen können. Nicht immer geht probieren über studieren!

Stefan Raab (Multi-Talent: Moderator, Musiker, Metzger, Profi-Wok-Fahrer,…)

Ein Jahr nach seinem bestandenen Abitur begann Stefan Raab in Köln und Bielefeld Jura zu studieren. Fünf Semester hielt er es aus an der Uni, dann war Schluss mit lustig. Eine parallel absolvierte Metzgerausbildung im Betrieb seiner Eltern schloss er mit “sehr gut” ab und wurde als “Bezirksbester” ausgezeichnet. Arbeiten tut Herr Raab aber auch in diesem Beruf nicht. Er richtete sich ein Tonstudio ein, produzierte beispielsweise Werbejingles und Swing-Arrangements für das RIAS-Orchester – alles ohne musikalische Ausbildung. Auch heute meldet er sich noch regelmäßig mit musikalischen Projekten, hauptsächlich ist er aber für seine TV-Karriere bekannt: Seine eigene  Show läuft seit gefühlten Jahrhunderten mehr als erfolgreich im deutschen Fernsehen. Sein Basiswissen in Jura wird ihm wohl auch dabei das eine oder andere Mal geholfen haben. Wirklich geplant scheint der gute Herr Raab sein Leben nicht zu haben. Den großen Erfolg verdankt er sicher auch ein paar glücklichen Zufällen. Zum Nachmachen eignet sich dieser Lebenslauf also nur bedingt… …weiterlesen »

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WaBriMiDa und wie man noch auf Interessen eingehen kann

10
Aug 2009

Kürzlich wurde ich gefragt, wie man auf die Interessen von unterschiedlichen Interessensgruppen eingehen kann. Du willst etwas auf dem Bürgeramt erreichen. Du willst am Telefon eine Auskunft erhalten. Du willst vom Vermieter das Ja zu deiner Traumwohnung. Oder du triffst den Personalchef von einem Unternehmen, das die perfekte Traumstelle zu besetzen hat. Du kannst grundsätzlich davon ausgehen, dass jeder Mensch – bewusst oder unbewusst – eigene Interessen hat. Du hast deine Interessen, andere haben ihre Interessen. Das ist ganz natürlich. Andere haben nicht deine Interessen. Wenn du etwas von anderen Menschen möchtest, greifst du in deren Interessen ein. Mit diesen Tipps, kommst du weiter:

1. “WaBriMiDa?” Alle haben letztlich nur eine Frage: Was bringt mir das?

Keiner wird es dir so direkt sagen, meistens sind Menschen irgendwie diplomatisch-freundlich. Aber im Hintergrund steht immer die Frage: “Was bringt mir das?” Diplomatisch-freundlich bekommst du nur die offizielle Version. Du willst ja hinter die Kulissen schauen. D.h. frag dich, was haben deine Gesprächspartner davon, mit dir zu sprechen? Was haben sie davon, statt diplomatisch-freundlich im besten Fall ehrlich-vertraulich zu Dir zu antworten? Was bringt ihnen das Risiko, dir im besten Fall statt Pressemitteilung die Wahrheit zu sagen? WaBriMiDa? ist das Zauberwort, meiner Meinung nach. Und die Antwort wird bei jedem einzelnen Gesprächspartner anders ausfallen.

2. Nimm dir ein sehr konkretes, messbares Ziel vor jedem Gespräch vor: Was willst du herausfinden?

Was willst du erreichen? Nicht allgemein, ganz konkret und auch bei jedem anders auf ihn zugespitzt. Wenn du das vor dem Termin weißt, bist Du im Gespräch fokussierter. Heute steht im Tagesspiegel im Sonntagsinterview, dass Ariane Friedrich im Training nie springt, obwohl sie Hochspringerin ist. Sie übt nur noch den Anlauf. Im Wettkampf ist sie dann richtig heiß aufs Springen. Wenn Du vorher strategisch geplant hast, worauf du im Gespräch zielst, kannst du das Gespräch im richtigen Moment für dein Ziel drehen, ohne dass es der andere merkt. Gestern sagte Steffen Simon in der Sportschau zum Siegtor der Hertha, das sei Systemfußball á la Favre. Alle sind fokussiert, und ein Moment reicht im Spiel, das entscheidende Tor zu erzielen.

3. Beschäftige dich im Vorfeld intensiv mit der Biografie deiner Gesprächspartner. Finde persönliche Anknüpfungspunkte.

Eine Stipendiatin der Civil Academy, wo ich regelmäßig Dozent bin, organisierte in Münster eine UN-Studenten-Simulation. Ich riet ihr, Herrn Töpfer als Schirmherrn anzusprechen, weil er bei der UNO tätig war. Sie fand heraus, dass er Alumni der Uni Münster war. Perfekt. Sie fragte ihn, und er freute sich, an SEINE Uni zurück zu kommen. – Ich riet einem Freund, der in der Schweiz eine internationale Hilfsorganisation aufbaut, Peter Eigen anzusprechen. Aiducation International hilft Schülern in Kenia mit Stipendien. Nun expandieren sie von der Schweiz in andere Länder. Warum Peter Eigen? Er hat mit Transparency International eine internationale Hilfsorganisation aufgebaut und war vorher für die Weltbank – ACHTUNG – in Kenia tätig. Je mehr du über eine Person weiß, desto mehr kannst du im Gespräch einfließen lassen und mit Glück werden die Gesprächspartner dann persönlicher. Letztlich erzählt jeder gerne über gute Zeiten und Highlights im Leben.

4. Versuch im Vorfeld möglichst viele persönliche Kontakte zu knüpfen.

In Deutschland würde ich immer alle Kontakte auf XING recherchieren, ob ich über Freunde und Bekannte dichter an die Person rankomme. Wenn im Vorfeld eines Treffens schon mal ein Austausch stattfand, kann man im Gespräch direkt daran anknüpfen. Wenn man weiß, wer mit wem bekannt ist, kann man Beziehungen herstellen. Und stell dich gut mit allen Miarbeitern im Hintergrund. Im Berliner Wahlkampf 1995 hatte ich eine Zusage von der SPD-Spitzenkandidatin Ingrid Stahmer, zu einer Veranstaltung mit 120 Schülern zu kommen. Ich telefonierte über Monate 1x pro Woche mit ihrer Wahlkampfleiterin. Als an dem Abend der Veranstaltung Frau Stahmer noch 3 andere spontane Einladungen bekam, und Frau Stahmer bei uns absagen wollte, sorgte diese Wahlkampfleiterin dafür, dass sie zu uns kam,… und in ihrem Schlepptau kam das ZDF Heute Jounal zu uns, die ihr Interview nach der Veranstaltung bei uns machten.

Ich hoffe, das hilft dir weiter!

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