Berufseinsteiger binden – Azubis als Botschafter Ihres Unternehmens

Dieser Artikel wurde auf hrm.de veröffentlicht.

Von den rund 32 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland verspüren 87 Prozent keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit. Fast 70 Prozent machen lediglich Dienst nach Vorschrift, und jeder Fünfte hat bereits seine Kündigung schon einmal in Gedankenvollzogen. Die geringe emotionale Bindung der Mitarbeiter an ihren Beruf und Arbeitgeber erreicht damit ein erschreckend hohes Niveau. Um in der heutigen Zeit mit den immer stärker werdenden Wettbewerbern mithalten zu können, müssen ausgeklügelte Strategien  entwickelt werden, um die Mitarbeiter an den Arbeitgeber zu binden. Das allgemeine Sprichwort „Nur ein zufriedener Kunde bleibt auch als Kunde bestehen“ gilt sinngemäß auch im „War for Talents“. Gerade bei jungen Mitarbeitern ist die Wechselbereitschaft zu einem anderen Arbeitgeber höher als bei älteren Arbeitnehmern. Eine schlechte Führungs- und Betreuungsqualität sowie die fehlende Identifikation mit Produkten und Dienstleistungen sind nach den Ergebnissen einer Kienbaum-Studie die am häufigsten genannten Ursachen für eine erhöhte Wechselbereitschaft. Wollen Unternehmen ihr Know-how und damit verbunden ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten bzw. ausbauen, muss ein Arbeitgeber folglich den Erhalt der Humanressourcen stärken.

Die Mitarbeiterzufriedenheit als notwendige Voraussetzung für jede Personalbindung geht mit der Mitarbeitermotivation einher. Motivationsfördernd sind vor allem ideelle Maßnahmen, die das Gemeinschaftsgefühl, das so genannte Wir-Gefühl der Belegschaft stärken. In diesem Zusammenhang kann der Ansatz des Employee Branding, der Teilbestand des Employer Branding ist, Anwendung finden. Beim Employee Branding geht es um die Vermarktung des Arbeitgebers als solcher. Dabei steht der Arbeitnehmer eines Unternehmens im Vordergrund, der das Image bzw. das Markenversprechen seines Arbeitgebers nach außen oder innen transportiert. Hintergrund dafür ist die Bedeutung des Mitarbeiters als Garant für die Einhaltung des Markenversprechens, das für den Aufbau von Markenwert ursächlich ist. Während offiziellen Kommunikationsmaßnahmen häufig Vorbehalte entgegengebracht werden, sind die eigenen Mitarbeiter als Botschafter eines Unternehmens besonders glaubwürdig und authentisch. So rücken diese immer mehr in den Vordergrund der Employer Branding Aktivitäten. Das Ziel dabei ist eindeutig: potentiellen Bewerbern soll ein möglichst reales Bild von der Arbeit im jeweiligen Unternehmen vermittelt werden. Die glaubwürdigste Art und Weise ist dabei, Menschen zu Wort kommen zu lassen, mit denen man sich als Bewerber identifizieren kann, wie zum Beispiel Lehrlinge für die Ansprache von potentiellen Auszubildenden. So bekommt das Employee Branding eine zunehmende Bedeutung des Brand Commitments, das in zweierlei Hinsicht wirkt: Zum einen werden die Mitarbeiter eines Unternehmens zu Markenbotschaftern der Arbeitgebermarke, was auf Seiten des Mitarbeiters die Identifikation mit dem Unternehmen und die Wertschätzung des Arbeitgebers stärkt. Zum anderen prüfen neue Mitarbeiter ihr Brand Commitment gegenüber ihrem potentiellen Arbeitgeber.

Bei YOUNECT haben Arbeitgeber die Möglichkeit, Ihr Unternehmen und Ihre  Ausbildungsmöglichkeiten auf einem Online-Messestand zu präsentieren. Neben der allgemeinen Darstellung des Arbeitgebers und den Inhalten der Ausbildung können beispielsweise Videos oder Fotos aus dem Berufsalltag des jeweiligen Unternehmens integriert werden. Darüber hinaus können Arbeitgebern dort einen direkten Ansprechpartner, den so genannten JobAngel anbieten. Da YOUNECT vorwiegend Berufseinsteiger im Alter zwischen 13 und 21 Jahren anspricht, ist es empfehlenswert, Auszubildende aus dem jeweiligen Beruf als Botschafter des Unternehmens einzusetzen. Der entscheidende Vorteil daran ist die Kommunikation auf Augenhöhe. So kann sich der JobAngel besser in die Situation der Schüler hineinversetzen, weil er oder sie sich vor nicht allzu langer Zeit noch selbst mit der Thematik der Berufsorientierung beschäftigt hat und demnach auch eher weiß, was Jugendliche interessiert, als ein langjähriger Mitarbeiter. Gleichzeitig schafft der Kontakt auf Augenhöhe auch die nötige Vertrauensbasis bei den Jugendlichen, auch Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen. Denn der Azubi vermittelt nicht das Gefühl, Entscheider bei der Rekrutierung zu sein, sondern nimmt eher die Position des Freundes ein, der den Berufseinsteigern die nötigen Insiderinformationen mit all den Sonnen- und Schattenseiten des Arbeitsalltags authentisch vermittelt. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass sich junge Berufseinsteiger häufig nur mäßig mit ihren Arbeitgebern identifizieren, ist der JobAngel ein sehr geeignetes Mittel, um dem Auszubildenden eine höhere Wertschätzung zukommen zu lassen und folglich an das Unternehmen zu binden.

“Ordnung ist das halbe Leben”- Sabine Bätzing, Mitglied der SPD

Nachdem die engagierte Sabine Bätzing wohl gerade von einem ihrer zahlreichen Hausbesuche heimgekehrt ist, hatten wir sie nun im Interview, in dem sie uns einige Fragen zu ihrem politischen Handeln beantwortet hat.
YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wie heißen Sie? Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Welche Position besetzen Sie genau?

Sabine Bätzing: Ich heiße Sabine Bätzing bin 34 Jahre alt, komme aus Altenkirchen. Ich bin Bundestagsabgeordnete und habe eine Ausbildung als Diplom Verwaltungswirtin (FH). Ich bin Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Sabine Bätzing: Ich bin Mitglied der SPD, diese steht für Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität. Daher wollen wir
- Gute Löhne für Gute Arbeit (dafür brauchen wir einen Mindestlohn),
- Gebührenfreie Bildung,
- Gesundheit für alle (Alle sollen in eine gemeinsame Versicherung einbezahlen, auch die mit viel Einkommen),
- Förderung Erneuerbare Energien
- Ausstieg aus der Atomkraft,
- Gerechte Steuern (Wer mehr verdient muss auch mehr zu Steuern herangezogen werden),
- Soziale Marktwirtschaft (z.B.: Nicht alles ist auf dem Finanzmarkt erlaubt.) Weiterlesen

Schulessen goes Web

Marcel Bergamnn ist Azubi in der IT-Abteilung der Bildungsbehörde. Im Rahmen seiner Ausbildung entwickelte er eine für Schulen kostenlose Software, die es zum Einen Schülern ermöglicht, den Essensplan ihrer Schule von zuhause aus einzusehen und Mahlzeiten zu buchen oder zu stornieren, zum Anderen aber auch Schulen die Möglichkeit bietet, das Essen elektronisch abzurechnen.Das Programm läuft in einer geschützten Umgebung komplett über das Internet.

“Ungefähr zwei Jahre habe ich daran getüftelt” verriet der 20-jährige Marcel dem Weserreport, der über diese Neuerung am 16.09.2009 berichtete. Marcel macht gerade seine Fachinformatiker-Ausbildung und hofft darauf, in der Bildungsbehörde übernommen zu werden. Das hänge allerdings davon ab, wie gut die neue Software bei den Schulen ankomme, so der Azubi. Das Schulzentrum Helgolander Straße, das Alte Gymnasium sowie die Waldorfschule Osterholz haben die Einführung des Online-Systems bereits angekündigt. Nun hoffen wir nicht nur für Marcel Bergamnn, dass den drei Schulen aus Bremen und Umgebung bald weitere folgen.

Was denkt ihr, liebe Schüler und Schülerinnen, über die Möglichkeit euer Essen in Zukunft online buchen zu können? Würdet ihr die Einführung begrüßen oder werdet ihr die guten alten Essenmarken vermissen?