27.02.2012 personalmarketing2null Vom Fachkräftemangel, Talentpools und Personalmarketing in Regionen

Henner Knabenreich schreibt über Fachkräftemangel und Personalmarketing in Regionen. Warum? Einfach, weil “gut qualifiziertes Personal in andere Städte, Regionen, Bundesländer oder sogar ins Ausland abwandert. Und dann? Schaut man in die Röhre. Ganze Industriestandorte können so ausbluten. Man kann abwarten, bis es soweit ist. Und dann handeln (dann wird es schwer). Oder man beugt vor.”

Dazu stellt Herr Knabenreich fünf regionale Kampagnen vor:

  1. Website Durchstarten in MV mit Azubiatlas
  2. Facebook-Seite “Würzburg – Karriere mit Lebensqualität
  3. Online-Portal der Bauwirtschaft Südwestfalen
  4. 120 Unternehmen der Elektro-, Elektronik- und Metallindustrie zur V. E. M., der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie
  5. Community Your Gstaadt. Via Website mit Jobportal und Facebook-Page (2.219 Fans)

Auch den YOUNECT-Talentpools stellt Herr Knabenreich vor: “Vom Talentpool profitieren somit sowohl Großstädte, die global um die besten Köpfe konkurrieren, als auch Regionen, die mit Abwanderung zu kämpfen haben… Nun könnten Sie sagen, aber Moment mal, dann geht der Bewerber ja zur Konkurrenz. Das ist gut beobachtet. Aber das macht er sowieso, wenn Sie ihn ablehnen. Bliebe also die Frage der Alternativen, zwischen denen Sie wählen können:

  1. Geht der Bewerber zur Konkurrenz in der Region, die Sie ja stärken wollen?
  2. Geht der Bewerber zur Konkurrenz in einer anderen Stadt, einer anderen Region in Deutschland?
  3. Geht der Bewerber sogar zur Konkurrenz im Ausland?

Die Antwort liegt auf der Hand. Zur Standortsicherung geht kein Weg daran vorbei, die guten Bewerber in Ihrer Region mit anderen Unternehmen zu teilen. Gemeinsam im Verbund sind Sie stark und schaffen Synergien. Denn schließlich bleiben die Fachkräfte bzw. Bewerber auf diese Weise in der Region (oder werden in die Region geholt) und halten sie stark, attraktiv und wettbewerbsfähig.”

Wer mehr zu dem Thema wissen will, der Land-der-Ideen-Preisverleihung beiwohnen und interessanten Vorträgen lauschen möchte, dem sei die Fachtagung Regionalentwicklung Fachkräfte am 29. März im Palais in der Kulturbrauerei in Berlin wärmstens empfohlen.

08.12.2011 AGITANO “Auch Metropolregionen spüren Fachkräftemangel”

Am 08.12.2011 hat das Online-Magazin AGITANO den zweiten Teil des Interviews mit Martin Gaedt veröffentlicht zum Thema “Auch Metropolregionen spüren Fachkräftemangel“. Darin stellt Herr Gaedt die These auf: “Die besten Mitarbeiter sind zu allen Zeiten hart umkämpft. Spitzenkräfte sind immer ein Mangel. Metropolregionen hält dieser Mangel aber nicht davon ab, verschwenderisch mit den Top-Kandidaten umzugehen.”

Wichtig ist Herrn Gaedt eine Klarstellung zu der oft geäußerten Sorge der Unternehmen, der Bewerber gehe zur Konkurrenz, wenn man ihn innerhalb der Metropolregion anderen Unternehmen weiterempfehlen würde. Herr Gaedt stellt dazu klar: “Wenn Sie den Bewerber nicht einstellen, dann geht er zur Konkurrenz. Und zwar immer. Alternativlos. Die Frage ist, welche Konkurrenz Sie lieber stärken wollen: A) Die Konkurrenz in Ihrer eigenen Metropolregion und damit Ihre Metrolpolregion? B) Die Konkurrenz in einer anderen Metropolregion in Deutschland? oder C) Die Konkurrenz im Ausland?”

Das ganze Interview.

„Um eine Region voranzubringen, ist Teamgeist gefragt.“

„Um eine Region voranzubringen, ist Teamgeist gefragt.“, schreibt Konrad Gießmann unter Zielen auf seiner Website. Herr Gießmann ist Landrat im Landkreis Gotha

YOUNECT geht es mit den Talentpools genau darum: Teamgeist und Teilen GUTER Bewerber zum Wohl der gemeinsamen Region. Deshalb passt das Zitat so gut: „Um eine Region voranzubringen, ist Teamgeist gefragt.“

Häufig kommt bei meinen Präsentationen in den Regionen der Kommentar: “Aber dann geht der Bewerber ja zur Konkurrenz.” Ja, stimmt. Aber er geht sowieso zur Konkurrenz, wenn Sie ihn ablehnen. Wenn Sie dem Bewerber absagen, geht er zur Konkurrenz. Das ist klar und alternativlos.

Bleibt die Frage der Alternativen, zwischen denen Sie wählen können: Geht der Bewerber

  • A) zur Konkurrenz in Ihrer Region, die Sie stärken wollen?
  • B) zur Konkurrenz in einer anderen Region in Deutschland? oder
  • C) zur Konkurrenz im Ausland?

Wenn Sie diese Frage für sich selbst beantwortet haben, wissen Sie, ob es für Sie Sinn macht, GUTE Bewerber in Ihrer Region mit anderen Unternehmen zu TEILEN… gerade WEIL diese Bewerber sich bereits für Ihre Region entschieden und dort beworben haben.

Zusätzlich werden im Talentpool regionale Schulen, Hochschulen, Initiativen, Vereine, Bildungsträger eingebunden, alle, die Azubi-, Absolventen, Fach- und Führungskräfte-Bewerber empfehlen können. Jede Absage trägt völlig unnötig zu einer potenziellen Abwanderung oder missglückten Rückkehr bei, denn die Bewerber hatten sich bereits für Ihre Region entschieden und dort beworben. Gute Bewerber können mit der ERSTEN Bewerbung gebunden werden.

RKW Kompetenzzentrum: Fachkräftesicherung ist als strategisches Thema im Mittelstand angekommen

Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung sind in aller Munde, doch wer tur was? Und was bedeutet das für kleine und mittlere Unternehmen? “Bis zu fünf Millionen Arbeitskräfte werden in 15 Jahren in Deutschland fehlen – das entspricht der Bevölkerung von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen!”, schreibt die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld. „Wir werden zukünftig stärker als bislang wenig genutzte Potenziale erschließen müssen, um die sinkende Zahl an Erwerbspersonen zu kompensieren“, so Ortwin Goldbeck, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK)

Das RKW Kompetenzzentrum hat aktuell den Trendreport Fachkräftesicherung 2010/2011 veröffentlicht. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zeigen: Drei von vier Unternehmen hatten im Zeitraum 2010 bis 2011 Probleme, Stellen zu besetzen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff: „Knapp zwei Drittel der Unternehmen haben gegenwärtig ein Problem mit der Besetzung offener Stellen.“

Wer wagt sich aus der Deckung und handelt?

Warum werden 2.-, 3.- und 4.-platzierte Bewerber weiterhin durch Absagen verschwendet? Gute Bewerber sollten mit der ersten Bewerbung in der Region gehalten werden, für die sie sich bereits entschieden und dort beworben haben. “Was, ich soll Bewerber an die Konkurrenz abgeben?” Ein Bewerber, dem ein Unternehmen aus Kapazitätsgründen absagt, geht so oder so zur Konkurrenz. Die Frage ist nur wo. Bleibt er in Ihrer Region und stärkt damit Ihre Region? Oder geht der Bewerber weg in eine Konkurrenz-Region oder ins Ausland? Unter diesen Alternativen erscheint mir das Teilen guter Bewerber in der eigenen Region eine sinnvolle Wahl!