Personalauswahl ist alles! Zukunft wird auf den Personalmärkten entschieden. Generation Gold in der Talentförderung.

31
Okt 2010

“In einer Kultur, in der Fehlervermeidung über die Chancenverwertung herrscht, gibt es keine Innovation.” (S.47) schreibt Reinhard K. Sprenger und zitiert in “Gut aufgestellt” den Aufsichtsratsvorsitzenden Giuseppe Vita: “Der größte Fehler ist die Angst vor einem Fehler.” Ganz ähnlich denken Jim Landau: “If you want to be a leader in innovation, you have to be prepared to have things go wrong.” und Förster & Kreuz: “Dynamiker vertrauen auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Versuch, Irrtum und Lernen.” und zitieren Philip Knight: “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.” Reinhard Sprenger, Giuseppe Vita, Philip Knight, Jim Landau und Anja Förster & Peter Kreuz sind sich also darin einig: Ohne Fehler nichts Neues. Klingt banal, aber wer ist dazu wirklich bereit? Bereit mit aller Konsequenz und Freude an Fehlern?

Schüler auf der Suche nach Lehrstellen scheinbar nicht.Wenn es um den Einstieg ins Berufsleben geht, steht bei Jugendlichen das Thema Sicherheit an erster Stelle. Deutsche Lehrstellensuchende bewerben sich mehrheitlich in traditionellen Berufsfeldern und orientieren sich weniger an aktuellen Trends oder einem coolen Image.stellte eine Umfrage unter 2.500Nutzern des Lehrstellenmarkts von meinestadt.de fest. Mehrere Vertreter von IHKs und Unternehmen erzählten mir kürzlich, dass Unternehmen mit Markennamen in diesem Jahr noch mehr Bewerbungen bekommen haben trotz sinkender Gesamtzahlen. Eine Marke strahlt Sicherheit aus. Gleichzeitig haben über 141.000 Azubis ihre Lehre 2009 abgebrochen, mehr denn je zuvor: 22,6 Prozent laut Staatssekretär Helge Braun (CDU). Beides eröffnet Fragen an die Erwartungshaltungen von Schülern und Unternehmen wie auch an den Wert von Fehlern und Unsicherheit in der Schulbildung und im Unternehmensalltag. Sprenger schreibt in “Gut aufgestellt”: “Dass wir alles tun müssen, um möglichst fehlerfrei zu arbeiten, ist eine Platitude. Wenn man es aber übertreibt, dann wird es kontraproduktiv. Ein schlechter Manager macht immer dieselben Fehler, ein guter immer neue.” (S.46) Wie lernt man, immer neue Fehler zu machen?

Ein Mitarbeiter setzt sein erstes Projekt und 1 Mio. $ in den Sand. Sein Vorgesetzter ist nicht sauer, sondern sagt: “Ich habe gerade eine Million Dollar in Ihre Ausbildung gesteckt.”, und der Mitarbeiter arbeitet bewusst in diesem Unternehmen weiter. Sprenger schreibt: “Personalauswahl ist die wichtigste Managemententscheidung überhaupt; keine Entscheidung hat so langfristig einen so hohen Wirkungsgrad.” (S.136) Sein Fazit lautet: “Der Wettbewerb der Zukunft wird auf den Personalmärkten entschieden.” (S.143) Sprenger nimmt Fußballmannschaften unter die Lupe und sucht Übertragungen für Unternehmen: “Erfolgreiche Spieler waren immer unter bestimmten Umständen erfolgreich… Wichtiger ist … ein anderes Kriterium geworden – die Passung. Heute fragt man: Passt ein Spieler in die Mannschaft, insbesondere zu seinen engsten Mitspielern? Passt er auch zur Führungskraft?” Diese Frage der Passung stellt sich bereits am Anfang der Karriere in der Berufsausbildung. Schulabgänger wie auch Unternehmen investieren 3 Jahre Zeit und Energie in die Berufsausbildung. Wie viel Zeit wird vorher in die Feststellung der Passung zum Beruf und zum Team gesteckt?

Die WAZ veröffentlichte im August eine spannende Spurensuche zur neuen “Generation Gold beim DFB. Namen wie Sami Khedira, Thomas Müller oder Mesut Özil stehen seit der WM in Südafrika für deutschen Fußball, der wieder Spaß macht. Doch woher kommen eigentlich die Talente des DFB-Teams?” Die Spuren gehen 10 Jahre zurück: “Horst Hrubesch weinte. In jener Nacht, als der deutsche Fußball am Boden lag… und bei der Europameisterschaft 2000 bereits in der Vorrunde ausschied.” Die Talentförderung in Deutschland wurde daraufhin komplett umgekrempelt. Heute gibt es 366 Stützpunkten, in denen fast 1000 hauptamtliche Trainer über 14.000 junge Talente betreuen. Außerdem wurde den Profi-Vereinen die Auflage erteilt, ihre Jugendarbeit in einem Leistungszentrum zu führen. Andernfalls gibt es keine Lizenz. In die Zentren ist bislang fast eine halbe Milliarde Euro geflossen, im vergangenen Jahr allein 83 Millionen. “Die DFB-Junioren-Teams schafften, was noch keiner Nation gelang: Im vergangenen Jahr wurden sie Europameister in allen Altersklassen, von der U17 über die U19 bis zur U21. Trainer der älteren beiden Jahrgänge war übrigens Horst Hrubesch.”, schreiben Janis Brinkmann und Christoph Winkel in der WAZ.

Christiane Schönefeld, Chefin der nordrhein-westfälischen Arbeitsagentur, weist darauf hin, dass die Firmen weiter verstärkt ausbilden müssten, um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 15 Prozent der Menschen, die heute zwischen 20 und 29 Jahren sind, verfügen über gar keinen Berufsabschluß. Hier stellt sich die Frage, ob hier nicht endlich – wie 2000 im Fußball – wirksame Maßnahmen gestartet werden müßten. Michael Bürsch sagte am Donnerstag, dass der “Kampf um jedes Talent beginnen muss”, da es schon bald zu wenig Auszubildende gibt. Sprenger: “Wer Zusammenarbeit will, der muss Strukturen verändern. Der muss Systeme auf den gemeinsamen Erfolg umstellen.” (S.177) Im Ausbildungsmarkt – der Talentschmiede Deutschlands – kocht weiterhin jeder sein Süppchen. Wer bietet Überblick und Relevanz? Es muss doch eine bessere Systematik und wirkungsvollere Strukturen geben als dass jede Stadt, jede IHK, jede HWK, jeder Verband eine eigene Initiative mit Website macht. Wer kennt wirkungsvolle neue Strukturen, die Generation Gold für jährlich 600.000 Neueinsteiger im Ausbildungsmarkt ermöglicht?

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Früher wollte sie Kinderärztin werden – Heute setzt sich Ekin Deligöz für die Rechte von Kindern ein

14
Sep 2009

Im heutigen Interview stellen wir Frau Deligoz, Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vor. Sie berichtete YOUNECT von ihrem manchmal sehr steinigen Bildungsweg und ihrer Karriere als Politikerin bei Bündis 90/DIE GRÜNEN.

YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wie heißen Sie? Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Welche Position besetzen Sie genau?

Ekin Deligöz: Ich heiße Ekin Deligöz, komme aus Schwaben und bin seit 1998 Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Neu-Ulm. Derzeit bin ich kinder- und familienpolitische Sprecherin meiner Fraktion und Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages. Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder und lebe in Senden/Bayern und in Berlin. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meinen Kindern.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Ekin Deligöz: Ich bin seit 1989 Mitglied von Bü90/Grünen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten ein für den Erhalt der Umwelt, eine ökologische, moderne Wirtschaftspolitik, eine sozial ausbalancierte Politik auch und gerade in Zeiten der Globalisierung und, nicht zuletzt, für die Wahrung und Stärkung von Bürgerrechten. Die Zeit drängt: für Wirtschafts- und Klimakrise müssen jetzt Lösungen gefunden werden. Und zwar nachhaltige, die akute Probleme nicht einfach auf die kommenden Generationen abwälzen. Damit das gelingt, muss ein Umdenken stattfinden, das Umwelt und Arbeit miteinander verbindet, Gerechtigkeit herstellt und Freiheit stärkt. Dazu schlagen wir den Grünen Neuen Gesellschafsvertrag vor.

- Wie wir mit einem konsequent sozial-ökologischen Programm 1 Million neuer Arbeitsplätze schaffen werden,

- wie wir die Klimakatastrophe abwenden und eine Zukunft erneuerbaren Energien gestalten wollen,

- wie wir gerechte soziale Verhältnisse und gute Bildungs- und Teilhabechancen für alle gewähren wollen,

- und wie wir Selbstbestimmung und Emanzipation in einem bedrängen Rechtsstaat sichern wollen

kann jeder genauer nachlesen z.B. im Grünen Wahlprogramm (http://gruene.de/einzelansicht/artikel/unser-wahlprogramm.html)

YOUNECT: Als Sie Kind waren, hatten Sie sicher einen Berufswunsch/ Traumberuf. Welcher war das und was machte für Sie den Reiz an diesem Beruf aus?

Ekin Deligöz: Ich bin in der Türkei aufgewachsen und wurde dort sehr viel mit Armut und Ungleichheit konfrontiert. Vor allem Kinder haben unter dieser gelebten Armut sehr gelitten. Deshalb wollte ich Kinderärztin werden und den Kindern insbesondere in den Entwicklungsländern helfen. …weiterlesen »

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Dr. Petra Sitte (LINKE) über Traumberufe und Politik

10
Sep 2009

Unsere Interviews mit Politikern gehen weiter: Obwohl auch Sie wahrscheinlich in den Vorbereitungen zur Bundestagswahl am 27. September steckt, nahm auch Frau Dr. Sitte sich die Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Frau Dr. Sitte ist Mitglied des Deutschen Bundestages sowie Forschungs- und Technologiepolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Dr. Petra Sitte: Ich gehöre der LINKEN an. Die wichtigsten Ziele der LINKEN bestehen darin, den Menschen ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, eine gesunde Umwelt zu schaffen und schützen, Dasein erhaltende Arbeit und soziale Perspektiven in Familien und mit Freunden zu sichern, Verteilungsgerechtigkeit zu erzielen, gesellschaftliche Teilhabe sowie demokratische Mitwirkung über den Zugang zu Wissen, Bildung, Kultur, Sport, Gesundheitsfür- und -vorsorge zu öffnen.

YOUNECT: Als Sie Kind waren, hatten Sie sicher einen Berufswunsch/ Traumberuf. Welcher war das und was machte für Sie den Reiz an diesem Beruf aus?

Dr. Petra Sitte: Buchdruckerin oder Schriftmalerin wollte ich werden. Schriftentwicklung, Schriftarten, Kalligraphie, Buchgestaltung, Ästhetik der Typographie, damit verbundene technische und technologische Entwicklungen, typographische Kommunikation etc. hat mich immer schon gefesselt. Warum kann ich eigentlich nicht sagen… Manches lässt sich eben nicht einfach erklären.

YOUNECT: Für welchen Berufsweg haben Sie sich dann entschieden? Haben Sie diesen Beruf in einer Ausbildung oder in einem Studium erlernt? Oder Sind Sie ein Quereinsteiger? …weiterlesen »

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Kultur, Wissenschaft, Bildung sind ihre Themen in der Politik und im Beruf, Prof. Monika Grütters, CDU

9
Sep 2009

Prof. Monika Grütters ist als gebürtige Westfalin aus Münster eine der bekanntesten Politikerinnen in der Berliner CDU. Sie empfiehlt jungen Menschen, sich mit Politik zu beschäftigen, da die Demokratie vom politischen Engagement der Menschen lebt. Wie ist sie selbst zu einer leidenschaftlichen Politikerin geworden, die Menschen direkt helfen möchte? Danke für Ihre Antworten, Frau Grütters.

YOUNECT: Bitte stellen Sie sich doch kurz vor: Wie heißen Sie? Wer sind Sie? In welchem Beruf arbeiten Sie? Was sind Ihre Ziele?

Monika Grütters: Mein Name ist Monika Grütters. Ich bin 47 Jahre alt, ledig und habe Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaften studiert. Seit 2005 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages, vorher war ich zehn Jahre lang Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Neben meinen politischen Mandaten bin ich außerdem als Vorstand der Stiftung „Brandenburger Tor“ sowie als Honorarprofessorin an der Freien Universität Berlin tätig.

YOUNECT: Welcher Partei gehören Sie an und was sind deren wichtigste Ziele?

Monika Grütters: Ich bin seit 1980 Mitglied der CDU. Die Fundamente unserer Politik sind die Orientierung am christlichen Menschenbild und an der Sozialen Marktwirtschaft. Wir glauben an die Fähigkeiten und Potentiale jedes einzelnen Menschen, und wir möchten, dass jeder Mensch die Chance erhält, diese Fähigkeiten auch in Freiheit zu entfalten. In unserem Land vollbringen viele Menschen ohne viel Aufhebens jeden Tag großartige Leistungen: Sie ziehen ihre Kinder groß, sie arbeiten hart und sie kümmern sich ehrenamtlich um diejenigen, denen es nicht so gut geht. Für diese Menschen setzen wir uns ein. Wir wollen, dass ihre Leistungen anerkannt und belohnt werden und nicht vom Staat durch überhöhte Steuern noch bestraft werden.

YOUNECT: Als Sie Kind waren, hatten sie sicher einen Berufswunsch/Traumberuf. Welcher war das und was machte für Sie den Reiz an diesem Beruf aus? …weiterlesen »

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