02.04.2012 ABSOLVENTA Karriere-Blog “Younect erhält Auszeichnung ‘Land der Ideen’ 2012″

Lukas große Klönne war einer unserer Gäste bei der Fachtagung und Preisverleihung “Land der Ideen” vor 4 Tagen. Unter dem Titel Younect erhält Auszeichnung „Land der Ideen“ 2012 stellt er im ABSOLVENTA Karriere-Blog zwei unserer Gastredner vor:

Business-Querdenker mit Leidenschaft Peter Kreuz bringt auf den Punkt: Neben Gehorsam, Sorgfalt und Intelligenz “sind mittlerweile auch Initiative, Kreativität und Leidenschaft notwendig, um die sprichwörtlichen 120 Prozent Leistung zu erreichen.”

Personalmarketing-Blogger Henner Knabenreich machte “anhand verschiedener realer Beispiele deutlich, was viele Unternehmen bei ihren Karriere- oder Facebook-Seiten gut oder schlecht machen. Wesentliche Fehler sind die falsche Zielgruppenansprache, eine schlechte Usability, fehlende Informationen und ein geringer Mehrwert.” Den ganzen Beitrag lesen

Vielen Dank, dass ABSOLVENTA Jobnet dabei war!!!

09.03.2012 AGITANO “Regionalentwicklung Fachkräfte – Interview mit Martin Gaedt”

Am 09.03.2012 veröffentlicht  AGITANO WIRTSCHAFTSFORUM MITTELSTAND ein Interview mit dem Geschäftsführer der YOUNECT GmbH: “Regionalentwicklung Fachkräfte – Interview mit Martin Gaedt“.

Fachkräftesicherung wird für Wirtschaftsförderungen, Landkreise, Cluster, regionale Netzwerke und Verbände eine immer wichtigere Aufgabe. „Erfolg erwächst aus Einzigartigkeit“, sagt Peter Kreuz, Business-Querdenker und Autor der Bestseller „Alles, außer gewöhnlich“ und „Nur Tote bleiben liegen“. „Das Besondere aber fällt nicht vom Himmel, sondern erfordert Leidenschaft und wirkliches Bemühen um Originalität.“ Das gilt nicht nur für Menschen und Unternehmen, sondern auch für Regionen und Branchenverbände.

Zur Fachtagung „Regionalentwicklung Fachkräfte am 29. März in Berlin sagt Martin Gaedt: “Wir haben nur Rednerinnen und Redner eingeladen, auf die wir selbst 100 Prozent gespannt sind. Neugierig bin ich auf jeden einzelnen Input. Die breite Mischung haben wir bewusst gewählt, jeder Vortrag wird den Zuhörern Aha-Erlebnisse bieten.”

Hier geht`s zum ganzen Interview.

200.000 Kundenkontakte täglich geprägt von der Farbe Rot. Begeisterung und Kundennähe

Bei Starbucks und Nespresso zahlen Kunden 60€ bis 70€ pro Kilo Kaffee statt bisher 10€, führte Prof. Dr. Gassmann gestern in die 13. Jahrestagung “innovation 2011″ in München ein. Dass Kunden bereit sind, diesen Preis zu zahlen, verschafft Kaffee-Innovatoren eine steile Wertschöpfung. Beeindruckend auch die Wirkung der Farbe Rot auf allen Produkten, Verpackungen, Fuhrpark, Gebäuden, Maschinen, Kleidung, Helmen, Koffern, Publikationen, der Website, einfach allem von Hilti. 2010 wurde Hilti dafür mit dem red dot award ausgezeichnet. “Auch im B2B-Markt sind 80 Prozent der Kaufentscheidungen emotional.”, sagte Stephan Niehaus gestern in München in seinem Vortrag “welche Bedeutung Design im B2B-Innovationsprozess haben kann”. Hiltis 200.000 Kundenkontakte täglich sind weltweit geprägt von der Farbe Rot.

Das Verbindende aller Vorträge war die Begeisterung. Begeisterung bei Herrn Niehaus für Design, das die Kundenbedürfnisse ernst nimmt und die Marke Hilti stärkt. Begeisterung bei Andreas Fill für “Fill your life”, mit der Wirkung, dass 95 Prozent der Mitarbeiter das Betriebsklima der Firma Fill in Österreich als gut und sehr gut bewerten. Begeisterung bei Dr. Reiner Fageth für sechs gelungene Transformationsprozesse von 2000 bis 2009 in der CEWE COLOR AG. Diese drei Innovatoren verbindet auch ihre Kunden- und Marktnähe. Und erst durch den Erfolg bei Kunden werden aus den Innovationen Erfolge.

Die Firma Fill erwirtschaftete 2010 mit 44 Millionen Euro die höchste Betriebsleistung der Firmengeschichte. Ihre Maschinen ermöglichen eine individuelle Oberflächengestaltung von Snowboards, eine automatisierte Gurtlegeanlagen für Rotorblätter und die Fertigung von Solarkollektoren 50 Prozent leichter und günstiger. Die Mitarbeiter sind Fill, und Fill bietet den Mitarbeitern viel: “Fill your life”. Anja Förster zeigt in ihrem Vortrag “Anleitung zum Querdenken”, dass es zwei Kategorien von Leistung gibt: 1. Gehorsam, Sorgfalt, Fleiss, Intelligenz. Das ist die Basis. Wer nur diese Kategorie an Leistung sucht, kann zusätzliche Leistungsbereitschaft durch Geld-Anreize freisetzen. Die zweite Kategorie ist die Leistung, die für Menschen und Unternehmen den Unterschied macht: Initiative, Kreativität, Leidenschaft. Nur das schafft “alles, außer gewöhnlich”.

Menschen und Unternehmen müssen sich entscheiden, entweder sind sie im Markt “billiger” oder “alles, außer gewöhnlich”, sagte Anja Förster. Für “billiger” braucht man Mitarbeiter mit Fleiß und Gehorsam, für “alles, außer gewöhnlich” braucht man Mitarbeiter, die ihre Initiative, Kreativität und Leidenschaft nicht nur in der Freizeit einsetzen, sondern auch im Beruf. Das Manager Magazin berichtet dazu aus einem Vortrag von Anja Förster und Peter Kreuz: “Disziplin, Fleiß und Sorgfalt seien heute immer noch notwendige Bedingungen, aber sie reichen nicht mehr aus. ‘Wir brauchen heute auch Menschen, die die Initiative ergreifen, die kreativ Probleme lösen und die nicht nur ihre Hände und ihr Hirn mit zur Arbeit bringen, sondern auch ihr Herz. Menschen, die eben das Funkeln in den Augen haben.’” Viele Untersuchungen weltweit hätten gezeigt, so Anja Förster in München, dass Geld nicht der Motivator für “alles, außer gewöhnlich” ist. Mitarbeiter brauchen so viel Geld, dass das Thema Geld für sie vom Tisch ist. Darüber hinaus motivieren drei Elemente:

  1. Selbstbestimmung. Das heißt Freiraum am Arbeitsplatz. Raum für eigene Ideen.
  2. Können. Das heißt Herausforderungen, um täglich besser zu werden und zu wachsen wie ein Tennis-Profi, der täglich trainiert und täglich Feedback bekommt.
  3. Sinn. Das heißt das tun zu können, was einem persönlich wichtig und ein Anliegen ist.

Frau Försters Partner Peter Kreuz sagte dazu im Februar in Berlin: “Wer Zäune um Menschen baut, bekommt Schafe.”

Neben den Voraussetzungen für Innovation “Begeisterung, Initiative, Kreativität und Leidenschaft” kommt die Bereitschaft zur Investition. Die Firmen Hilti, Fill und CEWE COLOR AG haben alle viel Geld in ihre Mitarbeiter und Maschinen investiert. CEWE COLOR hat bisher 255 Millionen Euro in digitale Technologien investiert. Vom reinen White-Label-B2B-Anbieter hat CEWE mit dem CEWE FOTOBUCH auch eine eigene Marke geschaffen. Früher, schneller und näher am Kunden als alle anderen Mitbewerber.

Gleich startet Tag 2 der innovation 2011. Viele innovative Tellerränder!

ROCK YOUR LIFE – das Leben selbst in die Hand nehmen – Studenten helfen Hauptschülern, ihr Leben zu rocken

Mentorenprogramme mit Schülern boomen… und das ist gut so. Die Komplizen, Ausbildungspaten Hannover, Schülercoach, Schüler im Chefsessel, Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler und Studenten e.V., Übergangscoaches, Big Brothers Big Sisters Deutschland, Schülerpatenschaften und sicherlich hunderte weitere meist regionale Programme, Vereine und gGmbHs legen sich mächtig ins Zeug. Ich finde diese Vielfalt sehr gut, weil es gar nicht genug Mentoren geben kann. Jeder Mensch hat Fragen, bleibt mal stecken im Leben, weiß nicht weiter und profitiert dann vom Rat von einzelnen Menschen, die einen ernst nehmen, begleiten und neue Anstöße geben. “Im Endeffekt musst du an dich glauben, aber es hilft immer wenn du nicht der Einzige bist, der das tut.”, sagt Tim, ROCK YOUR LIFE! Coach.

Gestern Abend war ich spontan – dank Sebastians Tipp – zur Auftaktveranstaltung von ROCK YOUR LIFE in der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte. Was mir da begegnete, war pure Lebensfreude und sprudelnde Hingabe. Der Moderator Jürgen Kaube, Journalist der FAZ, warf den Satz ein “Pessimismus ist Verschwendung” und erntete Jubel dafür. Anwesend waren zahlreiche Coaches, das sind Studenten, die Hauptschüler 1:1 begleiten. Angestrebt wird eine zweijährige Beziehung, die natürlich auch danach weiter als Freundschaft bestehen bleiben kann. Dabei steht immer der Schüler mit seinem Talent und seinen Wünschen im Mittelpunkt der 1:1-Beziehung. Die inzwischen 400 Coaches an 11 Standorten sind Studenten aller Fachbereiche. Was sie verbindet ist die Leidenschaft, für eine Person Ansprechpartner, Zuhörer und Mutmacher zu sein und mit der Zeit Vertrauensperson und Freund zu werden. 95% aller Schüler-Coaches mögen ihren studentischen Coach, bei 80% der Studenten hat sich ihre Einstellung zu Hauptschülern positiv verändert und 70% der Schüler vertrauen ihrem Coach. Regina, eine Schülerin aus Friedrichshafen, erzählte, wie sie am Anfang des Coaching am liebsten die Schule ohne Abschluss abgebrochen hätte. Nun nach zwei Jahren hat sie ihren Notendurchschnitt auf 2,6 verbessert und geht jetzt wieder gern zur Schule, weil sie ein Ziel vor Augen hat und von der Studentin darin beständig bestärkt wird.

Am neuen Standort Berlin starten gerade 50 neue Studenten. Die Coaching-Anfänger erhalten selbst ein Coaching von ausgebildeten Profis. So soll die Qualität auf hohem Niveau sicher gestellt werden. Zur Qualitätssicherung wurde auch die ROCK YOUR LIFE! gGmbH gegründet. An den Standorten werden einzelne Vereine gegründet. Eine Art gemeinnütziges Franchisemodell, wie es Maria Gross nannte, sie ist zusammen mit Florian Anthes Vorsitzende des Berliner Vereins ROCK YOUR LIFE! Berlin. “Rock your life” steht für die Überzeugung, dass es sich lohnt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen – es zu “rocken”, wie Gründerin Christina Veldhoen in der ZEIT zitiert wird. Markus Hipp, Geschäftsführender Vorstand der BMW Stiftung Herbert Quandt, die ROCK YOUR LIFE unterstützt, sieht Innovationen wie ROCK YOUR LIFE immer dann entstehen, wenn die Gründer eine kalkulierte Überschreitung von dem, was man meint, tun zu dürfen, um 10 Prozent machen. Das heißt, den Standard in Frage stellen und das allgemein als erlaubt Anerkannte um 10% überschreiten. “Es beginnt immer mit Menschen”, sagte Herr Hipp zum Ende der gestrigen Diskussionsveranstaltung zum Thema “Dialog statt Revolution – Sozialunternehmen als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Sozialem”. Gründerin Elisabeth Hahnke wies zu Beginn des Dialogs auf das Unternehmensnetzwerk, das ROCK YOUR LIFE auch aufbaut, als einen wesentlichen Unterschied zu anderen Mentorenprogrammen hin. Ihr Ziel ist, dass diese Unternehmen sich mit ihren Ausbildungsplätzen wieder für Hauptschüler öffnen. Der dritte Gründer Stefan Schabernak erhielt schon 2006 mit 19 Jahren seinen ersten Preis für ehrenamtliches Engagement. Inzwischen hat ROCK YOUR LIFE mehrere Preise bekommen und ist von Bundeskanzlerin Angela Merkel im deutschlandweiten Wettbewerb startsocial als einer der Bundessieger ausgezeichnet worden.

Schirmherr von ROCK YOUR LIFE ist der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der aufgrund eines spontanen Hammelsprungs im Deutschen Bundestag nicht kommen konnte. Michael Bürsch wurde, wie er selbst sagte, am Eingang der Villa Elisabeth “als Double von Peer Steinbrück verhaftet” und diskutierte angeregt mit. Er war 1998 bis 2002 Leiter der die Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“ im Bundestag. Eine der Empfehlungen im Abschlussbericht der Enquete-Kommission war die Gründung eines bundesweiten Netzwerkes. Michael Bürsch sieht einen erhöhten Bedarf an Mentorenprogrammen, da die schulischen und beruflichen Anforderungen stark angestiegen sind, die Welt komplexer geworden ist und der “Kampf um jedes Talent beginnen muss”, da es schon bald zu wenig Auszubildende gibt. Auch die 250.000 ehrenamtlichen Lokal-Politiker in Deutschland werden rasant weniger, was Jürgen Kaube kess kommentierte mit der nächsten Gründungsidee “ROCK YOUR PARTY”.

Mit ASHOKA und Start Social finden sozial engagierte Menschen, die Unternehmen gründen, immer mehr Plattformen. Auch YOUNECT ist aus dem Leitsatz heraus entstanden: “Take a social problem and turn it into a business idea.” Zum ersten Mal hörte ich diesen Satz 1997 von Professor Günter Faltin, der kürzlich für sein Engagement um Entrepreneurship in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Da der Gründungsanspruch von YOUNECT und ROCK YOUR LIFE ähnliche Wurzel hat und wir zum Beispiel beim NORDPOOL auch auf Mentoren setzen, bin ich gespannt, wann – nicht ob! – wir mit den LIFE ROCKERN enger zusammen arbeiten werden.