Empfehlung: Ausbildung mit Leidenschaft im Weindirektvertrieb, auch Günther Jauch ist Winzer-Azubi

21
Okt 2010

Wer kennt Burg Layen bei Bingen in Rheinland-Pfalz? Ich kannte bis vor einer Woche weder den Ort noch die dort ansässige WIV Wein International AG. Dabei bietet die WIV AG sehr vielseitige Ausbildungen in acht Berufen an.  Schaut euch die Bilder weiter unten an, ich finde, das lädt zum Bleiben ein.

Eine Spur dieses weltweit führenden Weindirektvertriebs führt direkt nach Berlin: Elmar Pieroth war von 1981 bis 1998 in Berlin omnipräsent und für die CDU Wirtschafts-, Arbeits-, Verkehrs- und Finanzsenator. Schon 1969 hatte sich Elmar Pieroth aus dem Wein-Geschäft seiner Familie zurückgezogen, um in die Politik zu wechseln. Aber zuvor, Mitte der Fünfziger war er es, der ein völlig neues Konzept im Direktvertrieb einführte, die “Weinprobe in der Wohnung des Kunden”. Anschließend leitete er die Expansion nach Großbritannien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Japan ein. In den siebziger Jahren hatte sich Familie Pieroth einen Ruf als experimentierfreudiges Unternehmen erworben. Aus dem Weingut Pieroth entwickelte sich das Familienunternehmen WIV Wein International AG, die weltweit führende Unternehmensgruppe im Weindirektvertrieb. Heute versteht sich die WIV Wein International AG als Botschafter der Weinkultur. Ihre Erfolgsstrategie beruht auf fachlicher Kompetenz, beispielhaftem Kundenservice, innovativen Vertriebsideen und einem faszinierenden Produkt. Mit Leidenschaft begeistern tagtäglich knapp 5.600 Mitarbeiter weltweit die Kunden mit der Qualität der Weine und einem einzigartigen Einkaufserlebnis.

Und du kannst Teil dieses Teams werden!!

gemeinsames Essen im Hof

Der besondere Esprit wird euch schon in der einzigartigen Atmosphäre der Ausbildung vermittelt:

alle ziehen an einem Strang

Mit 460 Millionen Euro Umsatz in 2009 ist die WIV AG weltweiter Marktführer in dieser Branche. Der persönliche Kontakt zum Kunden und ein faszinierendes Produkt bilden die Grundlage des internationalen Erfolgs, der mit der Weinprobe im Haus des Kunden beginnt. Diese seit über 50 Jahren bewährte Vertriebsidee steht bis heute im Mittelpunkt des Direktvertriebs der WIV AG. Die Ausbildung bietet einen perfekten Start in das Berufsleben in einem erfolgreichen Unternehmen und in einem starken Team. Nach der Ausbildung gibt es vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten.

Azubis üben Teamwork

Zum 1. August 2011 sucht die WIV AG:

Wer sich für eine Ausbildung im Weingut entscheidet, gesellt sich beruflich zu Günther Jauch, dem prominentesten Winzer-Azubi Deutschlands. Er lernt derzeit auf dem Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar. Es ist sein Weingut, das er kürzlich erworben hat. Reben schneiden, Traktor fahren, Wein machen – das alles ist neu für den Moderator, der von sich sagt: “Ich bin Winzer-Azubi und lerne jeden Tag dazu.” Dabei geht er bei seiner sechsköpfigen Mannschaft, die er mit dem Gut übernommen hat, in die Lehre.

Wenn ich nicht schon bei YOUNECT voll eingebunden wäre, würde ich sofort Kontakt aufnehmen zur WIV Wein International AG.

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be prepared to have things go wrong. Ohne Fehler nichts Neues. Vertraue dem Versuch, Irrtum und Lernen.

18
Okt 2010

“If you want to be a leader in innovation, you have to be prepared to have things go wrong.” schreibt Jim Landau. Ich halte das für die schwierigste Aufgabe im Innovationsprozess und auch für die Essenz des Buches “Nur Tote bleiben liegen“ von Förster & Kreuz, über das ich seit drei Wochen in mehreren Blogbeiträgen berichtet habe. Zusammenfassend ist für Förster & Kreuz klar: “Dynamiker vertrauen auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Versuch, Irrtum und Lernen.” (S.232) Ein dynamisches Unternehmen erkennt man an der Stellung, die Versuch & Irrtum, Fehler & Lernen im ganzen Unternehmen haben. Ohne Fehler nichts Neues. Fehler entfesseln ein lebendiges Potenzial im Unternehmen. Das ist mutig. “Will heißen: Mut ist der Schlüssel zu allem.”

ACHTUNG. Gerade die Unternehmensleitung kann dazu neigen, am Bewährten festzuhalten und bestehende Prozesse immer weiter zu optimieren. Verständlich, denn was sich bewährt hat, wurde schon getestet und läuft gut. Wer wollte ernsthaft Sand im Getriebe? Und “wer will schon Widerstand, Konflikte, permanente Reibung?” (S.212) Das ist riskant und anstrengend… und daher ein berechtigter Einwand… von Statikern, wie Förster & Kreuz Menschen nennen, “die einem Weltbild anhängen, in dem Veränderung im Kern eine Bedrohung darstellt.” (S.232)

Wer Veränderung als Bedrohung sieht, wird nicht genug Fehler machen. “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.” sagt Philip Knight (S.191). Experimente sind aber für Förster & Kreuz das A&O für lebendige Unternehmen und für Innovationen. “Denn einzig das Experiment ist die geeignete Antwort auf eine nicht mehr voraussagbare Zukunft… Wir müssen experimentieren, experimentieren und nochmals experimentieren.” (S.181) Ohne Experimente, die sowohl Fehler als auch Erfolge mit sich bringen, gibt es keine Dynamik, ohne Dynamik bleibt alles beim Alten. Das ist die Kernentscheidung für Unternehmen: bleiben sie bewahrende Statiker oder werden sie risikofreudige Dynamiker. “Innovation beginnt dort, wo wir den Status quo hinterfragen.” (S.219) und jeder sich selbst von Dogmen befreit.

Die Dynamik kann sich in einem experimentierfreudigen Unternehmen exponential verstärken, denn dynamische Mitarbeiter suchen dynamischen Unternehmen. Dass diese ins Unternehmen kommen und auch bleiben, setzt voraus: “‘Wir müssen uns so verändern, dass wir die Dinge tun können, denen die Leidenschaft unserer Leute gilt’, sagt Tim Brown. Das Unternehmen muss sein Geschäftsmodell den Erwartungen der jungen Generation anpassen!” (S.25). Ansprüche der Mitarbeiter verändern sich und dadurch auch die Aufgaben der Unternehmensleitung im lebendigen Unternehmen. “Im Web ist jede Führungsrolle eine dienende Rolle.” (S.67) Leitung in dieser dienenden Rolle als sozialer Architekt versteht sich als Koordinator von Talenten und lässt sich am eigenen Wertbeitrag für diese Talente messen. Schafft die Leitung Raum zur Entfaltung der Talente? Schafft die Unternehmensführung herausfordernde Aufgabenstellungen und Ziele, die Raum für neue Lösungen lassen? Es geht nicht um laizzez-faire, sondern: “Führung bedeutet, Menschen zu ermöglichen, ihr volles Potenziel zu entfalten. Punkt. Und Menschen, die ihr Bestes geben sollen, brauchen Führung. Nach wie vor.” (S.72) Führung für Dynamiker heißt, Freiräume zu eröffnen, in denen Mitarbeiter Fehler machen können, so viele Fehler, bis unter den Fehlern auch Rohdiamanten zu finden sind. Rohdiamanten können in dynamischen Unternehmen auch von den Kunden kommen: “Zum ersten Mal in der Geschichte ist heute der Konsument der Boss.” sagt Kevin Roberts (S.84) “Nutze die Kreativität der unzufriedenen Kunden.” (S.88)

Was sich bei allem Wandel nicht ändert: Unterm Strich bleibt Innovation Risiko. Der Ausgang bleibt offen, und Scheitern gehört dazu. Die erfolgreichsten Kreativen weisen unter einer Masse von Versuchen und Fehlschlägen auch Erfolge auf. Sie haben sich nach jedem einzelnen Fehlschlag dazu entschieden, nicht liegen zu bleiben, sondern wieder aufzustehen. Sie gehen weiter, immer weiter, bleiben weder liegen noch stehen. Das erfordert Disziplin und Fleiß. Kreativität setzt Übung und Fachwissen voraus. Kreative Meister sind auch Meister ihres Faches. Auf der Basis ihres Wissens, stellen sie den Status quo in Frage und gehen über das Bekannte hinaus. Ihre Leidenschaft lässt sie “üben üben üben” (S.157). Erst wenn diese “Disziplin, Durchhaltevermögen und Fleiß” (S.176) sich mit risikofreudiger Dynamik paart, haben Unternehmen die Möglichkeit, lebendiges Potenzial zu entfachen.

Der Weg zum Neuen ist nicht neu. Daher steht in dem neuen Buch von Anja Förster und Peter Kreuz grundsätzlich nichts Neues drin. Dass Ideen entstehen, wenn Menschen “aus dem Vorhandenen neue Kombinationen entwickeln” (S.158), beschrieb schon James Webb Young in”Technique for Producing Ideas“. Aber die vielen inspiriernden Beispiele und Geschichten sowie ihre positive Penetranz, auf Fehler, Versuche, Experimente, Übung und Fleiss zu setzen, um Erfolge zu feiern, ist erfrischend. Die beiden Autoren und Geschichtenerzähler haben mich wieder inspiriert, angestoßen und begeistert. Und sie wissen, dass ich als Entfachter davon berichten muss, dass ich über “Nur Tote bleiben liegen” bereits mehrfach geschrieben und die Inhalte mit meinen XING- und Facebook-Kontakten geteilt habe. “Das eigene Netzwerk wird zum Filter für einen Großteil der Informationen.” zitieren Förster & Kreuz Sascha Lobo (S.81). Gesagt, getan. Und nun weiter Versuche und Fehlen machen, aufstehen und weitergehen.

Alle Zitate aus “Nur Tote bleiben liegen” auf den Seiten, die in den Klammern stehen (S.xx) außer “Mut ist der Schlüssel zu allem.” (aus “Spuren statt Staub” S.255).

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Nur Tote bleiben liegen – Business Querdenker aus Leidenschaft

28
Sep 2010

Vor 10 Tagen erreichte mich die freudige Nachricht, dass ich das neue Buch “Nur Tote bleiben liegen” von Anja Förster und Peter Kreuz direkt vom Campus-Verlag bekomme, um es im YOUNECT-Blog zu besprechen. Gestern kam es  e n d l i c h  an. Ich werde nun an mehreren Tagen über einzelne Aspekte berichten, da der Inhalt viel zu dicht und voller Fülle ist, als dass ich das in einen Text quetschen wollte. Ich startete das Schmökern mit der letzten Seite 255 des letzten Buchs von Förster & Kreuz “Spuren statt Staub“. Dort steht: “Leidenschaft, Ausdauer, Wille und absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst gehören dazu… ‘Bis zur Grenze gefordert, können wir alle mehr, als wir wollen.’ Will heißen: Mut ist der Schlüssel zu allem.”

Nun suchte ich im Sachbegriffe-Register nach “Mut”, “Ausdauer” und “Leidenschaft” und siehe da, “Leidenschaft” findet sich auf 13 Seiten im neuen Buch. Toll. Und bezeichnend für unsere Zeit, da schon im Frühjahr, als 24 Job-Profis im YOUNECT-Blog ihre Tipps an Schüler veröffentlicht haben, Leidenschaft ganz vorne lag. So zum Beispiel empfahl Patrik Varadinek, Leiter von profund, den Schülern: “Herausfinden, wofür ich brenne, was ich leidenschaftlich gern mache,…“, und für Stefan Barthelmes war glasklar: “Mach das, wo dein Herz dran hängt.” Ich war sehr begeistert.

“Leidenschaft” ist auch die Brücke vom alten Buch der beiden Business Querdenker Förster & Kreuz ins Neue. Schon im ersten Kapitel schreiben sie: “Die Basis dieser Wirtschaft sind Talent, Inspiration, Ideen. Ihr Motor sind Leidenschaft, Begeisterung, Spaß. Ihr Lohn sind Erfüllung, Freude, Sinn… Wer in dieser Wirtschaft dabei sein will, muss Verantwortung übernehmen. Er muss den Antrieb haben, ungewöhnliche Dinge anzupacken, und die Ausdauer, sie umzusetzen… Den unbedingten Willen, etwas Besonderes zu schaffen.”

Sorry für das lange Zitat, dies erst mal zur Vorfreude auf mehr. Morgen folgt Teil 2.

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@Schüler: “von allen anderen unterscheiden.” @Arbeitgeber: “Kommunikation beschleunigen.”

26
Mai 2010

Starke Worte von Dr. Ralf Belusa. Er ist Senior Director Operations bei der ZANOX.de AG im Headquarters Berlin.

1 Tipp zur Berufswahl:

“Glaubt an Euch, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen zahlt sich am Ende aus.
Nehmt Ratschläge und Tips mit auf Euren Weg und sprecht über das was ihr denkt und macht.

Behaltet eure Aufgabe immer im Fokus. Macht unkonventionelle Dinge, erfindet Dinge neu, kombiniert altes zu Neuem und sucht nach etwas, was Ihr verändern/verbessern möchtet.
Man muss nicht alles von Anfang an können, lernen oder erst gezeigt bekommen, wichtig ist aus meiner Sicht: “Ihr selber müsst anfangen, machen, anders machen, weitermachen,
dass nimmt euch keiner ab.  Aber das ist es auch, was euch erfolgreich und von allen anderen unterscheidet.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Netzwerke wie Facebook sind ein geeigneter Kanal, um an neue Mitarbeiter zu kommen und sich kennen zu lernen. Skype, MSN usw. können hierbei die Kommunikation beschleunigen und vereinfachen. Projekte und Aufgaben sollten gleichzeitig fordern und fördern und die Leidenschaft für Neuartiges & Spass am eigenen Schaffen wecken.”

Vielen Dank Ralf, danke für die Inspiration.

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