der persönliche Rote Faden zur Berufswahl. Finden, was man liebt. Welche Zutaten vorrätig?

“Den eigenen persönlichen Roten Faden zur Berufswahl finden. Berufswahl in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten”, stellt ich gestern auf dem 25. LANDESSCHÜLERFORUM der Schüler Union NRW vor. Im Zentrum standen zwei Zitate “finden, was man liebt” (Steve Jobs) und “Leben als Summe der Begegnungen” (Martin Buber). Man merkt Menschen immer an, ob sie ihre Arbeit gerne und mit Herzblut machen.  Aber wie kommen Schüler und Berufssuchende allen Alters da hin?

Die Rahmenbedingungen sind eindeutig: Prof Dr. Rump nannte die heute 14-15jährigen die “Leistungsstärkste Generation seit 30 Jahren”. Gleichzeitig hatten “drei von vier Unternehmen im Zeitraum 2010 bis 2011 Probleme, Stellen zu besetzen.”, stellt der Trendreport RKW vom 13.10.2011 fest. “Bis zu fünf Millionen Arbeitskräfte werden in 15 Jahren in Deutschland fehlen – das entspricht der Bevölkerung von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen!” laut IHK Ostwestfalen zu Bielefeld.

Die Berufschancen heutiger Schüler sind also quasi gesichert. Nun bleibt die Qual der Wahl: Wie viele Ausbildungen und Studiengänge kennt ihr?

Fast 6.000 Choices plus noch mehr Angebote im Ausland. Das ist zu viel. Wie also der eigenen Berufswahl nähern? Ideen sind wie Pizza und Puzzle. Auch in Bezug auf die Berufswahl. Man nimmt, was da ist. Und backt, kocht und puzzelt. Dabei hängt JEDES Essen von den ZUTATEN ab, wie es schmeckt! Salz + Wasser machen noch keine leckere Suppe. Welche Zutaten hast du vorrätig zur Berufswahl? JEDES Puzzle BEGINNT mit dem ERSTEN Puzzleteil. Puzzleteil für Puzzleteil wächst das Bild. Schritt für Schritt wächst die Berufswahl, und das Bild nimmt Gestalt an, welcher der 6.000 Berufe zu dir passt.

Was kannst du tun auf dem Weg zum Traumjob?

  1. Achte auf Menschen. Leben = die Summe deiner Begegnungen (frei nach Martin Buber).
  2. Achte auf deine Erfahrungen. Deine Erfahrungen machen dich einzigartig
  3. Achte auf Chancen, Tellerränder, Unerwartetes, Angebote, Geschenke.
  4. Achte auf Probleme.  “Nimm den Stolperstein und küss ihn” Christian Bischoff
  5. Achte auf dein Interesse. Wofür schlägt dein Herz? Wann vergisst du die Zeit? Wo stellst du 44 Fragen? Wo beißt du dich rein? Wann strahlen deine Augen?
  6. Achte auf das, worin du besser wirst, wenn du es regelmäßig mit Spaß und Freude wiederholst.
  7. Achte auf dein Herz: “Man muss das finden, was man liebt. Das ist wahr in Bezug auf die Arbeit wie auch im Liebesleben.“ (Steve Jobs 2005)
  8. Achte auf deine Ziele.  Persönliche. Freundschaftliche. Gesellschaftliche. Familiäre. Gesundheitliche. Soziale. Ziele stecken hinter deiner Motivation und mit der Motivation kommt Ausdauer, um bis zum Ende alle Puzzleteile zu puzzeln.
  9. Achte auf Papierflieger. Wer sagt, wie ein Papierflieger auszusehen hat? Menschen sagen euch: “So und so.” Dann  sag du: “NEIN. Das ist ein PAPIERFLIEGER.” Es geht immer einfacher und ganz anders.
  10. Achte auf Grundprinzipien der Veränderung und Innovation: Reduzieren, streichen, steigern, neu hinzu fügen. Subversiv verknüpft fasst die Prinzipien jeder Innovation zusammen.

Die Berufswelt verändert sich rasant. Daher macht es gar keinen Sinn sich an den 6.000 Berufs- und Studienbezeichnungen zu orientieren. Finde deinen persönlichen Roten Faden. Der trägt dich in den passenden Beruf!

15.000 Ausbildungsbetriebe befragt. Warum wird Berufswahl nicht so professionell betrieben wie der Bau von Luxusautos?

Immer öfter berichten die Medien über die angeblich nicht “ausbildungsreifen” Schüler. Den krassesten Kommentar schrieb Peter Hahne in der BamS: „… da ein Großteil jedoch nicht ausbildungsfähig ist, gibt es für die Rentner keinen schönen Lebensabend. ­Sondern nur stockfinstere Nacht.“ Im Bildungsbericht des DIHK steht: 50.000 Stellen unbesetzt. Größtes Ausbildungshemmnis: die mangelnde Qualifikation der Bewerber. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen organisiert Nachhilfestunden. Gründe aus dem Bericht, für den 15.000 Ausbildungsbetriebe befragt wurden:

  1. 63% der Betriebe gaben als Grund an, es lagen keine geeigneten Bewerbungen vor, bei IT/Medien sogar 71%.
  2. 19% machen die Erfahrung, die Ausbildungsplätze wurden von den Auszubildenden nicht angetreten, bei Banken und Versicherungen sogar 42%.

Das ist ohne Frage dramatisch. Dass 17% der Ausbildungsverträge von den Azubis nach Beginn der Ausbildung aufgelöst werden, kostet neben viel Frust auch viel Geld. Ich hatte 2008 schon mal nachgerechnet: 500 Millionen € Lohnzahlung an Abbrecher (bei durchschnittlich 3 Monaten bis zum Abbruch).

Aber bei all dem Jammer stellt sich mir eine Frage von Tag zu Tag lauter – und ich vermisse sie in der öffentlichen Debatte:

Warum wird Berufswahl nicht so professionell betrieben wie der Bau von Luxusautos oder die Gewinnung Regenerativer Energien? Warum gibt es in der Berufsorientierung kein Kultbuch und Hörspiel wie das der Drei Fragezeichen „???“ Justus, Peter und Bob?

Warum wird der Wandel der Arbeitswelt nicht so unterhaltsam dargestellt wie die „ICE AGE“-Filme? Thomas Hermanns hat mal gesagt: „Je ernster das Thema, desto anspruchsvoller der Humor.“ Ich vermisse in der Berufsorientierung professionelle Filme mit Kino-Niveau. Musik mit Download-Niveau. Spannende Storys.

Dafür sucht YOUNECT Partner. Denn Exzellenz zieht Exzellenz an. Wenn Deutschland zu einer Exzellenzgesellschaft aufbrechen will, die von Bildung geprägt ist, wie es der Autor Gunter Dueck zu Recht fordert, dann wird das eine exzellente Wirkung entfalten.

Aber bitte bedenkt dabei: Jeder Mensch will wissen, “WaBriMiDa?” Sie, ich und Schüler auch.Was hat der Schüler von exzellenter Bildung? und was von exzellenter Berufsorientierung? Wer erklärt dies exzellent und macht Berufswahl schmackhaft?

Schüler brauchen in der Berufsorientierung andere Angebote als Erwachsene, weil sie vor ganz anderen Herausforderungen stehen. Sie müssen – ohne überfordert zu werden – erst mal die Fülle an Möglichkeiten kennen lernen. Schüler müssen sich erst mal austesten und den innersten Antrieb herausfinden, hohe Ziele stecken lernen. Und Schüler brauchen Vorbilder, um aktiv zu werden. Dich, Sie und mich. Weiterlesen

Frühzeitige Personalentwicklung durch Berufs- und Arbeitgeberorientierung

Dieser Artikel wurde auf hrm.de veröffentlicht.

Unternehmen, die vakante Stellen besetzen wollen, sehen sich zwei Herausforderungen ausgesetzt: dem demographischen Wandel und der mangelnden Berufsorientierung der Berufseinsteiger. Mittlerweile existieren rund 30.000 Berufsbezeichnungen und etwa 350 anerkannte betriebliche Ausbildungsberufe. Studien zufolge fokussieren sich zukünftige Auszubildende aber auf nur wenige der möglichen Berufe. So wurden in Hamburg im Jahr 2006 nach Angaben des Statistikamts Nord beispielsweise 309 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, aber 53 Prozent aller männlichen und sogar 72 Prozent aller weiblichen Auszubildenden verteilten sich auf jeweils nur 20 Ausbildungsberufe. In anderen Bundesländern fällt die Statistik nicht grundsätzlich anders aus. So verteilen sich im Land Brandenburg nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg sogar ein Drittel aller männlichen und die Hälfte aller weiblichen Auszubildenden auf jeweils nur zehn von über 300 möglichen Ausbildungsberufen. Diese mangelnde Berufsorientierung bekommen Arbeitgeber deutlich zu spüren. Man könnte annehmen, die wenigen Ausbildungsberufe seien so beliebt, weil sie trotz unterschiedlicher Interessen, Stärken und Lebenseinstellungen zu vielen Menschen passen. Die Quote der Ausbildungsabbrüche bestätigt diese These jedoch nicht: Etwa jeder fünfte Auszubildende bricht seine Ausbildung vorzeitig ab. Dabei gab jeder Dritte der jungen Leute, einen Grund im Zusammenhang mit mangelnder Berufsorientierung an. Ähnlich verhält es sich mit der hohen Zahl der Studienabbrecher. An den Universitäten beendet jeder vierte Bachelorstudent sein Studium vorzeitig, an Fachhochschulen ist es sogar mehr.

Gerade bei Berufseinsteigern sind die Möglichkeiten der Präferenzsteuerung relativ groß, da diese ein wenig scharfes Bild von potentiellen Arbeitgebern haben. Vor allem der Bekanntheitsgrad eines Unternehmens ist dabei eine nicht zu unterschätzende Größe. Unternehmen müssen sich somit der Herausforderung stellen, sich den bevorzugten Zielgruppen dort bekannt zu machen, wo sie diese auch antreffen. Ein Arbeitgeber kann noch so attraktiv sein, solange ihn die Zielgruppe nicht kennt, wird sich ein Erfolg auch nicht einstellen. So lässt sich anhand von Arbeitgeberrankings erkennen, dass die obersten Plätze ausschließlich von den großen deutschen Unternehmen belegt werden, was vorwiegend auf die hohe Bekanntheit eines Unternehmens zurück zu führen ist.

Durch die mangelnde Berufs- und Arbeitgeberorientierung der Berufseinsteiger steigt der Fachkräftemangel in Deutschland weiter an, der weichenstellende Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Dieser kostet nach Berechnungen einer von Wirtschaftsminister Glos in Auftrag gegebenen Studie bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes – im Jahr 2007 mehr als 20 Milliarden Euro. Infolgedessen stehen Unternehmen bereits heute nicht nur vor der großen Herausforderung, sich am Markt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, um in der Zielgruppe bekannt zu werden, sondern stehen auch in der Pflicht, junge Berufseinsteiger über Einstiegsmöglichkeiten und Berufsbilder ihres Unternehmens zu informieren und aktiv zur Berufsorientierung beizutragen.

Bei YOUNECT haben Arbeitgeber die Möglichkeit, Ihr Unternehmen und Ihre Ausbildungsmöglichkeiten auf einem Online-Messestand zu präsentieren. Neben der allgemeinen Darstellung des Arbeitgebers und den Inhalten der Ausbildung können beispielsweise Videos oder Fotos aus dem Berufsalltag des jeweiligen Unternehmens integriert werden.

Die TOP 20 Berufe unserer Benutzer und wie Sie dieses Potential nutzen können

Ohne Frage wir haben (fast) alles an Berufswünschen. Und wir wissen auch, dass SIE da draußen (fast) alles suchen. Also warum nicht Gemeinsamkeiten finden und Nutzen daraus ziehen?

Im letzten Monat habe ich bei unseren Technikern eine kleine Statistik in Auftrag gegeben, um heruas zu finden, welche Berufe bei uns eigentlich gefragt sind. Lange Zeit lag die Liste auf meinem Schreibtisch und wurde immer wieder vernachlässigt. Doch jetzt wird es Zeit der Welt zu zeigen, was wir zu bieten haben. Man munkelt ja, es gäbe immer noch Betriebe, die noch nicht bei uns kostenlos registriert sind und auch noch keine Bewerbersuche durchgeführt haben. Um auch die letzten von unserer Leistung und dem Potential zu überzeugen, was unsere Youser mitbringen, hier nun die TOP 20 Berufswünsche auf YOUNECT. (Nicht vergessen, wir haben auch noch mehr!)

  1. Bürokaufmann/-frau
  2. Kaufmann/-frau – Einzelhandel
  3. Industriekaufmann/-frau
  4. IT-System-Elektroniker/in
  5. Aerobic-Trainer/in
  6. Bankkaufmann/-frau
  7. Veranstaltungskaufmann/-frau
  8. Kaufmann/-frau – Bürokommunikation
  9. Mediengestalter/in Digital und Print – Gestaltung u. Technik
  10. Fachinformatiker/in – Systemintegration
  11. Medizinische/r Fachangestellte/r
  12. Verkäufer/in
  13. Friseur/in
  14. Fotograf/in
  15. Fluglotse/Fluglotsin
  16. Mechatroniker/in
  17. Rettungsassistent/in
  18. Kraftfahrzeugmechatroniker/in – Personenkraftwagentechnik
  19. Hotelfachmann/-frau
  20. Reiseverkehrskaufmann/-frau

Und was ist der Vorteil von unseren Bewerbern für SIE?

  1. Sehr hohe Motivation
    Sie haben sich bewusst für diesen Ausbildungsberuf entschieden. Sie wissen, was sie in der Ausbildung erwartet (siehe 2.).
  2. Sie sind informiert
    Dank der Informationen und der Unterstützung von YOUNECT wissen die Jugendlichen, was sie erwartet. Die Gefahr der Abbrecher sinkt dadurch und Sie haben weder Mehraufwand noch Doppelkosten.
  3. Sie finden, was zu ihnen passt
    Sind Sie in einem großen Unternehmen? Dann kennen die Jugendlichen sicher nur ein paar Ihrer Ausbildungsmöglichkeiten. Und dann kommen warscheinlich auch noch unzählige Bewerbungen auf eine Stelle. Bei uns finden Sie auch Jugendliche für ihre weniger bekannten Berufe. Und das in einer Anzahl, die Sie bestimmen.
    Sie sind in einem kleinen Unternehmen, das kaum bekannt ist? Nutzen Sie unser Potential, um sich bekannt zu machen.

Und was müssen Sie tun?

Kontaktieren Sie uns per Telefon 030-76 76 86 72, per Mail oder auch gerne persönlich per Skype.

Und wenn Sie ihr Unternehmen dauerhaft als TOP-Arbeitgeber präsentieren wollen?

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