Mangel ruft nach Vorräten. Mehr Fachkräfte werden es nicht. Viele Unternehmen haben noch keinen Plan!

Backyard Monsters erfreuen sich auf Facebook großer Beliebtheit. Es geht um Monster, die gefüttert werden müssen, um Siedlungen zum Schutz von Silos und Vorräten. Die Silos der Gegner werden immer wieder angegriffen, um möglichst viele Punkte und damit Rohstoffe, Zäune aus Stahl und Gold sowie Nahrung für die eigenen Monster zu bekommen. Auch bei dem Spiel des Jahres 1995 „Die Siedler von Catan“ geht es um Vorräte.

41 Millionen Beschäftigte. Rekord in Deutschland. (02.01.2012 Manager Magazin). Die Höhe der Fachkräftelücke ist umstritten, doch fest steht bereits: Mehr Fachkräfte werden es nicht. Im Gegenteil: Heute ist jeder zweite Deutsche zwischen 15 und 64 Jahre alt, 2035 gehört nur noch jeder Vierte in diese Altersgruppe. „Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpft viel schneller als im Durchschnitt der OECD-Länder“ (Focus.de 14.02.2012). Seit 1984 wird über Fachkräftemangel diskutiert, doch passiert ist wenig. In Wachstumsbranchen wie IT und in ländlichen Regionen mit Abwanderung ist der Mangel längst Realität. „Etwa 800.000 Einwohner hat Deutschland seit 2002 verloren. Bis 2050 dürften sich die Verluste auf mindestens zwölf Millionen summieren.“ (Newsletter DEMOS Nr. 129 vom 28.11.2011 Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung). „Im thüringischen Kreis Greiz fällt die Prognose noch finsterer aus: Nur 19 der 196 Dörfer scheinen eine sichere Zukunft zu haben.“ (Welt Online 28.11.2011)

Fachkräftesicherung wird für Wirtschaftsförderungen der Landkreise, regionale Netzwerke und Branchenverbände eine immer wichtigere Aufgabe. Was können Unternehmen, Städte, Regionen, Bürgermeister, Landräte, Clustermanager jetzt tun? Die renommierte Studie „Wettbewerbsfaktor Fachkräfte“ 2011 von McKinsey Deutschland stellt fest: „Unternehmen wie öffentliche Arbeitgeber müssen und können mehr tun als bisher, um die begehrten Fachkräfte für sich zu gewinnen und Standorte zu sichern.“ Peter Englisch kommentiert die Ergebnisse vom „Mittelstandsbarometer“ 2011 von Ernst & Young so: „Die meisten Mittelständler ahnen noch gar nicht, was da auf sie zukommen wird – und viele haben noch keinen Plan, wie sie dem Problem begegnen könnten“

Mangel ruft nach Vorräten wie bei „Backyard Monsters“ und „Die Siedler von Catan“. Jedes Unternehmen möchte gute Bewerber horten und bei Bedarf einstellen. Datenbanken werden gefüllt − Problem gelöst? Nein. Vergessen Sie Wartelisten. Die Bewerber suchen jetzt. Zusammenhalt macht den Unterschied. Ihre regionalen Netzwerke geben den Ausschlag. Ein Unternehmen kann alleine keine Bewerber-Vorräte anlegen. Da die Bewerber jetzt suchen, stellen Sie die Bewerber sofort ein oder Sie vermitteln sie umgehend weiter. Bewerber werden nicht auf Sie warten, sondern sich umorientieren. Wenn Sie gute Arbeitnehmer nicht einstellen können, wer kann das?

Andere Unternehmen in Ihrer Region und Branche. Sie müssten nur schnell und einfach von den Bewerbern und deren Qualitäten erfahren. Könnten sich Interessierte allen Unternehmen der Region präsentieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Region bleiben. Das bedeutet einen Mehrwert für alle. Eine Fachkraft zurückzuholen, die aufgrund einer Absage weggeht, ist deutlich schwerer und teurer, als sie gleich bei der ersten guten Bewerbung an Region und Branche zu binden. Ein Verbund mehrerer Unternehmen empfiehlt untereinander und hält so aussichtsreiche High Potentials und schiebt der Abwanderung einen Riegel vor. So können regionale Netzwerke der Fachkräfteabwanderung entgegenwirken.

Die niedersächsische Studie von 2011 „Fachkräftemangel und demographischer Wandel bis 2020“ kommt zu folgenden Strategie-Empfehlungen: „Ausbau überbetrieblicher Kooperationen“ und „Vernetzung von KMU und Schulen” sowie den Handlungs-Empfehlungen: „Überbetriebliche Kooperationen und branchenspezifische Unternehmensnetzwerke“ und „innovative Verbund-Modelle zwischen KMU und (Berufs-)Schulen“.

Im Sport stehen Silber- und Bronzemedaillen-Gewinner auf dem Siegerpodest: Was für ein Triumph, zu den besten drei Sportlern zu gehören! Der Arbeitsmarkt geht härter vor. Zweit- und Drittplatzierte Kandidaten bekommen Absagen und keine erneute Chance. Warum verschwenden Branchen gute Bewerber? Beenden Sie diese Vergeudung. Halten Sie Bewerber mit der ersten Bewerbung. Die Stadt und der Landkreis Goslar, Stadt und Landkreis Coburg, DEHOGA Berlin und DEHOGA Region Hannover, media.net berlinbrandenburg und viele weitere praktizieren schon die netzwerkinterne Empfehlung guter Bewerber. In welchem Netzwerk sind Sie aktiv? Durch die positive Erinnerung der Empfehlung können Mitarbeiter, die Sie diesmal ablehnen mussten, zu einem späteren Zeitpunkt mit ausgeweiteter Expertise noch einmal an Ihre Personaltür klopfen. Der Vorteil kommt zum eigenen Unternehmen zurück.

Erfolg erwächst aus Einzigartigkeit“, sagt Peter Kreuz, Business-Querdenker und Autor der Bestseller „Alles, außer gewöhnlich“ und „Nur Tote bleiben liegen“. „Das Besondere aber fällt nicht vom Himmel, sondern erfordert Leidenschaft und wirkliches Bemühen um Originalität.“ Das gilt nicht nur für Menschen und Unternehmen, sondern auch für Regionen und Branchenverbände. Bei der Fachtagung „Regionalentwicklung Fachkräfte“ am 29. März 2012 können Sie Peter Kreuz erleben zu dem Thema „Nur Tote bleiben liegen. Alle anderen gehen weg“. Sabine Jung, Geschäftsführerin German Scholars Organization e.V. und Expertin für Braindrain und Brain(re)gain spricht über Abwanderung von High Potentials ins Ausland und die Rückgewinnung. Social Media- und Personalmarketing-Experte Henner Knabenreich rundet die Vortragsreihe mit einem Ausblick auf effektives Personalmarketing ab. Zusätzlich kommen Praktiker und Talentpool-Nutzer zur Wort: Andrea Peters, Geschäftsführerin media.net berlinbrandenburg, René Leibold, Geschäftsführer connect Neustadt GmbH & Co. KG und Beirat der Coburger Arbeitsmarktinitiative, Stefan Hinterleitner, Geschäftsführer Regionalmanagement Stadt und Landkreis Coburg GmbH und nicht zu vergessen Pascal Bothe, 18-jähriger Ratsherr der Stadt Goslar, der einen regionalen Talentpool angestoßen hat, „damit Goslar nicht alt aussieht“.

Wir sehen uns am 29.03.2012 im Palais der Kulturbrauerei!

Goslar: Talentierte Mitarbeiter aus der Region – für die Region!

Unter der Schirmherrschaft von Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk wird der pro Goslar e.V. zusammen mit YOUNECT einen Talentpool in Goslar starten. “Auf geht`s Goslar“, sagte Herr Junk bei der Unterschrift zum Amtsantritt, der für viele überraschend kam. Im September 2011 wurde der 35jährige Oliver Junk zum neuen Oberbürgermeister gewählt zusammen mit dem ebenfalls neuen Ratsherren Pascal Bothe.

Pascal Bothe ist 18 Jahre alt, und er trat an mit dem Motto “damit Goslar nicht alt aussieht“. Gleich nach seiner Wahl zum Ratsherren hat Pascal Bothe den Anstoß zum Talentpool in Goslar gegeben und den Oberbürgermeister für die Schirmherrschaft gewonnen.

Nun startet der pro Goslar e.V. einen Talentpool für die Region Goslar. YOUNECT freut sich auf die Zusammenarbeit mit pro Goslar, mit Dr. Oliver Junk und mit Pascal Bothe. Goslar startet den dritten Talentpool in Niedersachsen nach dem NORDPOOL der NORD/LB und dem Talentpool des DEHOGA Region Hannover. Kürzlich schrieb der Gastronomie Report zum Talentpool: “Der nächste soll zusammen mit dem DEHOGA Hannover angelegt werden.” Und schon läuft er in Hannover. Der Talentpool in Goslar startet Anfang Februar 2012.

frisch gewählte Ratsherren in Goslar und Pattensen bei Hannover: zwei NORDPOOL-Mentoren

Vor einem Monat trafen sich in Hannover 24 NORDPOOL-Mentoren in der NORD/LB. Wir tauschten uns rege zu Fragen der Berufsorientierung und Berufswahl aus und stellten den neuen Mentoren den NORDPOOL und die sieben Ausbildungsberufe der NORD/LB vor. Mit uns im 15. Stock der NORD/LB waren auch die beiden ersten NORDPOOL-Mentoren, die seit Oktober 2010 Mentoren sind: Jonas Soluk, Landesvorsitzender der Schüler Union Niedersachsen und Pascal Bothe, Bundesgeschäftsführer der Schüler Union Deutschland.

Mit der Kampagne “Damit Goslar nicht alt aussieht” trat Pascal Bothe in Goslar zur Kommunalwahl am 11. September 2011 an. Auf Anhieb wurde der 18jährige zum Ratsherrn in der Stadt Goslar gewählt. Seine Schwerpunktthemen drehen sich um Jugendliche und Ausbildungsplätze.

Das endgültige Wahlergebnis der Wahl zum Rat der Stadt Pattensen am 11. September 2011 brachte einem weiteren Rat in Niedersachsen eine Verjüngung. Jonas Soluk bereichert nun den Rat der Stadt Pattensen bei Hannover.

YOUNECT gratuliert den beiden neuen Ratsherren und wünschen ihnen den angekündigten frischen Wind und gute Ideen für ihre Kommunen!

Pascal Bothe, Mentor im NORDPOOL, ist neuer Bundesgeschäftsführer der Schüler Union Deutschlands

Gestern wurde am Eschenheimer Tor in Frankfurt/Main ein neuer Bundesvorstand der Schüler Union Deutschlands gewählt. Der neue Bundesgeschäftsführer heißt Pascal Bothe, kommt aus Niedersachsen und ist Mentor im NORDPOOL von der NORD/LB und YOUNECT. Der bisherige Bundesgeschäftsführer André Weber und der bisherige Bundesvorsitzende David Winands schieden aus Altersgründen aus, wie der Gastredner und Alterspräsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, belustigt feststellte.

Eschenheimer Tor

Am Eschenheimer Tor wählten die Delegierten der 39. Bundesschülertagung der Schüler Union Deutschlands den 19-jährigen Lutz Kiesewetter aus Aalen in Baden-Württemberg zum neuen Bundesvorsitzenden. Unterstützt wird er neben dem neuen Bundesgeschäftsführer Pascal Bothe auch von zwei Stellvertretern Alisa Hergenröder (Bayern) und Fridolin Pflugmann (Hessen) sowie zwei Beisitzern Sabrina Rybicki (Berlin) und Jonas Eberhardt (Thüringen). Der Bundesvorstand vertritt über 10.500 Mitglieder deutschlandweit.

Lutz Kiesewetter und Pascal Bothe sind “alte Hasen” im Bundesvorstand der Schüler Union Deutschlands. Alle sechs waren vor der Wahl gestern bereits in ihren Bundesländern als Schüler ehrenamtlich aktiv. Ich wünsche euch viel Erfolg ganz besonders in der Aktivierung junger Menschen für freiwilliges Engagement vor Ort. Dazu passt die heute vorgestellte Untersuchung zum freiwilligen Engagement von Schülern und Studenten: “Vor allem Schüler und Studierende haben immer weniger Zeit für freiwillige Tätigkeiten. Ursachen dafür sind Ganztagsschulen, die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von neun auf acht Jahre sowie die Umstellungen auf das Bachelor- bzw. Master-Studium. So engagieren sich 51 Prozent der Gymnasiasten, die in neun Jahren zum Abitur geführt werden, aber nur 41 Prozent derjenigen, die diesen Schulabschluss in acht Jahren erreichen möchten. Die Engagement-Quote von Ganztagsschülern liegt mit 31 Prozent acht Punkte unter der von Schülern, die mittags Schulschluss haben.” Der Bericht zum freiwilligen Engagement Jugendlicher von 1999 bis 2009 wurde im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt und heißt “Jugend in der Zivilgesellschaft. Freiwilliges Engagement Jugendlicher von 1999 bis 2009“, erschienen Gütersloh April 2011.

Das Thema der Bundesschülertagung “Die Unionsparteien. Bildungsarchitekten der Zukunft!?” prangte von der großen Leinwwand im Kinosaal im CineStar Metropolis über den 200 Delegierten und Gästen aus ganz Deutschland. Zu diesem Thema sprachen neben Prof. Dr. Heinz Riesenhuber auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Bundesumweltminister Röttgen. Letzterer nutzte seine Rede hauptsächlich für sein Thema Atomausstieg und warb für einen breiten gesellschaftlichen Konsens in der aktuellen Energiedebatte. Alle drei Redner setzten sehr deutlich unterschiedliche Schwerpunkte. Ich denke, nur wer ein eigenes Anliegen und Thema hat, mit dem er sich identifiziert, wird sich freiwillig und mit Engagement in Projekten, Vereinen und politischen Ämtern einbringen. Engagement wächst aus Herzblut und Leidenschaft. Diese wünsche ich euch auch weiterhin Alisa, Sabrina, Lutz, Pascal, Fridolin und Jonas.