media.net fragt… MyHammer will Bekanntheit wie Tempo und bietet Handwerk mit Qualität und Vertrauen. 50.000 Puzzleteile

9
Apr 2011

Der Vorstandsvorsitzende der MyHammer Holding AG Markus Berger-de León empfiehlt Gründern: “Viel ausprobieren und keine Angst vor Fehlern haben, diese aber schnell erkennen und daraus lernen”. Media.net wollte das genauer wissen und stellte Berger-de Léon drei Fragen. “3 Fragen an…” ist eine Serie von media.net berlinbrandenburg, in der Mitglieder von medianet berlinbrandenburg je drei Fragen beantworten.

MyHammer bringt seit 2005 Transparenz in handwerkliche Dienstleistungen. Das Prinzip “Handwerker und Dienstleister per Mausklick” ist unverändert die Basis von MyHammer. In der konkreten Umsetzung haben die Freunde der Handwerker “schnell erkannt, dass es bei Handwerksleistungen um mehr geht als um den Preis: nämlich um Qualität und Vertrauen.” Das Modell wurde erweitert. ”Deswegen kann man sich bei MyHammer heute über eine offene Ausschreibung Angebote zuschicken lassen oder passende Handwerker und Dienstleister über unser Branchenverzeichnis direkt kontaktieren.”, betont Berger-de León in der ersten Antwort. Dazu kommen Bewertungen und von MyHammer geprüfte Qualifikationen. Interessant finde ich zwei Aspekte, die das Bild des Lohn-Dumping-Portals durchbrechen: Erstens kann ein Handwerker aus der Uckermark dank bundesweiter Präsenz und Aufträge in seiner Heimat, der Uckermark leben, was er nur von Aufträgen aus der Umgebung nicht könnte. Außerdem können Handwerker mit guten Bewertungen auch angemessene höhere Preise durchsetzen als Handwerker mit schlechten Bewertungen.

Berger-de Léon sieht einen Grund der innovativen Energie und Kreativität im MyHammer-Team darin, sich auch nach fünf Jahren die positiven Aspekte eines Start-ups bewahrt. Auch ein gutes, tragfähiges, skalierbares Business-Modell entsteht immer “sukzessive durch ständiges und beharrliches „Trial & Error“. Das kann Jahre dauern wie ein Puzzle mit 50.000 Teilen. Günter Faltin zitiert Prof. Simon von der Carnegie Mellon University: »Sometimes one needs as much as ten years and 50.000 chunks of information before an entrepreneurial concept is born«.

Kurz nach den 3 Antworten an media.net im Mai 2010 wurde im August 2010 bekannt, dass der Handwerker-Marktplatz in die USA expandiert. Berger-de Léons Vision von MyHammer ist, “dass jeder, der einen Handwerker oder Dienstleister sucht, automatisch an MyHammer denkt, so wie an Tempos bei Papiertaschentüchern.” Um das zu erreichen, kommt auch im Vorstand die Kreativität nicht zu kurz, “weil wir nicht zuletzt im Vorstand selbst regelmäßig Zeiträume schaffen, in denen wir uns zusammensetzen, um Bisheriges in Frage zu stellen und neue Ideen auf den Weg zu bringen.” Wir wünschen weiterhin víel Erfolg.

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Chancenintelligenz jenseits vom Mittelmaß – wer zu wenig Fehler macht, hat zu wenig ausprobiert

7
Okt 2010

Gestern waren wir in Braunschweig bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Azubiauswahl und Berufsbildung der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK), die zur NORD/LB gehört. Über den NORDPOOL suchen wir auch Azubis für die Ausbildung in der BLSK. Am Abend sind wir zusammen zu einem Vortrag von Hermann Scherer gegangen. Titel “Chancenintelligenz”. Rund um den “CQ” entfesselte Herr Scherer ein Feuerwerk an Ideen, Beispielen, Umfragen und Anekdoten mit einem Ziel: Dass alle Anwesenden ihre Träume leben und nicht jeden Tag um einen Tag sterben und am Ende bedauern, was sie alles nicht gemacht haben.

Eine der Kernsätze von dem Profi-Redner ist “Talent gibt es nicht – nur Übung!“. Deutlich macht er das an Cellisten. Ausnahmslos haben alle Top-Cellisten eines Jahrgangs über 10.000 Stunden geübt, die nächstbesten “nur” 7.500 Stunden und die letzten 5.000 Stunden. Auch Mozart, sagt er, hatte mit 7 Jahren bereits über 10.000 Stunden geübt. Jeder der sein Handwerk 10.000 Stunden geübt hat, sei der Beste seines Faches. In dasselbe Horn stoßen Anja Förster & Peter Kreuz in “Nur Tote bleiben liegen”: “üben üben üben” (S.157) und “Disziplin, Durchhaltevermögen und Fleiß” (S.176).

Hermann Scherer hat viele Bücher veröffentlicht, “Jenseits vom Mittelmaß” demonstriert dies Jenseits eindrucksvoll in DIN A4-Format und Gewicht – gefühlte 3kg. Wie geht er vor, um ein Buch zu schreiben: “Ich erwarte schlechte Qualität in 20 Minuten… um sie zu verbessern.” Menschen sind mit wenig Erschaffenskompetenz aber umso mehr Verbesserungskompetenz ausgestattet. Daher emphielt er: Schnell starten, dann Schritt für Schritt verbessern. Förster & Kreuz empfehlen dazu schnelles Prototyping nach dem Vorbild von IDEO. “Man schraubt fünf oder sechs Prototypen zusammen, lässt diese auf die Menschheit los und sieht, welche Reaktionen auf die einzelnen Konzepte kommen. (S.188) Außerdem empfehlen sie uns das häufige Fehlermachen (S.190). Ohne Fehler nichts Neues. “Wenn wir nicht genügend Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.” Philip Knight in “Nur Tote bleiben liegen” (S.191)

Auf geht’s: In den nächsten 20 Minuten ANFANGEN und die schlechte Qualität laufend verbessern. Viele Fehler machen. Prototypen bauen und testen. Üben, üben, üben. Und unterwegs Chanchen sehen, erkennen und ergreifen. Viel Spaß!

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@Schüler: “Was unterscheidet mich von anderen?” @Arbeitgeber: “Nach versteckten Potentialen der Bewerber suchen!”

30
Mai 2010

Heute gibt uns seine Tipps Felix Berghöfer. Er ist Geschäftsführer der Berghöfer Consulting. Einer Unternehmensberatung für Personal- und Organisationsentwicklung. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Personalmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Man sollte nichts beschönigen. Die Berufswahl direkt nach der Schule ist eine knifflige Angelegenheit. Auf der einen Seite wird einem ständig erzählt, dass man in der heutigen Zeit alles werden kann, was man will. Auf der anderen Seite weiß man ja oft noch gar nicht so genau, was man werden will oder was man überhaupt werden kann. Daher rate ich allen Schülern, dich sich zurzeit mit diesen Fragen auseinandersetzen, jede Möglichkeit zu nutzen, die Möglichkeiten da draußen kennen zu lernen. Plattformen wie Younect haben eine Fülle von Informationen zu den verschiedensten Ausbildungsberufen zusammengetragen. Interessant darin ist vor allem, dass dort viele Berufe bzw. Ausbildungen vorgestellt werden, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben. Die aber oft sehr spannend sind. Der Pluspunkt dabei ist dann nämlich auch, dass wenn bestimmte Ausbildungen nicht so bekannt sind, es auch nicht so viele Bewerber gibt. Das erhöht die Chance des Einzelnen.

Darüber hinaus empfehle ich, dass man sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzt. Was kann ich gut, was vielleicht nicht so gut? In welchen Bereichen möchte ich Zukunft noch besser werden? Was unterscheidet mich von anderen? Wer diese Fragen beantworten kann, kann im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall punkten.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern, Azubis, Dualen Studierenden an Personaler:

“Ich höre von vielen Unternehmen oft die Beschwerde, dass die Qualität der Bewerber um Ausbildungsplätze in den letzten Jahren verstärkt abgenommen hat. Das kann durchaus auch sein. Aber ich kann nur dazu aufrufen sich die Bewerber auch unter dem Gesichtspunkt anzugucken, dass diese jungen Menschen der Link zur Gesellschaft und damit direkt oder indirekt zu den eigenen Kunden sind. Auch wenn Bewerber z.B. mit Migrationshintergrund  nicht so gut Deutsch sprechen und schreiben können, können sie Ihrem Unternehmen aber Einblicke in das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund geben. Vielleicht lassen daraus ja ganz innovative neue Produkte kreieren. Suchen Sie also nach den versteckten Potentialen der Bewerber!”

Vielen Dank Felix. Auf die nächsten unternehmerischen Erfolge!

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