Visionäre Gründer: Reid Hoffman 2002 mit LinkedIn. Lars Hinrichs 2003 mit XING. Facebook wächst 2011 auch als Businessnetzwerk

15
Feb 2011

Heute stelle ich die beeindruckenden Gründer der Business Netzwerke “XING” und “LinkedIn” vor sowie den unerwarteten Konkurrenten “Branchout”. “Kaum jemand im Silicon Valley ist so visionär wie Linkedin-Gründer Reid Hoffman – und kaum jemand tut so viel dafür, dass aus hochfliegenden Plänen Realität wird.”, beschreibt Thorsten Schröder Anfang 2011 Reid Hoffman in der SerieKopf des Tagesin der FTD. Fast Company setzte Reid Hoffman 2010 auf Platz 17 der kreativsten Menschen. In der Begründung zitiert das US-Wirtschaftsmagazin Reid Hoffman: “The good relationships and alliances you create define your mutual ability to be effective. People need to run their careers like real businesses.” Sein Business mit “Career-runners” ist das weltweit größte Business Network und strebt nun an die Börse. LinkedIn bereitet seinen IPO ( (Initial Public Offering) vor. LinkedIn hat seine Mitgliederzahlen in 2 Jahren fast verdreifacht auf 90 Millionen registrierte Nutzer.

Das größte deutsche Business-Netzwerk XING hat 2010 10 Millionen Nutzer überschritten, davon kommen 4,2 Millionen aus dem deutschsprachigen Heimatmarkt. Ich bin gegeisterter XING-Fan. Für mich ist XING mit Abstand das wichtigste Netzwerk für neue, berufliche Kontakte. XING wird permanent weiter entwickelt. Vor 4 Tagen startete die Hamburger XING AG eine Kooperation mit der kununu GmbH. 2003 startete XING unter dem Namen OpenBC (Open Business Club) und wurde von Lars Hinrichs gegründet. Im Dialog mit Prof. Dr. Günter Faltin berichtete Lars Hinrichs 2007 eindrücklich über die Anfänge von OpenBC. Darin macht er allen passionierten Gründern Mut – frei zitiert: “Wenn man Lust hat, was Neues zu machen, dann kommen die Möglichkeiten zu einem.” Mitte 2010 hat er „HackFwd“ neu gegründet, und zur Gründung kritisierte er Business Angels und VCs: „In ganz Europa gibt es vielleicht fünf wirklich gute Business Angels.” By the way: Einen der Business Angel und Seed-Investoren von YOUNECT haben wir 2007 über XING gefunden.

LinkedIn gründete Hoffman 2002. 2008 wird er damit in der Top Ten der wertvollsten Startups gelistet. Im Februar und März 2009 wuchs das Netzwerk innerhalb von 17 Tagen weltweit um über eine Million neue Mitglieder. Im Mittelpunkt steht der Lebenslauf. Es geht nicht um Spaß, es geht ums Geschäft. Im Interview mit Junge Karriere sagt Reid Hoffman Anfang 2009, dass sein erstes Netzwerk “Socialnet” beim Dating gut funktioniert hat, aber nicht auf der beruflichen Ebene: “Hier fehlte die Vertrauensbasis. Das hat mich dann auch auf die Idee von Linked-In gebracht.” Hoffman wird in diesem Interview zitiert: “Wenn dir die erste Version deines Produktes nicht peinlich ist, hast du es zu spät an den Start gebracht.” Wie sah wohl die erste Version von Zalando aus? Vor drei Jahren gestartet, legte Zalando 2010 über 2080 Prozent zu, genau 2081,8 Prozent. Hinter Amazon, Otto, Neckermann und Tchibo ist Zalando schon die Nummer 5 der deutschen Onlineshops.

Nichts bleibt wie es ist – auch nicht für XING und LinkedIn, die ZEIT stellte letzte Woche fest: “Viele nutzen Facebook auch als Businessnetzwerk. Als Freunde-Plattform vermarktet sich Facebook, während etwa Xing oder LinkedIn sich als Businessnetzwerke verstehen. Diese Trennung verwischt aber zunehmend.” Die Zahl der deutschen Facebook-Nutzer ist auf 14,2 Millionen gewachsen. Dazu auch das gestrige Chart des Tages von netzwertig: “64,4 Prozent der befragten Facebook-Nutzer besuchen Facebook mindestens einmal pro Woche. Der Abstand zu Xing, wer-kennt-wen.de, meinVZ, studiVZ und MySpace ist enorm, und allein Xing konnte den Anteil regelmäßiger Mitglieder in der jüngsten Zeit erhöhen.” Auf der diesjährigen DLD-Konferenz in München hörte ich zum ersten Mal von Branchout, das Chip Online am 28. Januar so kommentierte: “Wie mächtig inzwischen Facebook als Plattform geworden ist, lässt sich am besten am Beispiel von Branchout erkennen. Denn Branchout mausert sich inzwischen zu einer ernst zu nehmender Konkurrenz für Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedin. Branchout ist das größte Karrierenetzwerk innerhalb von Facebook. Es erlaubt Facebook-Nutzern, sich über ihre Verbindungen beruflich zu vernetzen, Jobs zu finden und Kunden zu generieren. Außerdem betreibt das Startup die größte Stellenbörse innerhalb von Facebook, mit 3 Millionen Jobangeboten und 15.000 Angeboten für Lehrstellen und Praktika.Felix Hinkeldey bezeichnete Branchout bereits im Juli 2010 als “eine Art Linkedin in persönlichem statt professionellem Umfeld; wobei Linkedin nur etwa ein Siebtel der Userzahlen von Facebook erreicht.”

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70.300 Lehrstellen unbesetzt zum heutigen Ausbildungsstart

1
Sep 2010

Bundesweit sind zum heutigen Start der dualen Ausbildungen 70.300 Lehrstellen unbesetzt, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern mitteilte. Allein in NRW sind derzeit noch fast 11.500 Azubi-Stellen frei. Gleichzeitig gibt es deutschlandweit 97.400 Kandidaten, die freie Lehrstellen suchen. Sicher ist, dass durch den demografischen Wandel diese „Lehrstellenlücke“ immer kleiner wird. Verschleiert wird die Statistik durch die  circa 260.000 in den staatlichen Übergangssystemen befindlichen Jugendlichen ohne Ausbildungsstelle.

Warum bleiben Jahr für Jahr trotz des Überhangs so viele Lehrstellen unbesetzt?

Zahlreiche Antworten – jeder aus seiner Sicht: Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Priska Hinz kritisiert, dass der Aufschwung auf dem Ausbildungsmarkt nicht ankäme, da viel zu wenig Unternehmen ausbildeten. Eine zweite Antwort bietet Wilhelm Behmer aus Düsseldorf: Der Bäcker- und Konditormeister sucht noch einen Bäckerlehrling und zwei Bäckereifachverkäuferinnen. Er hatte 15 Anwärter als Praktikanten, von denen begann nur eine als Auszubildende… und hielt nur eine Woche durch, dann brach sie die Ausbildung ab. Insgesamt brechen – seit Jahrzehnten unverändert – durchschnittlich 20% der Auszubildenden ihre Lehre ab. Einer der Hauptgründe dafür ist die Unkenntnis über die Realität der Berufswelt. Schulabgänger haben häufig keinerlei Vorstellung von der Arbeitswelt. Woher auch? Jugendliche orientieren sich bei der Berufswahl vor allem an ihrer eigenen Erlebniswelt. Wie wir alle uns an unserer Erlebniswelt orientieren. Bestes Beispiel dafür sind die Begründungen von Frau Hinz und Bäckermeister Behmer am Anfang dieses Absatzes. Beide argumentieren auf der Basis ihrer Erfahrungen und Grundannahmen. Auch die “Big Five” in Salzgitter machen sich laut TAZ schon  Sorgen: “Der demografische Wandel”, sagt Florian Löbermann, Leiter Berufliche Bildung, Salzgitter AG, SZST Salzgitter Service und Technik GmbH. “Die Qualität der Bewerber”, sagt Herbert Lindhofer, der Elektromeister. Das Niedersächsischen Landesamts für Statistik prognistiziert Salzgitter für 2021 fünfzehn Prozent weniger Einwohner und fast 30 Prozent weniger Unter-18-Jährige.

Egal wie man es dreht und wendet: Für Unternehmen wird bedeutend schwieriger, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Der Wettstreit um Talente wird härter, berichten ZEIT ONLINE und das Handelsblatt: Viele Unternehmen gehen deshalb neue Wege. Wir gehen mit und berichten.

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@Schüler:”Stärken-/ Schwächenprofil machen!” @Arbeitgeber: “Azubis für direkte Kontakte freistellen.”

24
Mai 2010

Harald Lexis bringt seine Tipps ein aus der Zentrale Kaufmännische Ausbildung bei Bertelsmann. Er kümmert sich auch um das Thema Schüler-Marketing für die kaufmännischen Ausbildungsangebote am Standort Gütersloh. Zu Bertelsmann gehören viele bekannte Unternehmen wie die RTL Group.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“A) Vor der Berufswahl steht die Analyse der eigenen Fähigkeiten. Was kann ich gut? Was antworten meine Freunde, wenn sie nach meinen Stärken gefragt werden? Stimmt die Fremdeinschätzung mit meinem Selbstbild überein. Tut sie das nicht, sollte man mit Übergangschoaches, die an zahlreichen Schulen hervorragende Arbeit leisten, sprechen. Ohne ein Stärken-/Schwächenprofil kann man keine bewusste und zieladäquate Berufswahl erwarten. Dies ist der Hauptgrund, warum die Berufswahl der Jugendlichen wie bei den Lemmingen läuft. Was macht meine Freundin? Zahnarzthelferin? OK, das mache ich auch. Daher die Konzentration auf wenige Berufsbilder und die schlechte Qualität der Entscheidungen mit der Folge hoher Abbrecherquoten. …weiterlesen »

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