Interview mit Victoria Reddersen, Auszubildende zur Bankkauffrau. Der Zusammenhalt in der Nord/LB ist wie eine große Familie

8
Sep 2011

Victoria Reddersen, Auszubildende zur Bankkauffrau bei der Nord/LB, stellt ihre Ausbildung vor.

Frage: In welchen Bereichen waren Sie bisher eingesetzt?

Bisher war ich viel in den Niederlassungen meiner Region im Privatkundenbereich eingesetzt. Meine “Stammniederlassungen” sind die NL Münchehof und die HNL Seesen, jedoch kommt es schon das ein oder andere Mal vor, dass aufgrund von z.B. Krankheit in anderen NL’s der Regionen Personal benötigt wird. So durfte ich auch schon in Bad Gandersheim und Langelsheim aushelfen.  Desweiteren war ich schon im Immobilienzentrum Seesen (IZ) und intern eingesetzt im Marktservice. Im Marktservice bekam ich einen Einblick ins Elektronische Archiv sowie in den Bereich Service Kundensystem. In nächster Zeit folgen Einsätze im Vermögenszentrum und Firmenkundenbereich. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Frage: Was hat Ihnen besonders gefallen?

Jeder hat andere Präferenzen und ganz nach der Persönlichkeit gefällt einem der Einsatz intern oder extern bessern. Ich würde von mir selber sagen, dass ich eher der “Kunden-Typ” bin. Gerade im Privatkundenbereich, wo man immer mit verschiedenen Menschen zu tun hat gefällt es mir sehr gut. Es ist sehr abwechslungsreich und interessant. Jeden Tag lernt man etwas Neues dazu und bewältigt andere Aufgaben und Fälle. Es kommt nie eine richtige Routine auf.

Frage: Wie wird die Ausbildung durch die Personalabteilung begleitet? Gibt es Seminare?

Wir erhalten viel Unterstützung. Schon am Anfang der Ausbildung in den Orientierungswochen stand uns das Team der Berufsbildung immer zur Seite, damit wir gut in die Ausbildung starten. Es gibt des öfteren Teamtreffen, in denen wir Fragen und evtl. Probleme ansprechen und klären. Aber auch außerhalb dieser festen Termine können wir unserer Ansprechpartner jederzeit erreichen. Seminare und Workshops gibt es regelmäßig. Am Anfang der Ausbildung haben wir an einem betriebspädagogischen Seminar teilgenommen. Dies sollte zur Teambildung beitragen – hat es auch ;-) . In St. Andreasberg im Harz haben wir gemeinsam viele Aufgaben bewältigt z.B. im Hochseilgarten/Kletterpark Bad Harzburg. Dieses Seminar ging über mehrere Tage mit Übernachtung. Workshops zu den Themen Kredite, Wertpapiere, Privatkundengeschäft, Ausland, Controlling und Versicherungen werden durchlaufen. Zu den Themen WP und Kredite gibt es mehrer Workshops: Wertpapiere 1+2 ; Kredite1, 2 und 3. Alle Workshops gehen über mehrere Tage. Bisher haben diese im Hochhaus der Nord/LB stattgefunden und der WS-Versicherungen im Gebäude der Öffentlichen Versicherung BS. Am Ende der mehrtägigen Workshops absolvieren wir eine schriftliche Leistungskontrolle.

Es gibt mehrere QuiP-Tage. QuiP = Qualifizierung in der Praxis.  Wir haben einen schicken roten Ordner bekommen, den wir in unseren Praxiseinsätzen mit Informationen zu den bei uns angebotenen Produkten füllen. An einem QuiP Tag treffen wir uns in kleinen Gruppen mit erfahrenen Kollegen aus der Praxis und besprechen diese Informationen und führen simulierte Verkaufsgespräche. Außerdem gibt es ein Azubi-Projekt. In diesem Projekt wird uns Azubis eigentlich freie Hand gelassen. Wir sind bunt in kleinen Gruppen zusammengewürfelt worden (5-6 Azubis) und haben je Gruppe eine Betreuerin aus der Berufsbildung. Im Rahmen dieses Projektes stellen wir ausgewählten Gästen ein Thema vor, welches wir uns selber überlegen. Für die Präsentation des Themas müssen wir selber sorgen. D.h. wir müssen uns selbstständig treffen und gemeinsam das Thema besprechen und den Vortrag ausarbeiten, das ist manchmal gar nicht so leicht, da wir alle in verschiedenen Regionen eingesetzt sind, Termine haben, evtl ist einer mal im Urlaub etc. Auch die Einladung der Gäste wird selbst organisiert.

Das heißt wir machen uns Gedanken, wen wir einladen, gestalten und versenden die Einladungen. Auch den Raum zur Präsentation bereiten wir selber vor. Wir bekommen von der Bank ein Budget zur Verfügung und natürlich steht uns unsere Betreuerin mit Rat und Tat zur Seite, wenn wir Hilfe benötigen. Dieses Projekt ist sehr sinnvoll, es testet unser Organisationstalent und unsere Teamfähigkeit unter realen Bedingungen, denn später im Berufsalltag kommt es oft vor, dass man mit verschiedenen Kollegen aus verschiedenen Regionen zusammenarbeitet und etwas vorstellen darf.

2011VictoriaReddersenInterview-1

Frage: Gibt es einen regelmäßigen Austausch mit den anderen Azubis?

Wir halten ständigen Kontakt zu einander. Obwohl wir alle in verschiedenen Regionen eingesetzt sind, sind wir richtig zusammengewachsen :-) Gerade in der Schulzeit unternehmen wir viel gemeinsam. Wir haben Blockunterricht über mehrere Wochen. Dieser findet in Braunschweig statt. Unsere Klasse ist recht überschaubar; wir bestehen aus 15 Leuten -> 13 davon “Nord/LB’ler”. Ansonsten sehen wir uns in den Workshops oder beim Teamtreffen.

Frage: Welche neuen Erfahrungen haben Sie gemacht?

Während meiner Ausbildung habe ich viel Neues gelernt. Nicht nur berufsbezogen, sondern auch für mich persönlich. Ich bin begeistert, von dem Zusammenhalt in der Bank. Es ist wie eine große Familie. Ich habe mich von Anfang gut aufgenommen gefühlt. Es gibt viele Veranstaltungen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. z.B. die 1-Voraus-Gala.

Frage: Was sollten Bewerber ihrer Meinung nach für die Ausbildung zur Bankkauffrau mitbringen?

Meiner Meinung nach ist Aufgeschlossenheit und Lernbereitschaft sehr wichtig. In der Bank hat man sehr viel mit Menschen zu tun, sei es extern mit Kunden und Kollegen oder intern, wo weniger Kundenkontakt ist, jedoch ein festes Kollegium, mit dem man zusammenarbeitet. Es ist wichtig, auf Menschen zu gehen zu können, offen zu sein und sich nicht zu verschließen. Desweiteren sollte man ständig bereit sein sich weiter zu entwickeln und Neues zu lernen. Ich frage meine Kollegen immer wieder nach neuen Aufgaben, darüber freuen sie sich sehr und es hilft mir natürlich auch weiter. Für den Beruf Bankkaufmann/frau sollte man natürlich auch ein gewisses wirtschaftliches Interesse mitbringen und mathematisches Verständnis. Gerade für die Berufsschule ist das von Vorteil.

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@Schüler: “IMMER das machen, was man machen möchte.” @Arbeitgeber: “Offener sein.”

6
Jun 2010

Christina Krüger liebt das Lesen, Schreiben, Musik und Filme. Sie ist Schülerin und Träumerin, Reisende und Cineastin. Außerdem ist sie sehr aktiv in Köln mit der Youth Bank und den Julis. Ihr Lieblingszitat: “It’s hard to stay mad when there is so much beauty in the world.” [American Beauty]

Ihr Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Egal, was andere sagen, also ob das Lehrer, Freunde, Bekannte, Verwandte, oder wer auch immer ist, immer, IMMER das machen, was man machen möchte. Nicht von doofen NCs und zu hohen Anforderungen verunsichern lassen. Und ganz wichtig: schon vorher Seminare in die Richtung besuchen d.h. sich weiterbilden- das erhöht die Chancen enorm, wie ich gemerkt habe.”

Ihr Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Offener sein. Ich finde, ganz viele Betriebe komme sehr “verstockt” rüber- das ist abschreckend. Und nicht so sehr auf bestimmte Leistungen bestehen- das machen in der Kölner Umgebung unheimlich viele. Begeistert war ich, als ich einen Bericht von einem Betrieb gelesen habe, der von seinen Azubis eine 3 in Mathe erwartet hätte, einen Jungen mit einer 5 in Mathe aber trotzdem genommen, und ihm dann die Nachhilfe finanziert hat. Der Druck in den Schulen nimmt Ausmaße an, die sich keiner mehr vorstellen kann. Das muss in der Ausbildung nicht fortgesetzt werden.”

Vielen Dank, Tina, auf ein baldiges Wiedersehen.

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