Innovationen nehmen mit der Menge an Leuten, die zusammenleben, überproportional zu

29
Mai 2011

Steven B. Johnson: “Wir denken oft, wir brauchen Ruhe und Konzentration, um auf richtig gute Ideen zu kommen. Dabei sind Städte, die uns mit all ihrem Lärm und ihrer Hektik ablenken und wahnsinnig machen können, nachgewiesenermaßen der ideale Nährboden für Ideen. Die Innovationen nehmen mit der Menge an Leuten, die zusammenleben, überproportional zu. Ideen entstehen nicht auf Knopfdruck oder auf Konferenzen”, sagt Blogger und Schriftsteller Steven B. Johnson im Gespräch mit dem Tagesspiegel: “Ideen entstehen, wenn die ‘langsame Ahnung’ einer Person auf die einer anderen trifft – doch das funktioniert weder in einem einstündigen Abteilungstreffen jeden Donnerstagmorgen noch bei den jährlichen Kreativworkshops, für die manche Firmen in die Berge fahren.”

Ideen entstehen durch Kollaboration, durch Austausch, durch Diskussion. Und durch 50.000 Puzzleteile, die sich über Jahre zusammenfügen.

Spannender Bericht über den Online-Games Millionär Heiko Hubertz: “Als Heiko Hubertz erstes Spiel so erfolgreich war, dass ein stärkerer Server her musste, wollte Hubertz von seinen Freunden aber keine Abogebühr für das teure Gerät kassieren. Er führte stattdessen Extras ein, die die Spieler für wenig Geld kaufen konnten – bessere Fußballschuhe oder Torwarthandschuhe zum Beispiel. Erst nach langer Zeit erkannte Hubertz, dass er auf ein Geschäftsmodell gestoßen war. Bis heute funktionieren die inzwischen 60 Bigpoint-Spiele nach diesem System: Spielen ist kostenlos, Zusatzfunktionen wie Waffen für Spielpiraten oder Futter für Farmtiere kosten zusätzlich, sie bringen mehr Spaß und Erfolg.”

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Nur Tote bleiben liegen – Business Querdenker aus Leidenschaft

28
Sep 2010

Vor 10 Tagen erreichte mich die freudige Nachricht, dass ich das neue Buch “Nur Tote bleiben liegen” von Anja Förster und Peter Kreuz direkt vom Campus-Verlag bekomme, um es im YOUNECT-Blog zu besprechen. Gestern kam es  e n d l i c h  an. Ich werde nun an mehreren Tagen über einzelne Aspekte berichten, da der Inhalt viel zu dicht und voller Fülle ist, als dass ich das in einen Text quetschen wollte. Ich startete das Schmökern mit der letzten Seite 255 des letzten Buchs von Förster & Kreuz “Spuren statt Staub“. Dort steht: “Leidenschaft, Ausdauer, Wille und absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst gehören dazu… ‘Bis zur Grenze gefordert, können wir alle mehr, als wir wollen.’ Will heißen: Mut ist der Schlüssel zu allem.”

Nun suchte ich im Sachbegriffe-Register nach “Mut”, “Ausdauer” und “Leidenschaft” und siehe da, “Leidenschaft” findet sich auf 13 Seiten im neuen Buch. Toll. Und bezeichnend für unsere Zeit, da schon im Frühjahr, als 24 Job-Profis im YOUNECT-Blog ihre Tipps an Schüler veröffentlicht haben, Leidenschaft ganz vorne lag. So zum Beispiel empfahl Patrik Varadinek, Leiter von profund, den Schülern: “Herausfinden, wofür ich brenne, was ich leidenschaftlich gern mache,…“, und für Stefan Barthelmes war glasklar: “Mach das, wo dein Herz dran hängt.” Ich war sehr begeistert.

“Leidenschaft” ist auch die Brücke vom alten Buch der beiden Business Querdenker Förster & Kreuz ins Neue. Schon im ersten Kapitel schreiben sie: “Die Basis dieser Wirtschaft sind Talent, Inspiration, Ideen. Ihr Motor sind Leidenschaft, Begeisterung, Spaß. Ihr Lohn sind Erfüllung, Freude, Sinn… Wer in dieser Wirtschaft dabei sein will, muss Verantwortung übernehmen. Er muss den Antrieb haben, ungewöhnliche Dinge anzupacken, und die Ausdauer, sie umzusetzen… Den unbedingten Willen, etwas Besonderes zu schaffen.”

Sorry für das lange Zitat, dies erst mal zur Vorfreude auf mehr. Morgen folgt Teil 2.

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@Schüler: “Mach das, wo dein Herz dran hängt.” @Arbeitgeber: “Vorteile Ihres Unternehmens transparent.”

20
Jun 2010

Stefan Barthelmes, ein Berliner, der international unterwegs ist für seinen Beruf, gibt kurz & prägnant diese Tipps:

@Schüler: “Mach das, was dir Spaß macht. Mach das, wo dein Herz dran hängt.”

@Arbeitgeber: “Kommunizieren Sie die Vorteile Ihres Unternehmens transparent nach außen.”

Viel Erfolg dabei @Schüler und @Arbeitgeber.

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@Schüler: “das Wichtigste: persönliches Interesse.” @Arbeitgeber: “Früh, früher, noch früher beginnen.”

7
Jun 2010

Markus Pohl war sechs Jahr Director Research bei trendence und ist nun selbständiger Unternehmer mit research2guidance.

1 Tipp zur Berufswahl an Schüler:

“Das Thema Berufswahl ist sehr schwierig: Die meisten zukünftigen Azubis haben nicht nur ein, sondern mehrere oder viele Interessensgebiete. Bei der Berufswahl muss man sich jedoch auf einen einzigen Beruf beschränken.

Dann sind diese verschiedenen Berufsmöglichkeiten auch noch unterschiedlich gefragt: während Unternehmen für bestimmte Berufe händeringend Leute suchen, gibt es bei anderen Berufen gibt es ein Überangebot an fertig ausgebildeten Lehrlingen. Schließlich mischen sich noch andere Personen (Eltern/Verwandte/ Bekannte) in die Berufswahl ein und können mit verschiedensten Ratschlägen und Tipps genauso oft helfen wie verwirren.

Wie trifft man also die richtige Wahl? Soll man den Beruf wählen, der Spaß macht oder einen Beruf wählen “der vernüftig” ist (den die Eltern einem nahelegen).

Hier ein paar Tipps zu Hilfe:

- Entscheide Dich nicht ausschließlich danach, was auf dem Arbeitsmarkt gerade in diesem Jahr nachgefragt wird.

- Informiere Dich möglichst gut und umfassend. Nicht nur über einen Beruf, sondern über mehrere.

- Schau auch mal “über den Tellerrand” hinaus! Was gibt es alles in der Welt? Wo entwickelt sich die Gesellschaft (Alterung), Technik (moderne Elektronik) und Wirtschaft (Vernetzung der Banken) hin. Mach Dir Deine eigenen Gedanken.

- Hole Dir Ratschläge von Fachleuten (Lehrer, Agentur für Arbeit, Berufsbildungszentrum, …).

- Mit Abstand das Wichtigste ist jedoch das persönliche Interesse.

Leute, die das verfolgen, was ihnen Spaß macht, machen mit Sicherheit einen besseren Job. Eine zwei- oder dreijährige Ausbildung gegen seinen Willen durchzuhalten ist nicht so einfach. Der Karriereweg geht auch nach der Ausbildung weiter. Ein anschließendes Studium, Selbständigkeit, … ist immer möglich.

Grundsätzlich ist der Satz schon richtig, den eventuell schon der/die ein oder andere vom Onkel oder Großvater gehört haben: Gute Leute werden immer gesucht.”

1 Tipp zur Gewinnung von Schülern an Arbeitgeber:

“Früh, früher, … noch früher beginnen.

Die Ansatzpunkte des Employer Branding Strategien – zumindest der großen Marken – in der Berufsbiografie der Beworbenen sich immer weiter nach vorne verschieben. Diese Strategie macht vor allem in Branchen mit starkem Wettbewerb Sinn – trotz der “Streuverluste”, die sich über solch lange Zeiträume ergeben.”

Vielen Dank Markus und weiterhin gutes Durchstarten mit dem Startup.

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