der persönliche Rote Faden zur Berufswahl. Finden, was man liebt. Welche Zutaten vorrätig?

16
Okt 2011

“Den eigenen persönlichen Roten Faden zur Berufswahl finden. Berufswahl in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten”, stellt ich gestern auf dem 25. LANDESSCHÜLERFORUM der Schüler Union NRW vor. Im Zentrum standen zwei Zitate “finden, was man liebt” (Steve Jobs) und “Leben als Summe der Begegnungen” (Martin Buber). Man merkt Menschen immer an, ob sie ihre Arbeit gerne und mit Herzblut machen.  Aber wie kommen Schüler und Berufssuchende allen Alters da hin?

Die Rahmenbedingungen sind eindeutig: Prof Dr. Rump nannte die heute 14-15jährigen die “Leistungsstärkste Generation seit 30 Jahren”. Gleichzeitig hatten “drei von vier Unternehmen im Zeitraum 2010 bis 2011 Probleme, Stellen zu besetzen.”, stellt der Trendreport RKW vom 13.10.2011 fest. “Bis zu fünf Millionen Arbeitskräfte werden in 15 Jahren in Deutschland fehlen – das entspricht der Bevölkerung von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen!” laut IHK Ostwestfalen zu Bielefeld.

Die Berufschancen heutiger Schüler sind also quasi gesichert. Nun bleibt die Qual der Wahl: Wie viele Ausbildungen und Studiengänge kennt ihr?

Fast 6.000 Choices plus noch mehr Angebote im Ausland. Das ist zu viel. Wie also der eigenen Berufswahl nähern? Ideen sind wie Pizza und Puzzle. Auch in Bezug auf die Berufswahl. Man nimmt, was da ist. Und backt, kocht und puzzelt. Dabei hängt JEDES Essen von den ZUTATEN ab, wie es schmeckt! Salz + Wasser machen noch keine leckere Suppe. Welche Zutaten hast du vorrätig zur Berufswahl? JEDES Puzzle BEGINNT mit dem ERSTEN Puzzleteil. Puzzleteil für Puzzleteil wächst das Bild. Schritt für Schritt wächst die Berufswahl, und das Bild nimmt Gestalt an, welcher der 6.000 Berufe zu dir passt.

Was kannst du tun auf dem Weg zum Traumjob?

  1. Achte auf Menschen. Leben = die Summe deiner Begegnungen (frei nach Martin Buber).
  2. Achte auf deine Erfahrungen. Deine Erfahrungen machen dich einzigartig
  3. Achte auf Chancen, Tellerränder, Unerwartetes, Angebote, Geschenke.
  4. Achte auf Probleme.  “Nimm den Stolperstein und küss ihn” Christian Bischoff
  5. Achte auf dein Interesse. Wofür schlägt dein Herz? Wann vergisst du die Zeit? Wo stellst du 44 Fragen? Wo beißt du dich rein? Wann strahlen deine Augen?
  6. Achte auf das, worin du besser wirst, wenn du es regelmäßig mit Spaß und Freude wiederholst.
  7. Achte auf dein Herz: “Man muss das finden, was man liebt. Das ist wahr in Bezug auf die Arbeit wie auch im Liebesleben.“ (Steve Jobs 2005)
  8. Achte auf deine Ziele.  Persönliche. Freundschaftliche. Gesellschaftliche. Familiäre. Gesundheitliche. Soziale. Ziele stecken hinter deiner Motivation und mit der Motivation kommt Ausdauer, um bis zum Ende alle Puzzleteile zu puzzeln.
  9. Achte auf Papierflieger. Wer sagt, wie ein Papierflieger auszusehen hat? Menschen sagen euch: “So und so.” Dann  sag du: “NEIN. Das ist ein PAPIERFLIEGER.” Es geht immer einfacher und ganz anders.
  10. Achte auf Grundprinzipien der Veränderung und Innovation: Reduzieren, streichen, steigern, neu hinzu fügen. Subversiv verknüpft fasst die Prinzipien jeder Innovation zusammen.

Die Berufswelt verändert sich rasant. Daher macht es gar keinen Sinn sich an den 6.000 Berufs- und Studienbezeichnungen zu orientieren. Finde deinen persönlichen Roten Faden. Der trägt dich in den passenden Beruf!

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Bündeln Sie Fachkräfte schon oder verschwenden Sie noch? Talentpool gegen ineffiziente Bewerbungs-Logistik

5
Sep 2011

Mit meiner Frage “Könnten Absagen eine GROSSE Verschwendung sein aus Sicht einer ganzen Branche und Region?” überrasche ich meine Gesprächspartner immer wieder. Warum verschwenden Unternehmen, Regionen und Branchen die GUTEN 2.-, 3.- und 4.-platzierten Bewerber? Überlicherweise bekommen sie Absagen. Damit nehmen Unternehmen in Kauf, dass sie in andere Branchen und Regionen gehen. Gerade Städte und Metropolregionen sind und bleiben Magnete. Wenn also ein Bewerber sich bereits in Ihrer Region und Branche beworben hat und gut ist, lassen Sie ihn nicht gehen. Sorgen Sie im regionalen Unternehmensnetzwerk dafür, dass dieser Bewerber ganz sicher in Ihrer Region und Branche bleibt. Von einer starken Region profitiert auch Ihr Unternehmen.

Abwanderung und Bevölkerungsrückgang kann die ganze Region schwächen. Weniger Fachkräfte führen in manchen Regionen schon dazu, dass Aufträge nicht angenommen werden können. Das führt zu weniger Einnahmen. Weniger Umsätze der Unternehmen reduzieren auch die Steuern in der Region, der Haushalt stagniert oder schrumpft. Weniger Geld kann zukünftig in Bildung, Infrastruktur und Cluster investiert werden. Und damit kann die Region in einen Teufelskreislauf geraten. Schließlich steht jede Region im Wettbewerb mit anderen Regionen. Viele Menschen gehen nach Frankfurt/Main, weil sie sich sicher sind, in der Rhein-Main-Metropolregion einen Job zu finden. Dabei gibt es in der Region, aus der sie kommen, oft Mittelständler, die Top-Jobs anbieten, aber der Bewerber wußte das nicht. Woher auch… An der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften hängt also für Unternehmen, Regionen und Bürger mehr als einfach nur der eine individuelle Arbeitsplatz.

Liebe Bürger, Städte und Regionen: Bündeln Sie Fachkräfte schon oder verschwenden Sie noch?

Jahrzehntelang wurde in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine ineffiziente Bewerbungs-Logistik in Kauf genommen. Unternehmen bekamen teilweise säckeweise Bewerbungen. Manche Unternehmen schauten nur jede vierte Bewerbung überhaupt an und warfen den Rest weg. Bewerber verschickten 20, 30 oder 50 Bewerbungen. Manchmal kam der Traumjob auch erst mit der 150. Bewerbung. Das war teuer. Alles 150 mal: die Bewerbungsunterlagen, eine Mappe, ein Foto und das Porto… Und bei den Unternehmen kosten Bewerbungen auch viel Geld. Vom Posteingang, Sichtung, Sortierung bis zu den Vorstellungsgesprächen und ACs. Die Zeit und das Geld, das von Bewerbern und Unternehmen in die Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche investiert wurde, wird durch Absagen an ALLE, die nicht auf dem ersten Platz landen, in hohem Maße verschwendet. Es wäre so einfach, die 2.-, 3.-, 4.-Platzierten in Ihrer Region zu bündeln und der Region zu sichern. Gerne unterstützt YOUNECT Sie dabei.

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Mit weniger Bewerbungen zum Traumjob. Mit mehr Zusammenarbeit mehr Qualität in der Branche und Region

1
Feb 2011

Letzte Woche bei einem Verband in Schwerin und heute am Telefon mit einer Landtagsabgeordneten aus Stuttgart wurde mir gesagt, dass unser Service “Bewerber auf Empfehlung” für sie nicht interessant sei, weil sie ja MEHR Bewerber bräuchten. Das verstehe ich natürlich. Mit MEHR Bewerbern wäre alles deutlich einfacher. Aber MEHR Bewerber gibt es kurzfristig nicht. Und langfristig wahrscheinlich auch nicht. Die Statistiker kennen die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung. Das Statische Bundesamt bietet Einblick in die Bevölkerungsentwicklung von 2008 bis 2060 aller Bundesländer.  Deutschland wird im Jahr 2030 den höchsten Rentneranteil in der Europäischen Union haben. Der Erhebung zufolge ist Chemnitz in 20 Jahren die älteste Stadt des Kontinents. Und nicht nur das, 2010 gab es in Deutschland erstmals seit 25 Jahren mehr Abwanderung als Zuzug.

Peer Steinbrück antwortete auf das Thema “Nachwuchskräftemangel” sehr schlagfertig. In einer Lesung aus seinem neuen Buch “Unterm Strich” im Dezember in Berlin sagte er sinngemäß: “Ich habe meinen Teil dazu beigetragen und drei Kinder in die Welt gesetzt.” Ich schließe mich dem an. Da sich unserem Beispiel die Mehrheit der Deutschen nicht anschließt, werden wir wohl andere Lösungen entwickeln müssen, als laut nach MEHR Bewerbern zu schreien. Die Aussagen des Verbands-Geschäftsführers und der Landtagsabgeordneten “Wir wollen MEHR Bewerber” finde ich daher etwas weltfremd. Das ist die alte Denke: Mehr Mehr Mehr.

Innovationen beginnen häufig mit Fragen. Zwei meiner Fragen lauten: „Wie kommen Unternehmen mit MEHR Zusammenhalt zu MEHR Qualitätserhalt?“ Und „Wie kommen Bewerber mit weniger Bewerbungen zum Traumjob in ihrer Region/Traumbranche?“ Hintergrund dieser Fragen ist unser altes Bewerbungssystem, das einer Zeit entstammt, als Bewerber 50, 100 oder auch 150 Bewerbungen schreiben mussten, um 49, 99 oder 149 Absagen zu bekommen. Ein imenser Zeit- und Geld-Aufwand für Bewerber und Unternehmen. Wie wäre eine wirksame Verzahnung in den Branchen und Regionen, so dass jeder gute Bewerber in der Branche, in der er sich bewirbt, schon mit der ersten Bewerbung einen Job angeboten bekommt! Das hilft Bewerbern und Unternehmen gleichermaßen.

Sicherlich können sich die Unternehmen nicht (mehr) erlauben, auch nur einen einzigen potenziellen Bewerber zu verlieren. Liegt eine geeignete Bewerbung vor, sollte diese erhalten bleiben. Aber was passiert mit einem guten Bewerber, der durch fehlende Kapazität oder fehlende Passung in einem einzelnen Betrieb eine Absage bekommt? Bisher im alten Einbahnstraßen-Bewerbungssystem kann dieser Bewerber aufgrund der Absage allen Unternehmen verloren gehen. Oder wie stellen Sie sicher, dass alle Talente für die Unternehmen in Ihrer Branche und Region erhalten bleiben?

Mit „Bewerber auf Empfehlung“ bietet YOUNECT eine wirksame webbasierte Möglichkeit der Zusammenarbeit, so dass jeder gute Bewerber der Branche schon mit der ersten Bewerbung erhalten bleibt, selbst wenn ein einzelnes Unternehmen absagen muss! YOUNECT stärkt die Zusammenarbeit webbasiert, beginnend bei Auszubildenden bis hin zu Fachkräften. Regionen und Verbände können selbst definieren, ob sie sich untereinander Auszubildende, Duale Studenten, Absolventen Fachkräfte, High Potentials oder alle empfehlen.

Da es kein MEHR an Bewerbern geben wird, heißt die Zukunft: Zusammenarbeit. Thomas Keup hat zum Jahreswechsel die wegweisende Frage gestellt: “Wer bringt uns die Kollaboration im Web? Wenn Google die Informationen der Welt organisiert und Facebook die Kommunikation zusammenführt, wer bringt uns die Kollaboration im Web?” Im NORDPOOL wird das Wissen in der Region genutzt von den Menschen, denen Schüler vertrauen. Der Rat eines Vertrauten zählt beim Schüler, deshalb werden Schüler durch „Mentoren“ wie z.B. Lehrer, Jugendleiter, Sporttrainer und Schülervertreter für passende Berufe der NORD/LB empfohlen. Die Schüler werden eingeladen und bekommen bei Interesse eine kurze, persönliche Referenz für ihre Bewerbung. Neben Schülervertretern (Schüler Union Niedersachsen, Jusos Hildesheim), Jugendleitern (Kolpingjugend Hildesheim) und Lehrern (Gaußschule Braunschweig, Nibelungen-Realschule Braunschweig und die Wilhelm-Raabe-Schule Hannover) unterstützen auch Sporttrainer des Turn-Klubbs Hannover die Idee des NORDPOOLs.

Im PERSONECT vom DEHOGA Berlin und vom Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg sehe ich die Zukunft in der Nachwuchsgewinnung und der Sicherung von Fachkräften: In der Zusammenarbeit. Anders geht es nicht, denn MEHR Schüler werden es auf lange Sicht nicht. Fangen wir gemeinsam an, NEUE Fragen zu stellen wie zum Beispiel „Wie kommen Unternehmen mit MEHR Zusammenhalt zu MEHR Qualitätserhalt?“ Und „Wie kommen Bewerber mit weniger Bewerbungen zum Traumjob in ihrer Region/Traumbranche?

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240 Berufe gesucht und gefunden

15
Jan 2010

Große Freude. Sebastian, Bistra und Kathinka haben die 240 JobBoxen bearbeitet. Nun sind die 240 JobBoxen zu 240 Ausbildungsberufen gut zu suchen und zu finden. Seht selbst und schreibt uns, wie es euch gefällt. Gibt man in die Such-Zeile “” ein, wird u.a. cker aber auch Elektroniker/in – Energie- und Geudetechnik vorgeschlagen. Ihr könnt aber auch gezielt in einem der 19 Tätigkeitsfelder suchen, wenn ihr z.B. “Bewirtung und Beherbergung” anklickt, kommen die 5 Berufsbilder, die dazu gehören. Sucht und seht selbst.

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