“Deutschland steckt mitten in der tiefsten Wirtschaftskrise. Eine Ausbildungskrise gibt es hingegen nicht”,

15
Okt 2009

so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben auf http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lehrstellen104.html.

Wie die Tagesschau online (ARD) heute (15.10.2009) berichtet, ist die Zahl der Ausbildungsbewerber um 14% zurückgegangen. 500.000 neue Ausbildungsverträge(8% weniger als im Vorjahr) wurden bis zum 30. September unterschrieben, so die Tagesschau, wo hingegen 17.000 Plätze nicht besetzt wurden. 9600 Bewerber gehen in diesem Jahr ganz leer aus.

Wie kann das passieren? Wie können bei einer Anzahl von 17.000 frei gebliebenen Lehrstellen  9.600 Ausbildungssuchende nicht versorgt werden? Da geht die Freude, dass mehr Lehrstellen als Bewerber existieren, doch sofort wieder verloren…

Die übrig gebliebenen Lehrstellen können zum Teil aufgrund von Unkenntnis oder auch beachtliche Mangel im Vermittlungsprozess zwischen potenziellen Bewerbern und Ausbildungsbetrieben nicht besetzt werden. Laut Wansleben gibt es zwar (noch) keine Ausbildungskrise, jedoch haben Betriebe mittlerweile schon Probleme, all ihre Stellen zu besetzen.  So schön es auch ist, dass Ausbildungsbetriebe trotz Wirtschaftskrise weiterhin in ihre Ausbildung investieren, wenn diese Stellen nicht besetzt werden,  wird es nicht lange dauern, bis vielen Unternehmen das richtig ausgebildete Personal fehlen wird. Schon jetzt fordert zum Beispiel der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) einen Pakt für Fachkräftesicherung.

Gegen die sich ankündigende Krise tritt  YOUNECT aktiv an! Als Vermittler zwischen Ausbildern und Ausbildungssuchenden kann Younect die bisher nicht besetzten Stellen füllen und somit der Krise entschlossen entgegenwirken. Bei Younect findet man vor allem qualifizierte Bewerber, denn auch die mangelnde Qualifikation sei ein zunehmendes Problem der Ausbildungsbetriebe, erklärt Wansleben.

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2 Responses to ““Deutschland steckt mitten in der tiefsten Wirtschaftskrise. Eine Ausbildungskrise gibt es hingegen nicht”,”


  1. Jan Erik Meyer
    on Okt 15th, 2009
    @ 23:20 :  ;

    Mal eine kritische Nachfrage: Seit wann macht der direkte Vergleich zwischen Ausbildungsangeboten und Ausbildungsuchenden Sinn? Das würde ja bedeuten, dass – egal welchem Berufwunsch der Suchende nachgeht – alle offenen Stellen einfach nur zugeordnet werden müssten. Wozu – frage ich mich – sollte es dann noch eine Berufswahl geben.
    Also macht der Vergleich keinen Sinn! Und was die Zahlen der “leer ausgehenden Bewerber” betrifft, so weise ich hier mal auf die – selbst von der Agentur für Arbeit angegebene Zahl von – über 300.000 Altbewerbern aus früheren Schulentlassjahren.


  2. Jessica
    on Okt 20th, 2009
    @ 13:13 :  ;

    In einem anderen Artikel wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Entwicklung branchen- und regionsabhängig ist und eben gerade Unternehmen des Mittelstands mit kleinen Ausbildungsberufen das Nachwuchs-Defizit erfahren. Deshalb gibt es ja all die schönen Berufsorientierungsmöglichkeiten bei Younect. Schüler müssen auch ermutigt werden, ihre Berufswahl abseits der 0815-Auswahlmöglichkeiten wie Friseur/in, Bürokaufmann/-frau etc. zu treffen. Ein Gesamtvergleich macht aus Perspektive des Arbeitsmarktes dennoch Sinn, da er Auskunft darüber gibt, wo die Entwicklung insgesamt hingeht.

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