Frühzeitige Personalentwicklung durch Berufs- und Arbeitgeberorientierung

4
Nov 2009

Dieser Artikel wurde auf hrm.de veröffentlicht.

Unternehmen, die vakante Stellen besetzen wollen, sehen sich zwei Herausforderungen ausgesetzt: dem demographischen Wandel und der mangelnden der . Mittlerweile existieren rund 30.000 Berufsbezeichnungen und etwa 350 anerkannte betriebliche Ausbildungsberufe. Studien zufolge fokussieren sich zukünftige Auszubildende aber auf nur wenige der möglichen Berufe. So wurden in Hamburg im Jahr 2006 nach Angaben des Statistikamts Nord beispielsweise 309 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, aber 53 Prozent aller männlichen und sogar 72 Prozent aller weiblichen Auszubildenden verteilten sich auf jeweils nur 20 Ausbildungsberufe. In anderen Bundesländern fällt die nicht grundsätzlich anders aus. So verteilen sich im Land nach Angaben des Amts für - sogar ein Drittel aller männlichen und die Hälfte aller weiblichen Auszubildenden auf jeweils nur zehn von über 300 möglichen Ausbildungsberufen. Diese mangelnde bekommen deutlich zu spüren. Man könnte annehmen, die wenigen Ausbildungsberufe seien so beliebt, weil sie trotz unterschiedlicher , Stärken und Lebenseinstellungen zu vielen Menschen passen. Die Quote der Ausbildungsabbrüche bestätigt diese These jedoch nicht: Etwa jeder fünfte Auszubildende bricht seine vorzeitig ab. Dabei gab jeder Dritte der jungen Leute, einen Grund im Zusammenhang mit mangelnder an. Ähnlich verhält es sich mit der hohen Zahl der Studienabbrecher. An den Universitäten beendet jeder vierte Bachelorstudent sein Studium vorzeitig, an Fachhochschulen ist es sogar mehr.

Gerade bei Berufseinsteigern sind die Möglichkeiten der Präferenzsteuerung relativ groß, da diese ein wenig scharfes Bild von potentiellen Arbeitgebern haben. Vor allem der Bekanntheitsgrad eines Unternehmens ist dabei eine nicht zu unterschätzende Größe. Unternehmen müssen sich somit der Herausforderung stellen, sich den bevorzugten Zielgruppen dort bekannt zu machen, wo sie diese auch antreffen. Ein kann noch so attraktiv sein, solange ihn die Zielgruppe nicht kennt, wird sich ein Erfolg auch nicht einstellen. So lässt sich anhand von Arbeitgeberrankings erkennen, dass die obersten Plätze ausschließlich von den großen deutschen Unternehmen belegt werden, was vorwiegend auf die hohe Bekanntheit eines Unternehmens zurück zu führen ist.

Durch die mangelnde Berufs- und Arbeitgeberorientierung der steigt der Fachkräftemangel in Deutschland weiter an, der weichenstellende Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Dieser kostet nach Berechnungen einer von Wirtschaftsminister Glos in Auftrag gegebenen Studie bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes – im Jahr 2007 mehr als 20 Milliarden Euro. Infolgedessen stehen Unternehmen bereits heute nicht nur vor der großen Herausforderung, sich am Markt als attraktiver zu positionieren, um in der Zielgruppe bekannt zu werden, sondern stehen auch in der Pflicht, junge über Einstiegsmöglichkeiten und Berufsbilder ihres Unternehmens zu informieren und aktiv zur beizutragen.

Bei haben die Möglichkeit, Ihr Unternehmen und Ihre Ausbildungsmöglichkeiten auf einem Online-Messestand zu präsentieren. Neben der allgemeinen Darstellung des Arbeitgebers und den Inhalten der können beispielsweise Videos oder Fotos aus dem Berufsalltag des jeweiligen Unternehmens integriert werden.

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