Martin Gaedt

Über Martin Gaedt

Webbasiertes Empfehlungs-Recruiting und passende Berufswahl sind meine Passion. "I have hiked it" ist der Ausruf in Arizona, USA, wenn man vom heißen Tal des Grand Canyons durch den eiskalten Colorado River und stundenlang zum "Rim" bergauf gewandert ist. Als Geschäftsführer von YOUNECT durchquere ich täglich einen Canyon. So vielfältig und abwechslungsreich sind unsere Innovationen wie der Talentpool. Dabei kann ich meine Begeisterung für neue Ideen und meine Profession "Business Innovation Management" ausleben. Und täglich rufe ich "I have hiked it".

Immer so weiter führt nicht weiter. Also “hört auf zu arbeiten” schreiben Anja Förster und Peter Kreuz

Hört auf zu arbeiten” ist das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz. Peter Kreuz war vor einem Jahr Top-Redner bei der YOUNECT-Fachtagung. Im letzten Buch “Nur Tote bleiben liegen” haben die beiden Inspiratoren über Kreativität, Durchhaltevermögen, Fleiß, Misserfolge und Fehlschläge geschrieben. Das neue Buch unterscheidet sich von den anderen Förster & Kreuz-Bestsellern. Es geht um die Leitfrage, warum wir arbeiten, wie wir arbeiten. In „Hört auf…“ geht es um die historische und persönliche Einordnung, welche Arbeit wir selbst wollen. Jede Form der Arbeit hat eine gesellschaftliche und persönliche Herkunft. Alle Arten zu arbeiten und zu leben, werden von den Autoren gewürdigt. Das Buch ist kein Ratgeber “so geht’s”. Aus persönlichen Entscheidungen der Leser halten sich die Autoren heraus. Weiterlesen

Gastbeitrag von Fröhling/Krämer “Berufsorientierung junger Erwachsener – Was sind die Einflussfaktoren?”

Philipp Fröhling und Toni Krämer haben bereits mehrfach in unserem Blog geschrieben z.B. “Berufsorientierung – Was ist das?” und “Berufswahl als Matching-Prozess”.

Berufsorientierung – Was ist darunter eigentlich zu verstehen? Eine mögliche Definition  ist die Beschäftigung des Betroffenen mit den vorhandenen Möglichkeiten einer Vorbereitung auf den künftigen Beruf. Die Berufsorientierung stellt somit einen Prozess dar, der zur Berufswahl hinführt. Dabei beinhaltet er die Suche nach relevanten Informationen und Entscheidungshilfen sowie die Reflexion über eigene Wertvorstellungen und Anliegen. Neben diesen aktiven Aspekten aus Sicht des jungen Erwachsenen soll es in diesem Artikel mehr um passive bzw. externe Aspekte gehen. Bei der Betrachtung von Einflussfaktoren auf die Berufswahl junger Erwachsener empfiehlt sich zunächst deren Einteilung in endogene und exogene Faktoren. Die inneren (endogenen) Aspekte sind z.B. physische Voraussetzungen (Alter, Geschlecht), Eignung im Sinne von Leistungsfähigkeit und die Interessenlage des Einzelnen. Die exogenen Faktoren lassen sich unter den bereits angesprochenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zusammenfassen. Einerseits fällt der soziale Einfluss von Familie, Schule und Peer-Groups in diesen Bereich, aber auch ökonomische Aspekte wie die Arbeitsmarktlage. Weiterlesen

Gastartikel von Sabine Wagner – Digitale Selbstdarstellung für den Job

Das Berufsleben ist für die Deutschen eine Weiterführung ihrer persönlichen Vorlieben und Interessen. Für die berufliche Selbstverwirklichung sind weniger als neun Minuten täglich nötig, wie eine Studie ergab.

Wesentliche Bestandteile, um in einem Großteil der Berufe voranzukommen, sind Fortbildungen, gekonntes Einsetzen von Fachwissen und der Aufbau eines Netzwerkes. Die digitale Technik stellt dafür heute beispielsweise Online-Plattformen zur Verfügung, die genau das einfach und mit einem geringen Zeitaufwand ermöglichen. Die meisten Arbeitnehmer gehen dennoch vom Gegenteil aus, wie nun eine Studie von LinkedIn ans Licht brachte. Mit mehr als 161 Millionen Mitgliedern ist LinkedIn das weltweit größte Businessnetzwerk.

Knapp über zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte in Deutschland sind laut der Umfrage der Meinung, sie müssten pro Tag zwischen einer halben und einer ganzen Stunde in ihr berufliches Fortkommen investieren. Gleichzeitig kam die Sichtweise der Deutschen auf ihren Beruf heraus: Für sie ist die Karriere eine Erweiterung der persönlichen Interessen. Zugleich möchten sie sich in ihrem Beruf selbst verwirklichen. Im Auftrag von LinkedIn wurden vom Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori für die Umfrage über 3.200 Fach- und Führungskräfte befragt, davon 400 aus Deutschland.

Neun Minuten täglich reichen für die Gestaltung des Arbeitslebens

Laut Alexander Zipp, dem LinkedIn Marketing Manager für die DACH-Region, sei die Arbeitseinstellung der Deutschen einzigartig. Priorität habe nicht das Vorantreiben der Karriere um ihrer selbst willen, es gehe den Arbeitnehmern stattdessen hauptsächlich darum, in jedem Lebensbereich die eigenen Vorlieben und Interessen zu verfolgen. Die Umfrage ist eine Bestätigung dafür, dass zum Gestalten des Arbeitslebens nach eigenen Vorstellungen deutlich weniger als 30 Minuten benötigt werden: Neun Minuten täglich, mehr müssten es nicht sein.

Deutsche Arbeitnehmer besitzen eine genaue Vorstellung über die Gestaltung ihres Berufslebens. Die möglichst effektive Erledigung von Aufgaben steht für 76 Prozent der Befragten an oberster Stelle, gefolgt vom Aneignen von Expertenwissen mit 45 Prozent Platz Zwei. Erst auf dem dritten beziehungsweise vierten Platz finden sich die Netzwerke wieder. Dabei kommt das „Persönliche Netzwerken mit Kollegen“ mit 31 Prozent vor dem „Netzwerken mit fremden Personen aus derselben Branche“, welches 25 Prozent erreicht. Für die Studienteilnehmer ist Netzwerken in einigen Branchen von besonderer Relevanz. Nach ihrer Meinung haben Angestellte in PR und Marketing (29 Prozent), in der Politik (26 Prozent) sowie an der Börse und in Banken (17 Prozent) vor allem Vorteile von einem guten Netzwerk.

Des Weiteren offenbart die Studie, dass die Deutschen auf der einen Seite an der Vertiefung ihres Branchenwissens überaus interessiert sind, andererseits spielt aber auch das Miteinander mit Kollegen und Kunden eine große Rolle.

Deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen belegt die Untersuchung ebenfalls: So geht die Hälfte der Befragten davon aus, dass Männer mehr Zeit für die Förderung ihres Werdegangs aufbringen, gerade einmal 20 Prozent sehen dies bei Frauen so. Etwa ein Drittel (30 Prozent) spricht sich für einen gleichen Aufwand bei beiden Geschlechtern aus.

Tipps zum Vorankommen im Beruf

Mit nur wenigen Schritten kann jeder etwas für seine Karriere tun und das in lediglich neun Minuten pro Tag. Der Aufbau und die Pflege von Beziehungen auch über Netzwerke sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Die aufgebauten Verbindungen werden etwa durch Glückwünsche oder Empfehlungen gepflegt, schließlich freut sich jeder über ein positives Feedback und mag es, bemerkt zu werden.

Die erfolgreiche Selbstdarstellung ist dabei mithilfe digitaler Karrierenetzwerke deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. In einem LinkedIn–Profil beispielsweise kommen Erfolge und Zertifikate gut zur Geltung. Der professionelle Onlineauftritt wird durch ein aktuelles Foto und einen aktuellen CV abgerundet. Zudem kann sich durch Veröffentlichung von Artikeln, dem Führen eines eigenen Blogs, Aktivitäten in diversen Gruppen, öffentliche Reden sowie Bücherempfehlungen als Vordenker positioniert und die eigene Sichtbarkeit erhöht werden. Weiterhin lassen sich Informationen ebenfalls mobil sammeln. Trifft man bei einem Geschäftstreffen auf unbekannte Personen, kann man sich via Tablets und Smartphones vor Ort über seine Gesprächspartner informieren.

Vielen Dank an Sabine Wagner für diesen Input zu erfolgreicher digitaler Selbstdarstellung.

Gastartikel von Robert Behler: Ingenieurinnen gesucht

Das Wort Ingenieur hat natürlich jeder von uns schon einmal gehört, jedoch ist es schwer sich unter dem Begriff eine spezielle Tätigkeit vorzustellen. Dies mag daran liegen, dass das Berufsfeld eines Ingenieurs ungemein vielfältig ist und es infolgedessen unzählige Spezialgebiete gibt, in denen Ingenieure arbeiten. Was die meisten jedoch wissen ist, dass der Beruf mit den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu tun hat, welche von Schülern bekanntlich entweder geliebt oder verabscheut werden. Infolgedessen sollte man für diesen Beruf eine gewisse mathematische Begabung und ein Grundverständnis und Interesse für technische Vorgänge mitbringen.

Bevor man den Abschluss Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) in der Tasche hat, muss man ein Studium an einer Universität abschließen, welches in der Regel fünf Jahre dauert. Auch das Studium an einer Fachhochschule ist möglich. Nach vier erfolgreich abgeschlossenen Jahren trägt man dann den Titel Diplom-Ingenieur (FH). Seit dem Bologna Prozess haben jedoch viele Hochschulen ihr System auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt. Anstelle des Diplom-Ingenieurs erhält man an diesen Hochschulen den akademischen Titel Bachelor bzw. Master of Engineering (M.Eng.) oder Science (M.Sc.).

Meist wählt man bereits während des Studiums, beziehungsweise spätestens im Master, einen Schwerpunkt, wie zum Beispiel Chemie- und Verfahrenstechnik, Feinwerktechnik, Produktionstechnik, Energietechnik oder Antriebstechnik. Die Anwendungsgebiete gehen also von feinen, elektrischen Geräten wie Handys und Computern über Roboter und Automaten bis hin zu großen Erzeugnissen wie Schiffen, Automobilen und Flugzeugen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass ein Ingenieur von Nöten ist, sobald es um Technik oder Bewegung geht. Aufgrund der vielen Spezialgebiete, arbeiten Ingenieure meistens im Team, wenn es eine knifflige Aufgabe zu lösen gibt, somit ist Teamfähigkeit eine wichtige Qualifikation, die man mitbringen sollte.

Obwohl der Maschinenbau Deutschlands Schlüsselindustrie ist, sind laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) nur 7% der Beschäftigten weiblich. Dies sei zwar bereits ein Fortschritt jedoch müsse noch viel geschehen, damit die Frauenquote in technischen Berufen steige, da das zentrale Problem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei. Die bei diesem Thema noch zu machenden Hausaufgaben lägen jedoch nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch bei der Politik und den Tarifpartnern, so der VDMA.

Ein weiterer Faktor ist die verbreitete Einstellung, dass Frauen von Grund auf schlechter in MINT-Fächern seien. Dieser Irrglaube ist in den Köpfen vieler verankert, obwohl die Erfahrung in den Schulen das Gegenteil zeigt. Es gibt viele Mädchen, die in genau diesen Fächern überdurchschnittlich stark sind. Dennoch trauen sich viele davon nicht zu in einer Männerdomäne wie dem Maschinenbau zu arbeiten, da sie Angst haben, sich ständig beweisen und durchschlagen zu müssen. Fragt man jedoch die Frauen, die diesen Schritt gewagt haben, bekommt man hauptsächlich positive Resonanz. So gibt es Situationen, wo man als Frau mit viel technischem Fachwissen viel Respekt und Anerkennung von den männlichen Kollegen bekommt. Ist die Kompetenzfrage geklärt, wird man dann wie jeder andere Kollege behandelt, was schließlich der Idealfall sein sollte.

Oft wird auch betont, dass das Kommunikationstalent von Frauen eine Qualifikation ist, die in vielen Unternehmen der Technikbranche fehlt und heutzutage zunehmend wichtiger wird. Aufgrund der Exporte ins Ausland sind auch Sprach- und Kulturkenntnisse gefragt, was den Beruf der Ingenieurin ungemein interessant vielseitig macht. Auch die Aufstiegschancen für Frauen seien sehr hoch, denn laut VDMA sind bereits 14% des Topmanagements im Maschinenbau von Frauen besetzt, was bei einem Anteil von nur 7% eine gute Bilanz ist.

Diesen Gastartikel schrieb Robert Behler von der Firma Kollmorgen. Vielen Dank.